Mahnende Bilder: Bundeskanzlerin Merkel betrachtet die Portraits der Ausstellung „Survivors“

Mahnende Bilder: Bundeskanzlerin Merkel betrachtet die Portraits der Ausstellung „Survivors“

Ausstellung mit Portraits von Holocaust-Überlebenden aus Israel eröffnet

Mit 75 großformatigen Portraits lenkt der Künstler Martin Schoeller die Aufmerksamkeit auf Holocaust-Überlebende aus Israel. Bundeskanzlerin Merkel mahnt bei der Eröffnung der Schau, für Menschlichkeit einzutreten.

ESSEN (inn) – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Dienstag in Essen die Ausstellung „Survivors. Faces of Life after the Holocaust“ eröffnet. Die Schau des Architektur- und Industriedenkmals „Zeche Zollverein“ zeigt 75 Portraits von Holocaust-Überlebenden aus Israel. Fotografiert hat sie der Künstler Martin Schoeller aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau.

In ihrer Rede sagte Merkel: „Jedes Portrait ist eine Mahnung an uns, für Menschlichkeit einzutreten und nicht zu schweigen und wegzuschauen, wenn jemand angegriffen und in seiner Würde verletzt wird.“ Weiter sagte die CDU-Politikerin: „75 Jahre nach dem Ende des Zivilisationsbruchs der Scho'ah begegnen wir mit dieser Ausstellung 75 Überlebenden mit ihrem jeweils individuellen Schicksal. Die Portraits haben eine Intensität, die sehr nahegeht.“

Erinnerung als „heilige Pflicht“

Der Eröffnung wohnte auch der Holocaust-Überlebende Naftali Fürst bei. Die Luftwaffe hatte den 87-Jährigen eigens zu der Veranstaltung aus Israel eingeflogen. Fürst war unter anderen in den Konzentrationslagern Buchenwald und Auschwitz-Birkenau inhaftiert. In seiner Rede sprach Fürst auf Deutsch von einer „heiligen Pflicht, die Erinnerungen an die Scho'ah zu bewahren, damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt“. Er ergänzte laut der „Deutschen Presse-Agentur“: „Ich werde die Angst, den Hunger, die Kälte und die Trennung von meinen Eltern nicht vergessen.“

Die Schau ist noch bis zum 26. April zu sehen. Träger des Projekts sind die Stiftung für Kunst und Kultur Bonn und die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Initiiert wurde das Projekt vom deutschen Freundeskreis von Yad Vashem.

Von: df

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„Ich lese Israelnetz, denn neben unseren vielen Aufenthalten in Israel, wollen wir uns ständig darüber informieren. Durch die Berichterstattung dürfen wir Israel miterleben, auch wenn wir in Deutschland sind. Seit unserer Heirat im Oktober letzten Jahres in Tel Aviv ist Israel unsere Heimat. Israelnetz gehört auf jeden Fall dazu. Euch vielen vielen lieben Dank.“

Frank Naumann, Israelnetz-Leser

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