„Besondere Gäste in der Laubhütte beim Fest“ schrieb Jossi Dagan (2.v.l.) zu diesem Bild

„Besondere Gäste in der Laubhütte beim Fest“ schrieb Jossi Dagan (2.v.l.) zu diesem Bild

Palästinenser besuchen Laubhütte in Siedlung

Palästinensische Würdenträger nehmen eine Einladung in die Laubhütte eines israelischen Siedlers an. Die meisten wollen ihre Namen nicht in den Medien sehen – aus Furcht vor Drangsal durch die Autonomiebehörde.

SCHAVEI SCHOMRON (inn) – Im Juni nahmen sie in Bahrain am internationalen Wirtschaftsgipfel teil, der zum US-Friedensplan gehört. Nun haben die Palästinenser in der Siedlung Schavei Schomron den Vorsitzenden des Regionalrates Samaria, Jossi Dagan, besucht. Anlass war das Laubhüttenfest Sukkot.

Zu den Gästen in Dagans Laubhütte gehörte einem Bericht der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ zufolge Scheich Abu Chalil Tamimi aus Ramallah. Er betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinensern „für eine bessere Zukunft für uns, für unsere Kinder und für die kommenden Generationen. Dieser Dialog ist wichtig und wir müssen ihn fortsetzen und alle israelischen Führungspersönlichkeiten bitten, uns zuzuhören und zusammenzuarbeiten“.

Gastgeber und Gäste sprachen am Dienstag über die Entwicklung von Alternativen für eine regionale Koexistenz zwischen Siedlern und Palästinensern. Dagan sagte: „Der beste Weg, ein Leben Seite an Seite zu schaffen, liegt im Gespräch zwischen Führungspersönlichkeiten, die die wahren Bedürfnisse der beiden örtlichen Bevölkerungsgruppen kennen, der israelischen und der arabischen. Und nicht durch Versuche von entfernten Politikern aus Europa oder den Vereinigten Staaten, Politikern, die noch nie einen Fuß hierher gesetzt haben.“

Der größte Teil der Mitglieder der palästinensischen Delegation wollte weder namentlich genannt noch fotografiert werden. Denn sie müssten sonst um ihr Leben fürchten, weil sie eine Siedlung besucht haben. Das führte die Zeitung „The Algemeiner“ zu der Frage: „Wenn palästinensische Führer Frieden so sehr wollen, warum bedrohen sie dann Menschen, die mit Juden als normalen Menschen sprechen wollen?“

Scheichs wünschen Israelis ein frohes Fest

In jüngster Zeit gab es immer wieder Gespräche zwischen ranghohen Vertretern in Judäa und Samaria und örtlichen arabischen Anführern. Ziel sei es, gemeinsame regionale Probleme zu lösen sowie Zusammenarbeit und Koexistenz zu schaffen, schreibt „Yediot Aharonot“. Während des muslimischen Monats Ramadan war Dagan bei einem Fastenbrechen (Iftar) in Hebron.

Der Regionalratsvorsitzende merkte auf Facebook nach dem ungewöhnlichen Besuch in seiner Sukka an: „Ich hatte die Ehre, eine Delegation von Scheichs und örtlichen arabischen Führern, die am Bahrain-Workshop teilgenommen hatten, zu einer Mahlzeit anlässlich unseres Laubhüttenfestes zu Gast zu haben – aus Ramallah, Bethlehem und Hebron. Unter ihnen waren auch beduinische Führer.“ Dagan ergänzte: „Die ehrwürdigen Scheichs und Anführer wünschten den Bewohnern von Samaria und dem gesamten Volk Israel ein frohes Fest.“

Von: eh

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