„Warum muss ich Schüler sein, wenn die Welt keine Zukunft hat?“, steht auf einem Plakat

„Warum muss ich Schüler sein, wenn die Welt keine Zukunft hat?“, steht auf einem Plakat

Aktionen gegen Klimakrise in fünf israelischen Städten

Am ersten weltweiten Streiktag gegen die Klimakrise gehen auch Israelis auf die Straße. Eine Firma stellt für 24 Stunden ihre Verkaufsaktivitäten ein.

JERUSALEM (inn) – Israelische Schüler, aber auch Erwachsene, haben sich am Freitag dem weltweiten Klimastreik angeschlossen. In fünf Städten gab es Protestkundgebungen. Die Demonstranten appellierten an die Regierung, die sich allerdings nach den Wahlen vom Dienstag erst noch formieren muss.

In Jerusalem protestierten etwa 100 Schüler vor der Stadtverwaltung. Die 14-jährige Dana Rivlin, die in der israelischen Hauptstadt lebt, sagte dem Wirtschaftsmagazin „Globes“, die Regierung tue nichts. „In vielen Staaten hat man den Notstand ausgerufen. Es ist wichtig, dass unsere Politiker begreifen, dass man das nicht mehr ignorieren kann. Die israelische Regierung muss sich der Welt anschließen, sich für den Kampf einspannen lassen und den Notstand ausrufen.“

Ein weiteres Zentrum der Proteste ist die arabisch geprägte Stadt Sachnin in Galiläa. Die 17 Jahre alte Lama Bahaa Ghnaim beteiligte sich dort an den Aktionen. „Das ist ein kritisches Problem, das alle beeinflusst“, erklärte sie ihre Motivation. „Ich habe das Gefühl, dass ich Verantwortung habe. Als ich von der Krise hörte, habe ich verstanden, dass es wichtig ist, die Dinge der arabischen Gesellschaft zu erklären und dass wir uns der Kampagne anschließen müssen. Wir schließen uns heute der weltweiten Kampagne an, damit die Regierung zu handeln beginnt.“

Abgeordnete Chaimowitsch: den Jugendlichen zuhören

Auch zwei Knessetabgeordnete ließen sich bei einer Kundgebung blicken: die Politikerinnen Miki Chaimowitsch (Blau-Weiß) und Stav Schaffir (Demokratisches Lager) kamen nach Tel Aviv. Chaimowitsch sagte: „Ich bin hier, weil es mir wichtig ist, der Jugend zuzuhören, unserer Generation der Zukunft.“ Sie wolle wissen, was den jungen Menschen Sorge bereite.

Zudem gingen Jugendliche und Erwachsene in Be'er Scheva und Haifa auf die Straße. Die Organisation „Aufstand gegen die Vertilgung“, eine Künstlergruppe namens „Die rote Brigade“ und Umweltschützer beteiligten sich an den Protesten. Als einzige israelische Firma hat sich das Unternehmen SodaStream dem Streik angeschlossen. Weltweit setzte der Hersteller von Trinkwassersprudlern 24 Stunden lang alle Marketing- und Vertriebsaktionen aus. Wer etwa die deutsche Webseite anklickte, bekam auf Englisch zu lesen: „SodaStream ist wegen des Klimastreiks geschlossen. Freitag, 20. September.“

Von: eh

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