Ramallah gehört zu den größeren palästinensischen Gemeinden im Westjordanland

Ramallah gehört zu den größeren palästinensischen Gemeinden im Westjordanland

Weltweit gibt es 13,1 Millionen Palästinenser

Am Nakba-Gedenktag wollen Palästinenser auch gegen den von der US-Regierung angekündigten Friedensplan demonstrieren. Unterdessen hat das Statistikamt Bevölkerungszahlen veröffentlicht.

RAMALLAH (inn) – Zum Ende des Jahres 2018 lebten weltweit etwa 13,1 Millionen Palästinenser. Im Westjordanland inklusive Jerusalem sind es 2,95 Millionen, im Gazastreifen 1,96 Millionen. Diese Zahlen gab das palästinensische Statistikamt am Montag bekannt. Anlass ist der Nakba-Tag am 15. Mai. An diesem Tag gedenken Palästinenser der Folgen der israelischen Staatsgründung am 14. Mai 1948, die sie als „Katastrophe“ betrachten.

Zu den rund 13 Millionen Palästinensern zählen auch etwa 6 Millionen, die die Weltgemeinschaft als Flüchtlinge wertet. Es handelt sich zum großen Teil um die Nachkommen der etwa 800.000 Araber, die im Zuge der israelischen Staatsgründung geflohen sind oder vertrieben wurden. Sie leben im Gazastreifen, im Westjordanland, im Libanon, in Syrien und in Jordanien. Das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) kümmert sich ausschließlich um sie, während für alle anderen Flüchtlinge in der Welt das entsprechende UN-Hochkommissariat zuständig ist.

Vorkehrungen für Nakba-Tag

Für den Nakba-Tag erwarten israelische Sicherheitskräfte Gewalt. Als vorbeugende Maßnahme verstärte die Armee ihre Präsenz am Gazastreifen. Der Sprecher der Armee für arabische Angelegenheiten, Avichai Edra'i, wandte sich in einem Facebook-Post an die Bewohner und sagte, Terror gegen Israel verschlechtere nur die Lebensbedingungen. „Zu Eurer Sicherheit, bleibt vom Grenzzaun weg“, schrieb er laut der Nachrichtenseite „Arutz Scheva“.

Die Hauptveranstaltung soll am Mittwochnachmittag im Ramallah am Grab von Jasser Arafat beginnen. Von dort wird ein Demonstrationszug in das Zentrum der Stadt erfolgen. Unter anderem wollen die Palästinenser gegen den von der US-Regierung angekündigten Friedensplan protestieren.

Von: df