Ehemalige Geisel: Ohne Tätowierungen ins neue Jahr

Von Israelnetz

Angesichts des anstehenden Neujahrsfestes Rosch HaSchana hat die ehemalige Geisel Eitan Mor alle ihre Tätowierungen entfernen lassen. Damit will der 26-jährige Israeli nach eigenen Worten Gott für seine Rettung „aus der Hölle in Gaza“ danken. Im Gazastreifen habe er Gott jeden Tag für etwas gedankt, sagte er in einem Video: „Dafür, dass ich auf einer Matratze liege. Dafür, dass ich ein wenig Essen bekam.“ Mit der Aktion wolle er sich vor dem neuen jüdischen Jahr 5787 reinigen, das am Freitagabend beginnt. Mor wünschte sich selbst und allen „ein Jahr der Stärkung, Erneuerung und Erfahrungen“. (eh)

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9 Kommentare

  1. Das Entfernenlassen von Tatoos zum Überwinden von vergangenen Ereignissen kann manchmal hilfreich sein.

    1. Es wird äußerlich wohl symbolisch für ein Loslassen der Vergangenheit und einen Neuanfang stehen. Gedanklich und emotional loszulassen dürfte wohl schwieriger und schmerzhafter sein als die medizinische Maßnahme.
      SHALOM

  2. Ohne Tätowierungen ins neue Jahr. Eine gute Entscheidung: Tätowierungen sind brutale Entstellungen.

  3. Ohne Tätowierungen. Die lehne ich grundsätzlich ab nicht nur als Erinnerung an die Holocaust Zeit der Nummer Tätowierungen aber auch aus vielen anderen Gründen. Ich würde mich fürchten vor der Chemikalie unter die Haut gespritzten und vieles andere das ich nicht auflisten will damit mein Schreiben durchgegeht. Schön und cool soll es sein? Eher naive! Karin

  4. Ich persönlich empfinde Tätowierungen manches Mal als Verunstaltungen, vor allem, wenn es den ganzen Körper betrifft. Aber Gott schaut zuerst auf das Herz eines Menschen, auf die innere Haltung. Und diese Haltung ist bei Eitan Mor auf Gott und auf Dankbarkeit für ihn ausgerichtet. Ob er mit der Entfernung die schlimmen Erlebnisse in Gaza besser verarbeiten kann, bezweifle ich aber. Doch Gott wird ihm helfen. Pray the Lord!

  5. Ich habe meinen Oberkörper rechtsseitig tätowieren lassen, um Narben zu verdecken, die von einem Unfall während einer Artillerieübung in Shiloh, Kanada, in den Achtzigern herrühren.
    Die Erinnerungen daran lassen sich allerdings nicht tätowieren, obwohl ich nicht an PTBS-Symptomen leide. Keine Albträume oder Angstzustände, und ich gehe sehr offen damit um. Ich hab es als soldatische Erfahrung abgehakt, als Semi-Kriegserfahrung.
    Aber mein Zynismus ist gewachsen, nicht gerade schön, aber hilfreich im Umgang mit kritischen und Gefahrensituationen .
    SHALOM

  6. In 3. Mose 19, 28b lesen wir (Scofield Bibel): „und geätzte Schrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich bin der HERR.“
    Übrigens: Tattoos können bei größeren Operationen problematisch sein.
    Schalom

  7. @Jürgen
    Ich schicke voraus, dass ich Tätowierungen generell nicht mag.
    —
    Wenn man etwas mit der Bibel begründet, sollte man niemals einen Text aus dem Zusammenhang reißen. Der gesamte Text lautet nämlich: „Ihr sollt um eines Toten willen an eurem Leibe keine Einschnitte machen noch euch Zeichen einritzen; ich bin der Herr.“
    Meine Hervorhebung: „… um eines Toten willen…“.

    Man hat herausgefunden, die Quelle muss ich noch suchen, dass in der damaligen Zeit in angrenzenden Völkern mit solchen „Einritzungen um der Toten willen“ eine Art Götterkult getrieben wurde. „Normale“ Einritzungen waren damals üblich und hatten nichts mit Kult zu tun.

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