Drei Armeeangehörige nach Misshandlung eines Palästinensers suspendiert

Von Israelnetz

Die israelische Armee hat am Montag einen Offizier und zwei Soldaten wegen Misshandlung eines Palästinensers suspendiert. Ein Soldat hatte den 49-jährigen Munir Dschaber in Hebron getreten und mit der Waffe geschlagen, als sich dieser gegen seine Festnahme wehrte. Der Offizier und der andere Soldat griffen nicht ein. Von dem Vorfall gibt es eine Filmaufnahme. Der Palästinenser wurde vor Ort medizinisch versorgt. Die Armee leitete eine Untersuchung ein. Deren Ergebnisse sollen der Militärstaatsanwaltschaft vorgelegt werden. Armeechef Aviv Kochavi sprach von einem „schwerwiegenden Vorfall“. (eh)

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9 Antworten

  1. christin – … allerdings einchliesslich des sich z. Wehr gesetzt habenden Arabers. –
    Er kann ja dann auf d. naechsten Polizei-Station versuchen, einen Unschuldbeweis
    zu erbringen! – Der isrl. Soldat hatte sicherlich einen Grund, angemessene Gewalt
    anzuwenden! –

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    1. Ne, noch immer ist es in demokratischen Staaten so, dass die Unschuldsvermutung gilt, bis das Gegenteil erwiesen ist. Die Polizei muss ihm eine Straftat nachweisen. Es gibt ja wohl einen Beweis für das Verhalten der Soldaten, das muss vor einem Gericht dann ausgewertet werden. Auch hier gilt die Unschuldsvermutung. Erst das Urteil entscheidet dann und dies ist gut so.

      Ob der Palästinenser etwas ausgefressen hatte und sich deswegen gegen die Kontrolle gewehrt hat, mag ja sein, aber sorry: vier Soldaten werden doch wohl mit einem einzigen fertig werden, da frage ich mich nach der Angemessenheit. Und warum sahen drei zu und taten nichts? Ne, das ist etwas, das wirklich geahndet gehört, wenn die Aufnahmen es so belegen.

      Wir haben andere Situationen, wo Soldaten wirklich in Gefahr kommen, wo plötzlich eine ganze Meute auftaucht und zur “Hilfe” kommt und die Soldaten angreifen, da ist die Reaktion sicher eine andere. Die Frage ist doch, waren die vier in Gefahr?

      Was wäre gewesen, wenn die Soldaten, die von dem aufgeputschten Tamimikindchen Ahed beschimpft wurde und mit Fäußten attackiert wurden, zurückgeschlagen hätten? Ne, sie haben sie ausgelacht und das war die beste Reaktion.

      Zu Ulrike Heckenhahn: haben Sie ein Beispiel, dass die Palästinenser auch bereit sind, gegen ihre Leute zu ermitteln, wenn diese Straftaten gegen Israelis begehen. Bislang sehe ich nur eines, dass sie einfach nur die armen Opfer sind, aber Mord an Israelis / Juden ist kein Menschenrecht.

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  2. Das fasse ich nicht @-dile- Das ist die schlechteste Ausrede, die es gibt ! So kann man natürlich ALLES rechtfertigen. Und israelische Soldaten haben doch immer Gründe, nicht wahr ?
    Ich finde es absolut richtig, dass in solchen Fällen genauer untersucht wird und egal welche Seite, also die Palästinenser wie auch die Israelis, gerechte Konsequenzen zu tragen haben.
    Zaghaft beginnt Israel, in den eigenen Reihen zu schauen und auch mal etwas zuzugeben. Das ist ein großer Fortschritt.

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  3. Wenn sich jemand gegen eine Festnahme wehrt, müssen “angemessene” Mittel eingesetzt werden, um diese Festnahme durchzuführen. Die “Schwere” des Wehrens wird also abgewogen gegen die Art bzw. Schwere der dagegen gerichteten Maßnahmen, die der Durchsetzung der Festnahme dienen.
    Glücklicherweise gibt es eine Filmaufnahme, die hoffentlich vollständig ist. Fällen wir ein Urteil, wenn diese angesehen wurde.
    Glücklicherweise ist Israel ein Rechtsstaat, und seine Judikative hat international einen guten Ruf.
    Eine persönliche Bemerkung: In der Haut der Soldaten an check points möchte ich nicht stecken …

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  4. Die israelische Armee hat am Montag einen Offizier und zwei Soldaten wegen Misshandlung eines Palästinensers suspendiert. Für wie lange suspendiert? 30 Minuten? 30 Stunden oder 3 Tage?

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    1. Fragen Sie doch nach, wenn Sie es wirklich wissen wollen. Fest steht, dass Terroristen, die Israelis umbringen, noch belohnt werden.

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