„Christen zur Hölle“: Dormitio-Kloster mit Hass-Parolen beschmiert

JERUSALEM (inn) – Die Dormitio-Abtei auf dem Berg Zion in Jerusalem ist in der Nacht zum Sonntag mit anti-christlichen Parolen beschmiert worden. Tatverdächtig seien jüdische Extremisten, berichten israelische Medien. Graffiti wie „Christen zur Hölle“ fand die Polizei an der Stätte.
„Tod den ungläubigen Christen, den Feinden Israels“ – diese und andere Hass-Parolen hinterließen Unbekannte auf den Außenwänden des Klosters
„Tod den ungläubigen Christen, den Feinden Israels“ – diese und andere Hass-Parolen hinterließen Unbekannte auf den Außenwänden des Klosters
Die noch unbekannten Täter haben in der Nacht zum Sonntag auf die Außenwand des Benediktinerklosters Sprüche wie „Christen zur Hölle“, „Tod den ungläubigen Christen, den Feinden Israels “ oder „Die Rache des Volkes Israel wird noch kommen“ gesprüht. Das meldet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Laut Polizei laufen die Ermittlungen in dem Fall. Jüdische Extremisten werden verdächtigt, diese Tat begangen zu haben. Premierminister Benjamin Netanjahu verurteilte den Anschlag. Der Direktor der Versammlung der katholischen Bischöfe im Heiligen Land, Wadia Abu Nasser, sieht den Staat in der Verantwortung, über solche Anschläge auch in Bildungseinrichtungen aufzuklären. Er sagte: „Wenn wir tatsächlich alle diese Vorfälle zählten, würden wir in die Hunderte kommen.“ Der Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, habe geschworen, „mit Null Toleranz auf jedes Vorgehen zu antworten, das versucht, die demokratischen Grundlagen des Staates Israel und die Religionsfreiheit zu schädigen“.Das Benediktinerkloster ist bereits mehrmals Opfer von Vandalismus und „Preisschild“-Anschlägen geworden. Im Mai 2014 hatte ein Unbekannter versucht, die Dormitio-Kirche in Brand zu stecken. Bereits ein Jahr zuvor wurde die Abtei geschändet. (ms)

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