Antisemitismus verbindet Extremisten

Von epd

Israelhass und Antisemitismus werden nach einer Studie des hessischen Verfassungsschutzes nicht nur von Linksextremisten und Islamisten verbreitet, sie haben auch extremistische Gruppen zusammengeführt. Ab dem Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 habe es eine Vielzahl von Demonstrationen und Aufrufen im Internet gegeben. Sie hätten sich israelfeindlich geäußert, Gewalt gegen Juden gerechtfertigt und das Hamas-Massaker als „gelungene Widerstandsaktion“ gefeiert, sagte die Autorin der Studie, Anika Schleinzer, am Montag in Wiesbaden. Extremisten griffen alte Vorurteile gegen Juden auf.

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15 Kommentare

  1. Das trifft auch für Frankreich zu. Gruppen, die eigentlich nichts gemeinsam haben, verbindet der Antisemitismus. Es ist ein Trauerspiel.

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    1. @ Antonia: Dadurch wird die Niederträchtigkeit und Widerwärtigkeit dieser Gruppen aber auch überdeutlich sichtbar, was Vorteile haben kann.

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  2. Ja, dieser Hass und die Gottlosigkeit verbinden, wundert mich überhaupt nicht.
    Das Schlimme ist, es gibt kein menschliches Gegengift – auch der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung scheint relativ hilflos zu sein, und rechnet mit Angriffen auf Juden in Deutschland, berichtet Jesus.de
    Lieber Gruß Martin

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    1. @ Ludovico:

      Ich sehe die Extremisten eher auf der Seite der Anti-Zionisten, siehe 07.10.23 und auch bereits lange, lange zuvor. Außerdem denke ich schon, dass jüdische Menschen irgendwo auf dieser Welt zumindest relativ frei von Verfolgung und Vernichtungsdrohungen leben können sollten. Es wäre mir lieber, wenn dafür kein eigener Staat notwendig wäre, aber das scheint nicht möglich zu sein … nicht einmal (besonders erschreckend) in Deutschland und Europa können jüdische Menschen frei von Bedrohung und Verfolgung leben.

      Vermutlich ist Ihnen bekannt, dass besonders deutsche Juden, Zionismus ablehnten … was aus ihnen wurde, kann tausendfach nachgelesen werden und grauenhafterweise erhielten sie keine Möglichkeit mehr, ihren Fehler zu korrigieren.

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    2. @ Ludovico
      Sie polarisieren den Begriff Zionismus. Die Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes hat einen Staat geschaffen. Was hat die Hamas mit Terrorismus geschaffen? Wer ist hier nochmal extrem? Israelhass und Antisemitismus, diese Verbindung sieht man auch auf dieser Plattform.

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    3. Hätten Sie ANTIZIONISMUS geschrieben, könnte ich Ihnen zustimmen, aber so liest sich das beinahe wie ein Kimpliment und kann daher, weil es ausgerechnet von Ihnen kommt, nicht wahr sein .

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  3. Alle politischen …ismen tragen einen Keim zum Extrem in sich. Dagegen kann nur respektvolle Kommunikation etwas bewirken, und zwar auch mit den Extremen. Anders haben sie keine Chance zur Einsicht in ihre Fehler und zur Abkehr davon.

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  4. Zionismus ist die Bewegung, die Juden in aller Welt Zuflucht und damit ein Leben in Anerkennung, Schutz vor staatlicher und gesellschaftlicher Diskriminierung und Vernichtung geboten hat – und das bis heute. Wer diese Bewegung diskreditiert, hat nichts (!) aus der Jahrtausende andauernden Geschichte des Judentums gelernt!

    Ich empfehle dazu bspw. noch einmal den Artikel von Daniel Neumann „Zeit, Zionist zu sein“, erschienen in der JA am 17.4.26 (zuvor schon einmal veröffentlicht am 13.4.26) und -ebenda – den Artikel von der Holocaust-Überlebenden Eva Erben „Was es bedeutet, Israeli zu sein“.

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  5. Ganz aktuell auch noch ein Statement von Mathias Döpfner, dem Vorstandschef des Medienkonzerns Axel Springer: Wenn jemand das zionistische Prinzip – verstanden als Recht des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung und einen sicheren Staat – infrage stelle, berühre das fundamentale Wertefragen, erklärte der Springer-Chef.

    Damit trat er Vorwürfen von Mitarbeitern aus dem amerikanischen Ableger „Politico“ entgegen und unterstrich mit beachtlicher Deutlichkeit noch einmal explizit das Selbstverständnis und die Unternehmenswerte des Hauses. In einer internen Mitarbeiterversammlung machte er klar, wer die zentralen Grundsätze des Unternehmens nicht teile, Unterstützung für das Existenzrecht Israels inklusive, solle lieber woanders arbeiten.

    Wie sehr wünsche ich mir noch viel mehr derart mutige, kluge und zu ihren Grundsätzen stehende Menschen, die standhaft bleiben, auch wenn ihnen der Sturm des gesellschaftlichen und politischen Mainstreams hart entgegenschlägt!

    Nachzulesen in der JA von heute „Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht“.

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  6. Charles Spurgeon hat (nach meinem Gedächtnis) einmal folgendes formuliert: „Viele Menschen bemühen sich gut zu scheinen. Es würde ihnen weit besser gelingen wenn sie versuchen würden, gut zu sein“. Möge es uns Allen im Forum gelingen zu erkennen, dass wir auf Gottes Gnade angewiesen sind …

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  7. Und noch eines zum Springer-Konzern, weil ich damit rechne, dass sich viele den in großen Teilen unserer Gesellschaft grassierenden diversen Diffamierungen und Herabsetzungen desselben anschließen:

    Dieser Konzern beschäftigt national und international viele der besten, renommiertesten Journalisten, was selbst unsere hierzulande etablierten Medienhäuser größtenteils neidvoll anerkennen. Ja, die Bild-Zeitung wird gerne verrissen und als „Boulevard-Blatt“ in die „Gossen-Schublade“ verortet, besonders gerne von selbsternannten „Intellektuellen“ aus der linken Ecke. Hier gilt aber, wie auch sonst, sich mutig durch eigenen Blick „hinter die Kulissen“ eine vom Mainstream unabhängige, differenzierte Meinung zu bilden.

    Und im Übrigen, zum Springer-Konzern gehört u.a. auch das TV-Format und das Print-Medium „Welt“. Beide sind von mir gerne genutzte, weil gegen den Mainstream arbeitende Nachrichten-Portale.

    Ich kann nur hoffen, dass Friede Springer als Garantin für die Linie ihres Hauses noch möglichst lange leben wird. Sie hat dankenswerter Weise durch die Übertragung von erheblichen Unternehmensanteilen an Döpfner schon heute einen großen Beitrag dafür geleistet, dass nach ihrem Ableben der bestehende israelfreundliche Kurs beibehalten werden kann.

    Möge es gelingen, dass sich die Unternehmensphilosophie und Freundschaft zu Israel und dem jüdischen Volk in diesem mächtigen Unternehmen weiter so widerständig erhält!

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    1. Vermutlich ist Ihnen entglitten: die 1. Lizenz (nach dem 2. WK) zur Gründung einer Zeitung erteilten die Amerikaner dem Gründer der Bildzeitung unter dem schriftlichen Versprechen, stets Israelfreundlich zu bleiben u. so zu berichten.
      DAS war 1949 ja wohl auch das Selbstverständlichste, nachdem die Alliierten die Deutschen 1945 zwangen, an den entsetzlichen Leichenbergen vorüber gehen zu müssen. Damals kostete die Bild noch 10 Pfennig und war genau so aufgemacht – bis heute nur für die „Leser“, die auf Foto reagieren und jeden längeren Text unter 1 Minute konsumieren können.
      Wenn Sie unter einem vorherigen Kommentar schreiben, dass es in den Redaktionen die Verpflichtung gibt, sich jedem kritischen Kommentar (ich rede nicht nur über IL!)
      zu enthalten od. den Arbeitgeber zu wechseln…. darf ich dann das Wort Medienhuren benutzen od. abgeschwächt Demokratiefeindlich?
      Wer hat denn dafür gesorgt, dass über die dt. Presselandschaft (eigentl die 4. Gewalt über dem Staat stehend) behauptet wird, die Springerpresse hätte den „Mainstream“ erst erfunden. Durch die Konzentrationen der großen Pressehäuser bis auf die wenigen, dass es eine Schande ist, gibt es nur noch Meinungs-Vereinheitlichung und die fürchterliche Versagerrolle der dpa Dt. Presseagentur, über die der Eindruck entsteht, die dpa holt sich ihre Meinung täglich direkt von der Regierung ab.
      Na gut, das wissen alle, nur Sie noch nicht, vermutlich kommen Sie aus „dieser Ecke“ der Naiv-Verbreiter.

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