„Ärzte ohne Grenzen“: Einseitig gegen Israel im Gazakrieg

Das Hilfswerk „Ärzte ohne Grenzen“ berichtete im Gazakrieg einseitig anti-israelisch. Es verschwieg Informationen und beschäftigte mutmaßlich Terroristen. Das zeigt ein Bericht des israelischen Prüfinstituts „NGO Monitor“.
Von Israelnetz

JERUSALEM / PARIS (inn) – Einseitige Berichterstattung, das Verschweigen von Informationen, die Beschäftigung von Hamas-Terroristen und die Verbreitung einer anti-israelischen Genozid-Kampagne: Das ursprünglich neutrale Hilfswerk „Ärzte ohne Grenzen“ verliert im Gazakrieg seine Neutralität und berichtet einseitig gegen Israel. Das zeigt ein kürzlich erschienener Bericht der israelischen Organisation „NGO Monitor“.

Demnach verbreitete „Ärzte ohne Grenzen“ nach den Gräueltaten des 7. Oktober 2023 falsche Anschuldigungen gegen Israel. Ein Beispiel dafür sind die Explosionen auf dem Gelände des Al-Ahli-Krankenhauses im Jahr 2023. Die Hilfsorganisation machte in einem Pressebericht Israel verantwortlich. Untersuchungen der Vereinigten Staaten, Kanadas und Frankreichs widerlegten dies: Die Explosionen wurden durch eine fehlgesteuerte palästinensische Rakete verursacht. Auch viele Medien hatten zunächst Israel die Schuld gegeben – und fälschlicherweise von einem Angriff auf das Krankenhaus in Gaza gesprochen.

Der Bericht führt zudem an, dass das Hilfswerk Informationen der Hamas für seine Berichte verwendet habe, ohne diese entsprechend zu kennzeichnen.

Ein weiterer Kritikpunkt: Das humanitäre Werk habe mehrere Mitarbeiter mit Verbindungen zu terroristischen Gruppierungen beschäftigt. Fadi al-Wadia sei dafür ein Beispiel von vielen. Der im Juni 2024 bei einem israelischen Angriff getötete Physiotherapeut arbeitete sechs Jahre bei „Ärzte ohne Grenzen“, obwohl er ein wichtiger Akteur im Raketenarsenal des Palästinensischen Islamischen Dschihad gewesen sei.

Außerdem gibt es Augenzeugenberichte, denen zufolge Mitarbeiter der Hilfsorganisation aufgefordert wurden, in Bewerbungsverfahren die Hintergründe der Bewerber nicht zu überprüfen.

Feindseligkeiten gegen Israel

Viele Informationen verschwieg „Ärzte ohne Grenzen“ zudem: kilometerlange Tunnel der Hamas unter Wohngebieten von Zivilisten, umfunktionierte Krankenhäuser für terroristische Zwecke, kontinuierliche Angriffe der Hamas auf Israel, das strategische Horten und den Diebstahl von Hilfsgütern durch die Terror-Organisation sowie die israelischen Opfer des 7. Oktober und die Geiseln.

Der „NGO Monitor“ wirft der Hilfsorganisation Doppelmoral vor: Diese zeige sich besonders anhand der „Genozid-Kampagne“. Das humanitäre Werk habe Israel auf öffentlichen Plattformen mehr als 270-mal des Genozids bezichtigt.

Die Organisation habe den Begriff des Völkermords dabei ausschließlich für Israel verwendet. Zeitgleiche Konflikte mit nachweislichen Völkermordaspekten, wie die ethnische Säuberung in Darfur, seien hingegen nie als Genozid bezeichnet worden. Zudem habe die Hilfsorganisation grundlegende Argumente ignoriert, die gegen einen Genozid durch Israel sprechen, beispielsweise Hilfsgüterlieferungen und die Bereitstellung von Impfstoffen für Kinder im Gazastreifen.

Der Bericht arbeitet heraus, dass das Hilfswerk bereits vor dem 7. Oktober einseitige Berichte veröffentlicht habe, die zunehmend zum Nachteil Israels ausgefallen seien. Angeführt wird auch der ehemalige Generalsekretär von „Ärzte ohne Grenzen“, Alain Destexhe. Dieser spricht in einem Videointerview über seine Zeit als Generalsekretär: Das humanitäre Hilfswerk habe eine „systematische Voreingenommenheit zugunsten der Hamas und Feindseligkeit gegenüber Israel“ gezeigt. Es sei nicht länger neutral, sondern seine Sprache diene nun einem politischen Ziel. (cb)

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2 Kommentare

  1. ÄoG- Manche Organisationen haben jegliche Realität verloren. Sie wussten seit Jahren, wie UNRWA, dass Hamas Kliniken, Schulen usw. als Abschussrampen und Waffenlager benutzen wird. Kurz nach bestialischem Massaker, halfen sie Geiseln?

    Nein!

    Als Nobelpreisträger könnten sie zur Wahrheit stehen. Ja, Kriege verursachen immer unfassbares Leid, wobei Hamas nicht von Anklägern verurteilt wird.
    Seit Jahren an Info Ständen orangern sie IL an.

    1

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