JERUSALEM / PARIS (inn) – Einseitige Berichterstattung, das Verschweigen von Informationen, die Beschäftigung von Hamas-Terroristen und die Verbreitung einer anti-israelischen Genozid-Kampagne: Das ursprünglich neutrale Hilfswerk „Ärzte ohne Grenzen“ verliert im Gazakrieg seine Neutralität und berichtet einseitig gegen Israel. Das zeigt ein kürzlich erschienener Bericht der israelischen Organisation „NGO Monitor“.
Demnach verbreitete „Ärzte ohne Grenzen“ nach den Gräueltaten des 7. Oktober 2023 falsche Anschuldigungen gegen Israel. Ein Beispiel dafür sind die Explosionen auf dem Gelände des Al-Ahli-Krankenhauses im Jahr 2023. Die Hilfsorganisation machte in einem Pressebericht Israel verantwortlich. Untersuchungen der Vereinigten Staaten, Kanadas und Frankreichs widerlegten dies: Die Explosionen wurden durch eine fehlgesteuerte palästinensische Rakete verursacht. Auch viele Medien hatten zunächst Israel die Schuld gegeben – und fälschlicherweise von einem Angriff auf das Krankenhaus in Gaza gesprochen.
Der Bericht führt zudem an, dass das Hilfswerk Informationen der Hamas für seine Berichte verwendet habe, ohne diese entsprechend zu kennzeichnen.
Ein weiterer Kritikpunkt: Das humanitäre Werk habe mehrere Mitarbeiter mit Verbindungen zu terroristischen Gruppierungen beschäftigt. Fadi al-Wadia sei dafür ein Beispiel von vielen. Der im Juni 2024 bei einem israelischen Angriff getötete Physiotherapeut arbeitete sechs Jahre bei „Ärzte ohne Grenzen“, obwohl er ein wichtiger Akteur im Raketenarsenal des Palästinensischen Islamischen Dschihad gewesen sei.
This is your employee, @MSF. A physical therapist by day and terrorist by night.
— COGAT (@cogatonline) June 27, 2024
Fadi Al-Wadiya, who was eliminated by the @IDF 2 days ago, worked both as a physical therapist for Doctors Without Borders and as a prominent terrorist in the PIJ terrorist organization.
Fadi… pic.twitter.com/N1FiO6QgLz
Außerdem gibt es Augenzeugenberichte, denen zufolge Mitarbeiter der Hilfsorganisation aufgefordert wurden, in Bewerbungsverfahren die Hintergründe der Bewerber nicht zu überprüfen.
Feindseligkeiten gegen Israel
Viele Informationen verschwieg „Ärzte ohne Grenzen“ zudem: kilometerlange Tunnel der Hamas unter Wohngebieten von Zivilisten, umfunktionierte Krankenhäuser für terroristische Zwecke, kontinuierliche Angriffe der Hamas auf Israel, das strategische Horten und den Diebstahl von Hilfsgütern durch die Terror-Organisation sowie die israelischen Opfer des 7. Oktober und die Geiseln.
Der „NGO Monitor“ wirft der Hilfsorganisation Doppelmoral vor: Diese zeige sich besonders anhand der „Genozid-Kampagne“. Das humanitäre Werk habe Israel auf öffentlichen Plattformen mehr als 270-mal des Genozids bezichtigt.
Die Organisation habe den Begriff des Völkermords dabei ausschließlich für Israel verwendet. Zeitgleiche Konflikte mit nachweislichen Völkermordaspekten, wie die ethnische Säuberung in Darfur, seien hingegen nie als Genozid bezeichnet worden. Zudem habe die Hilfsorganisation grundlegende Argumente ignoriert, die gegen einen Genozid durch Israel sprechen, beispielsweise Hilfsgüterlieferungen und die Bereitstellung von Impfstoffen für Kinder im Gazastreifen.
Der Bericht arbeitet heraus, dass das Hilfswerk bereits vor dem 7. Oktober einseitige Berichte veröffentlicht habe, die zunehmend zum Nachteil Israels ausgefallen seien. Angeführt wird auch der ehemalige Generalsekretär von „Ärzte ohne Grenzen“, Alain Destexhe. Dieser spricht in einem Videointerview über seine Zeit als Generalsekretär: Das humanitäre Hilfswerk habe eine „systematische Voreingenommenheit zugunsten der Hamas und Feindseligkeit gegenüber Israel“ gezeigt. Es sei nicht länger neutral, sondern seine Sprache diene nun einem politischen Ziel. (cb)
43 Kommentare
Linksextreme, sogenannte „Ärzte ohne Grenzen“ jederzeit gegen Israel aktiv.
ÄoG- Manche Organisationen haben jegliche Realität verloren. Sie wussten seit Jahren, wie UNRWA, dass Hamas Kliniken, Schulen usw. als Abschussrampen und Waffenlager benutzen wird. Kurz nach bestialischem Massaker, halfen sie Geiseln?
Nein!
Als Nobelpreisträger könnten sie zur Wahrheit stehen. Ja, Kriege verursachen immer unfassbares Leid, wobei Hamas nicht von Anklägern verurteilt wird.
Seit Jahren an Info Ständen orangern sie IL an.
Diese ,,Ärzte ohne Grenzen“ kennen vor allem keine Grenzen bei der Verurteilung Israels, und zwar fast ausschließlich Israels. Andere Gebiete, in denen es schlimmer zugeht, sind nicht relevant für diese NGO, deren Existenz auf Antisemitismen fusst, die sie auch auslebt in ihrer Zusammenarbeit mit Terrororganisationen wie Hamas. Diese NGO war niemals neutral.
SHALOM
Es ist unfaßbar, was sich „Ärzte ohne Grenzen“ diesbezüglich geleistet haben. Vermutl. können Organisationen nur mit einer mehr oder weniger „aufgezwungenen israelfeindlichen Haltung“ im Gazastreifen oder irgendwelchen anderen sogenannten „pro-palästinensischen Agenda“ dort arbeiten. Alkes andere würden die Terrororganisation wohl nicht zulassen. Für den Rest der Welt scheint dies vordergründig „glaubhaft“ zu sein, was in Terrorstrukturen gar nicht möglich sein kann. Die Medien scheinen dies nur allzu gene übernommen zu haben, da Viele von Ihnen aus einem ähnlichen, „schmutzigen bzw. antisemitischen Umfeld“ kommen. Traurig und erschütternd. Keun Wunder, wenn Israel damit „am Pranger“ steht. Aber, es hätte zumindest genauso lautstark korrigiert werden müssen, wie die Hamas-PR hinaus posaunt wurde. Letzteres hatte dann wohl nicht mehr das große Interesse der Welt auf sich gezogen, da es nicht „israelfeindlich“ war. Welch eine Schande für all Jene, die mit in diesem Sumpf wirken.
Ärzte sollen und möchten helfen. Sie haben sich in ihrem Leben irgendwann dazu entschieden, weshalb sie besondere Anerkennung verdienen.
Auslandseinsätze dürften eine besondere Belastung darstellen.
Dass sich die Führung von „Ärzte ohne Grenzen“ dann aber mit Genozidbehauptungen und Falschaussagen einseitig gegen Israel stellt, geht gar nicht. Es scheint, als ob sich auch hier nach anfänglich seriöser Medienarbeit politisch extreme Motivationen mit Anspruch auf Deutungshoheit eingeschlichen haben.
Ich glaube nicht, dass dort alle Ärzte diese politische Auslegung mittragen. Aber kommen die zu Wort oder werden die auch in ihrer Meinung unterdrückt und eingeschränkt? Dass Mitarbeiter in Bewerbungsverfahren dazu aufgefordert wurden, die Hintergründe von Bewerbern nicht zu überprüfen, lässt auf die Ausübung von „Druck“ (Mobbing?) schließen und ist fahrlässig.
@Lothar
Wenn sogar der ehemalige Generalsekretär von „Ärzte ohne Grenzen“, Alain Destexhe bestätigt, dass das Hilfswerk eine „systematische Voreingenommenheitzugunsten der Hamas und Feindseligkeit gegenüber Israel“ hat, ist ja kaum daran zu zweifeln. Ich denke wie du Lothar, dass sicher nicht alle Ärzte diese polit.Auffassung teilen, aber diese sind der NGO verpflichtet und haben nichts zu sagen. Da ich selbst bei einem Arzt gearbeitet habe, sehe ich bei Ärzten in erster Linie, dass sie diesen humanitären Beruf als Berufung sehen, Menschen zu helfen und so habe ich das in 35 Jahren auch erlebt. Umsomehr macht es mich fassungslos zu entdecken, dass mein ehemaliger Chef auf seiner Website ein Logo hat, auf dem steht: Wir unterstützen Ärzte ohne Grenzen! Ich muss da mal bei Gelegenheit nachhaken.🤔
Liebe Ella, da bin ich sehr gespannt, wass Sie uns (hoffentlich) berichten, über das Nachhaken bei Ihrem Chef.
Ich wünsche Ihnen viel Mut, lieber Gruß Martin
@Ella
Danke für Deine Ergänzung. Auch wenn von „Ärzte ohne Grenzen“ betont wird, es gäbe dort „keine strenge Hierarchie“ („… auch abseits klassischer, hierachischer Vorgesetztenfunktionen“), so ist sie doch offensichtlich autoritär geprägt.
Man hat die Andersdenkenden ganz einfach zur Seite gedrängt. Und das müsste „Demokraten“ eigentlich aufhorchen lassen, zumal das fast überall zu beobachten ist.
Wenn man sich den emotionalen Beitrag zur humanitären Lage in Gaza mit „Parnian Parvanta“ (Vorsitzende der Deutschen Sektion) in der Tagesschau vom 21.08.2025 anhört, findet man eine ganze Aufreiung an schlimmsten Zuständen, Behauptungen, die jedoch ausschließlich Israel angelastet werden, hin bis zum Genozid. Keine Klage gegen Hamas. Und das Fredchen von der Tagesschau hakt da in keinem Punkt nach.
Eine treffende Kurzanalyse findet sich auch in der JA (10.01.2026 v. Wolf J. Reuter).
Und viel Glück beim Nachhaken bei Deinem früheren Chef. Meinen früheren Hausarzt hatte ich mal in einem kurzen Gespräch auf das Positive von Israel angesprochen. Was mir da entgegenschwappte, möchte ich hier nicht wiederholen.
Hoffentlich wirst Du nicht Ähnliches erleben.
LG Lothar
@Lothar
Nein, das passiert mir Gott sei es gedankt nicht. Ich hatte 35 Jahre mit diesen Ärzten gläubige Arbeitgeber. Der Senior war selbst schon in Israel, der Junior ist auch pro Israel. Die Praxis ist seit meinem Ausscheiden eine Gemeinschaftspraxis geworden. Ich könnte es mir nur so vorstellen, dass eine neu hinzugekommene Ärztin eine andere Meinung zum Thema Ärzte ohne Grenzen hat und er ihr das Logo nicht verwehren wollte. Aber ich kann jetzt da nicht wie der Elefant im Porzellanladen agieren. Bei Gelegenheit…
Ella,
das ist viel wert, wenn Sie gläubig waren/sind. Aber vieles ändert sich leider zum Schlechten.
Ich könnte mir vorstellen, dass es bei „Ärzte ohne Grenzen“ am Rumoren ist und dass Viele das in sich hineinfressen. Das ist nicht gesund.
Alles Gute Lothar
Du hast Recht Ella. Man kann es nicht erzwingen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Medienbereich von ÄoG im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit aktiv auf die Praxen zugeht.
LG Lothar
@ Lothar
Ich erinnere mich an eine Info-Veranstaltung von „ÄoG“ nach dem 7. 10. in Frankfurt. Es waren insbesondere Spender und Unterstützer der Organisation geladen worden, um etwas über die Arbeit in Gaza zu erfahren. Ich selbst gehörte nicht zu den Spendern, wurde aber von einer Freundin aus diesem Kreis mitgenommen.
Die Atmosphäre im Saal war durchaus nicht israel-feindlich. Alle hörten der Referentin, einer Ärztin, die lange Zeit in einem KH in Gaza gearbeitet hatte, andächtig zu.
Als schließlich Fragen gestellt werden durften, meldete ich mich zu Wort und erkundigte mich höflich und sehr freundlich, ob sie denn während ihrer Zeit im Gaza-KH irgendetwas bemerkt habe von Aktivitäten, die auf Tunnel-Arbeiten oder ähnliches hingewiesen hätten (bspw. Transport von Gerätschaften oder dergleichen, die nichts mit medizinischer Versorgung zu tun gehabt hätten oder Menschen, die weder Patienten, Ärzte oder Pflegepersonal hätten sein können).
Zunächst herrschte eisiges Schweigen, jedenfalls kam es mir so vor, als hätte ich mit meiner Frage etwas Ungebührliches gesagt, was die Anwesenden zutiefst erschüttert, geschockt hatte. Offensichtlich hatte ich die angenehme Harmonie im Saal mit einem Schlag zerstört. Aber weil alle offenbar sehr gut erzogen waren, wurde ich von der honorigen Gemeinschaft zumindest nicht abgestraft durch Beschimpfungen oder aggressive Retourkutschen.
(Fortsetzung folgt)
@ Lothar
(Fortsetzung)
Als sich die Referentin gefasst hatte, verneinte sie meine Frage unsicher und vage, sie habe nie irgendetwas mitbekommen, was auf Aktivitäten der Hamas im KH oder seinem Umfeld hätte hindeuten können. Ich verzichtete auf Nachfragen, auch weil ich merkte, wie unglaubwürdig ihre Aussage auf jeden klardenkenden Anwesenden wirken musste.
Danach wurden noch viele andere Fragen aus dem Publikum gestellt und beantwortet. Alle ohne irgendeinen Bezug zu der von mir in meiner Frage aufgeworfenen Thematik. Die Problematik „Hamas und ihr terroristischer Missbrauch von KH und ähnlichen zivilen Einrichtungen“ wurde von dieser gutbürgerlichen Gemeinschaft schlichtweg ignoriert, totgeschwiegen. Sie wollten sich ihren schönen Abend offenbar nicht durch eine anstrengende Auseinandersetzung mit diesem von mir angesprochenen Thema verderben, sondern sich für ihr ehrenhaftes Mäzenatentum feiern lassen.
Kann man ihnen diesen Wunsch verübeln? Ich meine, ja! Denn Wegschauen im Angesicht von Unrecht und Missbrauch bedeutet Billigung desselben. Man macht sich zum Mittäter.
Ob sie wohl wenigstens im Nachgang erkannt haben, dass sie sich mit diesem Verhalten einreihten in die Riege der schweigenden Mitschuldigen während des Dritten Reichs, die durch ihre Untätigkeit, mangelnde Widerstandbereitschaft, Gleichgültigkeit, ihr beharrliches Wegsehen etc. den Fortbestand dieses Unrechtsregimes ermöglichten? Ich kann es nur hoffen.
@Caja
Ich meine, du hättest das irgendwann schon einmal nach dem 7.10. geschrieben, es kommt mir zumindest bekannt vor? Und ja, natürlich macht man sich mit Schweigen mitschuldig. Und Schweigen führt zu Falschheit. Ganz ehrlich glaube ich nicht, dass diese Ärztin nichts von Hamas-Aktivitäten mitbekommen hat in Gaza. Aber ihr Konterfei lag darin, sich selbst und die Arbeit, für die ich sie wirklich anerkennend lobe, in den Vordergrund zu stellen. Leider hast du ihre „Präsentation“ mit unbequemer Frage gestört. Ich hingegen bin dir dankbar, dass du es gewagt hast.🫂
Lg Ella
@ Ella
Ja, genau. Ich hatte das damalige Szenario schon einmal geschildert im Zusammenhang mit einem anderen Artikel über ÄoG.
Und ich weiß auch, dass es bei dieser Organisation hoch anständige und sehr engagierte Mitarbeiter gibt, denen ich für ihr Tätigsein sehr dankbar bin.
Aber Wegschauen oder Leugnung der Wahrheit im Angesicht des Tatsächlichen verabscheue ich, egal von welcher Seite oder aus welcher Gruppierung auch immer.
Danke für dein Verständnis!
Selbst wenn Ihre eingeworfene Frage
nur etwas Unruhe in die andächtige Selbstbeweihräucherung gebracht hat, würde ich es schon als Erfolg angesehen haben, wenn nur einige oder auch nur ein einziger der anwesenden Zuhörer begonnen hätte, intensiver über das von Ihnen Eingeworfene nachzudenken.
SHALOM
Caja,
Danke für Deinen persönlichen Bericht. Da hast Du ja schön ins Fettnäpfchen getreten. Es war klug von Dir, nicht weiter nachzusetzen.
Es dürfte so sein, dass die Referentin und die meisten Teilnehmer sich nicht in den Medienbereich einmischen wollten. Vermutlich gibt es dahingehend vertragliche Vereinbarungen.
Man muss dann seinem Arbeitgeber gegenüber loyal sein, so wie in anderen Unternehmen auch, wo auch ein rauer Ton herrschen kann.
Würde man aus der Reihe schießen, dürfte es Konsequenzen haben. Auch flache, interdisziplinäre Strukturen könnten dann greifen und/oder ein Weiterleiten an höhere Stelle bedeuten.
Das eisige Schweigen kann genau darauf hindeuten, hinzukommend die Angst, da könne noch mehr nachgebohrt werden, was deutlich den übergeordneten Medienbereich tangieren dürfte.
Daher denke ich, das Problem der politischen, gegen Israel gerichteten Medienarbeit ist primär einer politischen Unterwanderung in die höheren Führungsebenen geschuldet.
Jedenfalls empfinde ich es als unverantwortlich und moralisch absolut verwerflich, sich so einseitig und unter Heranziehung unwahrer Behauptungen gegen Israel zu stellen. Das hat breite Signalwirkung und vereinnahmt außerdem die ehrlichen Ärzte, die einfach nur helfen wollen.
@ Caja
Fettnäpfchen war eigentlich nicht der richtige Ausdruck von mir. Da gerät man ja eher zufällig rein.
Also hier ein „gewolltes“ Hineintreten.
Dass Du die Referentin anschließend geschont hast, spricht für „soziale Kompetenz“ Deinerseits.
Ich hätte das Ganze gerne miterlebt. Ich „weiß“ allerdings nicht immer, ab wann man besser den Schnabel halten sollte.
Liebe Redaktion, ich schrieb: „Ja, es ist eine Schande, diese einseitige Berichterstattung! Wir haben allen Grund uns kräftig darüber aufzuregen und zu schimpfen – nur verändert sich dadurch etwas? NEIN!
Viel trauriger finde ich jedoch, dass der allmächtige Gott hier keine Erwähnung finden darf, dem überhaupt nichts auf dieser Welt, und mit Sicherheit nicht bei seinem Eigentumsvolk, – durch „die Lappen“ geht.
Diese Wahrheit immer wieder zu ignorieren, ist sehr schmerzhaft, auch für den liebenden Gott – der sein Liebstes für alle Menschen gegeben hat.
Lieber Gruß Martin
Ja, liebe Untertan, wenn der liebe Gott leidet, ist für uns strenge Katholiken besorgniserregend. Wir werden unseren Bischof um Rat bitten. Er weiß auf alles eine Antwort.
… wir müssen ja doch die Finger in die Wunde legen, ungeachtet einer möglichen Änderung. Letztlich kann nur Gott verändern. Feindliche Haltung gegenüber Israel kann auch (!) in einem Missverhältnis zu Gott begründet sein.
Lothar, „feindliche Haltung“ gegenüber Israel ist immer !!! Feindschaft gegen Gott selbst. Jemand, der eine innige Gottesbeziehung pflegt !!! wird niemals !!! ein Feind Israels sein. Gottes Wort muss gelebt werden !
Marita, selbstverständlich. Sehe ich auch so.
Ich meinte hier, dass Feindschaft gegenüber Gott sozusagen die Initialzündung für eine Feindschaft auch gegenüber Israel sein kann, da Israel wegen seiner Geschichte mit Gott in Verbindung steht und gebracht wird.
Gleiches sehen wir ja auch bei den Christenverfolgungen
(„Haben sie mich verfolgt, werden sie auch euch verfolgen“ Joh. 15,20).
„Das zeigt ein kürzlich erschienener Bericht der ISRAELISCHEN Organisation „NGO Monitor““
Danke, aber nein Danke.
Ist wie wenn die israelische Armee, israelische Angriffe untersucht, bei der unschuldige getötet wurden.
@Blub
War klar, dass Sie eine Organisation, die faktenbasiert und unabhängig arbeitet, nicht akzeptieren. Im Gegensatz zu Ihnen führt Monitor konkrete Beispiele auf von MSF-Mitarbeitern, die in terroristische Aktivitäten verwickelt gewesen sind, z.B. Fadi Al-Wadiya. Außerdem kritisiert Monitor, dass MSF mit dem von Hamas-Terroristen geführten Gesundheitsministerium in Gaza zusammenarbeitet und deren Zahlengenauigkeit kennen wir zur Genüge!
Zudem bemängelt Monitor die fehlende Überprüfung der lokalen Mitarbeiter im Gazastreifen. Was ist daran falsch? Diese wäre wichtig, denn dann könnten sich Terroristen nicht hinter UNRWA und Co ungeniert verstecken.
MONITOR berichtet weder einseitig noch anti-oder pro-israelisch. Im Gegensatz zu Ärzte ohne Grenzen berichten sie neutral und stets mit dem Hinweis, wie wichtig internationale Hilfe ist.
Was sie behaupten zu sein: Ein unabhängiges institut für Transparenz und Rechenschaftspflicht von NGOs vor allem im Kontext des arabischisraelischen Konflikts.
Was sie tatsächlich sind: rechte Organisation, die aus einer pro israelisch Perspektive über internationale NGO Aktivitäten berichtet. Kritiker darunter B’Tselem bezeichnen sie als „israelische Regierungsapologeten die sich als objektiver Watchdog tarnen.“
Mir wird echt übel was ihr verbreitet wird. Andere Propaganda-Parallelen, die schärfer treffen:
McCarthyismus
Wer Israel kritisiert wird als Sympathisant, Unterstützer, Komplize abgestempelt. Kein Beweis nötig. Die Beschuldigung reicht.
Sowjetische Desinformation Menschenrechtsorganisationen als Staatsfeinde, als westliche Agenten, als destabilisierende Kräfte rahmen. Nicht widerlegen delegitimieren.
ApartheidSüdafrika Auch dort gab es gut finanzierte „Research Institutes“, die Anti-ApartheidNGO als komunistisch, terornahe oder auslandsgesteuert darstellten
Kriegsverbrechen dokumentiert wird von Monitor als antisemitisch eingestuft. Wer Opfer zählt, delegitimiert. Wer Völkerrecht zitiert, betreibt „Lawfare.“ Kein inhaltliches Gegenargument. Keine Widerlegte Fakten. Nur Etikett und die Aufmerksamkeit verschiebt sich.
McCarthyismus funktionierte genauso: den 1950 genügte in den USA der Vorwurf der Kommunistenähe, um Karrieren zu zerstören. Beweise waren zweitrangig. Die Beschuldigung selbst war die Waffe. NGO Monitor hat dieses Prinzip ins 21. Jahrhundert übertragen mit professioneller Website, Beiräten aus Harvard und der CIA, UN-Beraterstatus als Fassade.
Ich finde es einfach traurig, dass „Ärzte ohne Grenzen“ so geworden sind. Denn schließlich haben diese vom Namen her andere Aufgaben als eine politische Figur der Hamas zu sein.
Es ist einfach nur traurig, alle Israel-Freunde müssen die Wahrheit der Verbrechen der Hamas benennen.
Die Hamas hat eine arabische Übersetzung von „Hitler mein Kampf“, die Hamas hat von langer Hand geplant, diese Welt Israel-feindlich zu machen, und Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen werden instrumentalisiert für den Kampf der Hamas gegen das Judentum.
Der Artikel versucht weniger, sich mit der humanitären Lage im Gazastreifen auseinanderzusetzen, sondern eher, Ärzte ohne Grenzen politisch zu diskreditieren. Dieses Muster sieht man häufig: Sobald internationale Organisationen ziviles Leid dokumentieren oder Kritik an israelischem Vorgehen äußern, wird ihnen „Einseitigkeit“ vorgeworfen selbst wenn ihre Aussagen auf medizinischen Berichten, Augenzeugen und humanitären Standards beruhen.
Ärzte ohne Grenzen Deutschlandarbeitet weltweit in Kriegs und Krisengebieten und hat ebenso russische Angriffe, syrische Kriegsverbrechen sowie Gewalt bewaffneter Gruppen kritisiert. Der Vorwurf der „Einseitigkeit“ wirkt deshalb eher wie der Versuch, jede öffentliche Kritik an israelischer Kriegsführung pauschal als voreingenommen darzustellen.
Besonders problematisch ist, dass der Artikel kaum auf die eigentlichen Inhalte eingeht:
zerstörte Krankenhäuser
überlastete medizinische Infrastruktur
zivile Opfer
humanitäre Blockaden
Stattdessen wird die Glaubwürdigkeit der Organisation angegriffen. Dadurch verschiebt sich die Debatte weg von der humanitären Realität hin zu einer politischen Loyalitätsfrage: Wer ziviles Leid dokumentiert, gilt plötzlich als „gegen Israel“.
Kritik an Militäraktionen ist jedoch nicht automatisch Feindseligkeit gegen einen Staat oder seine Bevölkerung. Humanitäre Organisationen haben die Aufgabe, mögliche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht öffentlich zu benennen unabhängig davon, wer dafür verantwortlich ist.
MfG
@Ibo
Bewußte Falschaussagen und Genozidunterstellung durch „Ärzte ohne Grenzen“ geht gar nicht. Das geht über sachliche Kritik weit hinaus und schadet der Organisation, dem eigentlichen Zweck des Helfens, vereinnahmt die Ärzte und führt zu weiterer Eskalation in der Debatte.
Ärzte sollen heilen und nicht noch Öl ins Feuer gießen.
@Lothar
Hier muss ich klar widersprechen.
Du wirfst Ärzte ohne Grenzen bewusste Falschaussagen vor. Das ist ungerecht. Katzer erklärte ausdrücklich: „Wir verwenden den Begriff Genozid nicht leichtfertig. Seit zwei Jahren dokumentieren wir Massentote, systematische Zerstörung, wiederholte Vertreibung und den Zusammenbruch des Gesundheitssystems. Wir sehen die Absicht, die palästinensische Bevölkerung zu verdrängen.“
Auch ich persönlich benenne es als Genozid.
Schweigen ist selbst eine politische Entscheidung. Wer Kinder operiert, die gezielt beschossen wurden, wer sieht wie Hunger als Waffe eingesetzt wird, der hat nicht nur das Recht zu sprechen. Er hat die Pflicht.
Was mich am meisten stört: Deine Argumentation schützt eine Regierung, die sich längst aus dem Kreis demokratischer Staaten verabschiedet hat. Eine Demokratie bombardiert keine Krankenhäuser. Eine Demokratie setzt keinen Hunger als Kriegswaffe ein. Eine Demokratie ignoriert keine IGH-Urteile. Israel tut all das, mit deutschen Waffen, unter einem Demokratie Label, das nicht mehr verdient ist.
Die Frage ist nicht, ob ÄoG das sagen darf. Die Frage ist: Warum sagen es so wenige andere?
MfG Ibo
@Ibo
Vielleicht lesen Sie sich einmal alle Kommentare sorgfältig durch. Derzeit sehe ich hier 25 (fünfundzwanzig). Etwa 20 davon sehen das mediale Auftreten von „Ärzte ohne Grenzen“ kritisch. Ich erhebe hier keinen Alleinstellungsanspruch. Die Analysen im Artikel beweisen, dass gelogen wurde.
Wenn Sie diese Aussagen widerlegen können, tun Sie das hier bitte explizit.
Weder „Ärzte ohne Grenzen“ noch „Reporter ohne Grenzen“ noch „Amnesty International“ haben hier eine berechtigte Deutungshoheit. Und auch Sie sollten wissen, dass zwischen Meinung und Fakten zu unterscheiden ist. Dass es sich um einen Genozid handelt oder Israel den Gaza-Krieg begonnen hat, ist „Meinung“. Nur weil die humanitäre Katastrophe im Gazastreifen für jeden human denkenden Menschen eine Provokation ist, werden Behauptungen nicht zu bewiesenen Fakten, und schon gar nicht, wenn Falschaussagen hinzugemischt wurden. Wikipedia mußte bereits dahingehend zurückrudern, dass ein Genozid Fakt ist, sondern dass es sich um Genozidvorwurf handelt und der Vorwurf umstrittenen ist.
@Igo
Und vielleicht könnten Sie noch erläutern, um welche IGH-Urteile es sich handeln soll,
zumal Sie Israel die Demokratie absprechen?
Nach meinem Kenntnisstand sind das keine Urteile, sondern es handelt sich um Aufforderungen und Gutachten.
@Lothar
Der IGH hat dabei festgestellt, dass die von Südafrika geltend gemachten Rechte aus der Genozidkonvention „plausibel“ seien und deshalb Schutzmaßnahmen notwendig seien. Das ist juristisch etwas völlig anderes als eine Feststellung, das tatsächlich ein Genozid bewiesen wurde.
Zu Ihrer Frage:
„Anzeichen“ für mögliche Kriegsverbrechen oder einen möglichen Genozid sehen verschiedene UN-Organe, Menschenrechtsorganisationen und Juristen durchaus etwa wegen:
sehr hoher ziviler Opferzahlen,
großflächiger Zerstörung,
Blockaden von Hilfslieferungen,
einzelner Aussagen israelischer Politiker oder Militärs,
sowie der humanitären Lage in Gaza.
Juristisch wäre deshalb derzeit korrekt formuliert:
Es gibt schwere Vorwürfe und laufende Verfahren.
Es gibt bislang keine rechtskräftige Feststellung eines Genozids durch den IGH.
Ob Kriegsverbrechen oder gar Genozid vorliegen, ist weiterhin Gegenstand internationaler Verfahren und Untersuchungen.
MfG Ibo
@Ibo
Und warum sprechen Sie dann fälschlicherweise von IGH-Urteilen? Ein Urteil liegt definitiv nicht vor. Das kann noch Jahre dauern, sofern es überhaupt dazu kommt und die Verfahren dann nicht eingestellt werden.
Warum also tun Sie das?
Zur Erinnerung hier Ihr Zitat von oben
(8.5.26 13:42 Uhr):
„Eine Demokratie ignoriert keine IGH-Urteile. Israel tut all das, …“
Ich verwahre mich hier gegen jegliche Form der Falschdarstellung.
In diesem Forum sind die meisten Beiträge das, was sie sind: Meinungen. Und ja, ich nenne israelische Kriegsverbrechen Kriegsverbrechen mit oder ohne IGH-Urteil.
Wer ein Urteil als Voraussetzung für moralische Klarheit verlangt, sollte sich fragen: Brauchte die Welt 1945 erst Nürnberg, um zu wissen, was in Auschwitz geschah?
Nein. Das wusste man vorher. Das Urteil kam danach.
Wer heute sagt „warten wir auf das IGH-Urteil“, betreibt keine Rechtstreue er betreibt Zeitgewinn. Während Kinder verhungern. Während Krankenhäuser bombardiert werden. Während Hilfskonvois blockiert werden.
Der Verweis auf fehlende Urteile ist kein juristisches Argument. Es ist ein moralisches Ablenkungsmanöver.
Die Geschichte hat für solche Manöver einen Namen: Wegsehen mit Begründung.
Und zur direkten Antwort:
Nein ein rechtskräftiges Urteil gegen Israel existiert nicht. Aber es existieren Tausende Zeugen. Satellitenbilder. Videoaufnahmen. UN-Berichte. Leichenberge.
Wer das alles gesehen hat und trotzdem sagt „ich brauche erst ein Urteil“ der braucht kein Urteil. Der braucht einen Spiegel.
Sie werden wahrscheinlich nichts sehen weil sie total verblendet sind.
MfG Ibo
Einseitigkeit gegen Israel / Genozid-Kampagne
Teil 1
Das Bild, das im Gaza-Krieg entstand, belastete Israel aus emotionaler Sicht von außerhalb ganz enorm. Das darf jedoch nicht zu einer Vorveruteilung durch entsprechende NGOs („Ärzte ohne Grenzen“…) führen. Hierdurch wurde die Stimmung unnötig angeheizt und Antisemitismus gefördert.
Hierzu gehörte natürlich ein ganzes „Konzert von Anklägern“, was die Situation nicht besser, nicht gerechter machte. Ich habe keinerlei Zweifel, dass die wahrgenommene und erlebte Situation im Gaza-Krieg für unschuldig Betroffene eine Katastrophe war.
Umso wichtiger sind korrekte Berichterstattungen. Dass von seriösen Mitarbeitern von „Ärzte ohne Grenzen“ ein Genozidvorwurf erhoben wurde, glaube ich noch nicht einmal. Ich denke, dass darauf erst in den Führungsebenen und im Medienbereich fokussiert wurde.
Ich würde immer noch gerne wissen, welche von „NGO Monitor“ nachgewiesenen Falschaussagen unzutreffend gewesen sein sollen. Dann möchte ich das explizit gerne nachprüfen. Ansonsten bewegen wir uns weiter im Bereich von Spekulationen.
Israel wies die Genozidvorwürfe entschieden zurück, bezeichnete sie als verleumderisch und argumentierte, sich gegen die Hamas und nicht gegen die palästinensische Bevölkerung zu verteidigen. Weiter wurde betont, die Handlungen seien militärisch notwendig gewesen, um die Hamas (als kriegsbeginnende Partei) zu zerschlagen, und dass Maßnahmen ergriffen wurden, um zivile Schäden zu minimieren, auch wenn dies aufgrund der Taktik der Hamas (Kämpfer in Wohngebieten) schwierig gewesen sei.
Einseitigkeit gegen Israel / Genozid-Kampagne
Teil 2
Die zuvor geschilderte Einschätzung durch Israel hört sich für mich sehr plausibel an.
Für mich persönlich ist ganz klar:
Es war kein Genozid und Isreal hat den Krieg auch nicht begonnen, wie das gern andererseits immer wieder behauptet wird („Reporter ohne Grenzen“… ).
Das ist zwar auch nur „Meinung“, aber nicht nur „meine“.
Die Argumente dafür sind m. E. jedenfalls sehr nachvollziehbar. Das wurde hier immer wieder gezeigt. Anschließend leider Stille im Forum.
Hauptargumente, dass es kein Genozid war und die Behauptung geradezu grotesk und verleumderisch ist, sind aus meiner Sicht folgende (abgekürzte Form):
1) IDF ging nach dem Angriffskrieg der Hamas erst in den Gazastreifen rein, nachdem erkennbar war, dass die Geiseln nicht freigegeben werden
=> Israels Recht, kein Genozid.
2) IDF ging zuerst in den riskanten Häuserkampf, um Terroristen gezielt auszuschalten und opferte dabei viele seiner eigenen Soldaten.
=> Wer einen Genozid verüben will, geht nicht in den Häuserkampf, sondern bombardiert direkt flächig, kein Genozid.
3) Nachdem Hamas sich nicht ergab und auch nicht alle Geiseln freigelassen wurden, kam es verstärkt zu unterstützenden Angriffen aus der Luft, um die Bodentruppen zu schützen und zu unterstützen.
=> Israels Recht, Die Angriffe galten der Hamas, nicht der Zivilbevölkerung,
kein Genozid.
4) Den palästinsischen Zivilisten wurden Fluchtwege eingeräumt. Flugzettel wurden abgeworfen. Hamas hat Palästinenser an der Flucht gehindert.
=> kein Genozid durch Israel.
Einseitigkeit gegen Israel / Genozid-Kampagne
Teil 3
5) Wegen weiterer Verhärtung der Hamas und der ins Stocken geratenen Freilassung von Geiseln kam es zu vorübergehenden Einschränkungen von Hilfslieferungen, also zeitlich begrenzt.
Ziel war Druckausübung, um per anschließender Verhandlungen wieder ein paar Geiseln freizukriegen.
Um einen Genozid zu verüben hätte man alle Lieferungen dauerhaft blockiert.
=> Hungermangel und Chaos, aber keine Hungersnot, kein Genozid.
6) Richtig ist, dass die Zivilbevölkerung in großen Scharen hin und her mußten. Das war bedrückend und warf ein schlechtes Bild auf Israel, geschah aber, um die Zivilbevölkerung zu deren Schutz den umkämpften Bereichen fernzuhalten.
=> Wer einen Genozid verüben will, macht sich die Mühe nicht, sondern nimmt den Tod weiterer Zivilisten in Kauf. Israel hat insgesamt versucht, zivile Opfer so gut es ging zu vermeiden. Kein Genozid
7) Die Aussagen bestimmter israelischer Politiker waren kontraproduktiv und wurden als Genozidabsicht gedeutet. Israel befand sich im Krieg.
Die Hamas hat Geiseln gequält, gefoltert, sexuell missbraucht, erniedrigt und ermordet. Was am Tag des 7. Oktober 2023 mit Israelis geschah, das können sie sich in Videos ansehen.
=> Unter all diesen Gesichtspunkten ist es nachvollziehbar, dass Emotionen hochkochten. Daraus dann Genozidabsichten abzuleiten, ist m. E. zynisch, kein Genozid.
Teil 1
NGO Monitor das klingt nach unabhängiger Kontrolle. Es ist eine israelnahe Lobbyorganisation mit Sitz in Jerusalem, finanziert u.a. durch Geber, die gleichzeitig die israelische Regierungspolitik unterstützen. Wer NGO Monitor als neutrale Quelle zitiert, zitiert eine Partei im eigenen Verfahren als Richter.
Zum Genozidvorwurf: Es braucht kein IGH-Urteil, um Fakten zu benennen. Über 50.000 Tote. Über 90 % der Bevölkerung vertrieben. Systematische Zerstörung von Krankenhäusern, Wasserversorgung, Mehllagern. Das sind keine NGO-Meinungen das sind UN-Dokumentationen, Satellitenbilder, Aussagen von vor Ort tätigen Ärzten.
Zur Hamas-Taktik als Erklärung: Sie erklärt einzelne Vorfälle. Sie erklärt nicht die flächendeckende Zerstörung des gesamten Gazastreifens. Sie erklärt nicht, warum Hilfskonvois blockiert wurden. Sie erklärt nicht den Hungereinsatz als Kriegsmittel dokumentiert, nicht behauptet.
Und zum Antisemitismus-Vorwurf als Abwehrmittel: Kriegsverbrechen zu benennen ist kein Antisemitismus. Diese Gleichsetzung ist selbst eine Form der Instrumentalisierung sie schützt keine Juden, sie schützt eine Regierung vor Kritik.
Die „emotionale Belastung von außen“ hat einen anderen Namen: Zeugenschaft.
MfG Ibo
Diese vier Punkte klingen strukturiert. Sie sind es auch als Apologetik für Massenmord.
Wer 2026, nach 50.000 Toten, mit Flugzetteln argumentiert, hat entweder die letzten 18 Monate nicht verfolgt oder er hat sie sehr wohl verfolgt und hat sich bewusst für die Seite der Verharmlosung entschieden.
Zu Punkt 1:
„Israels Recht“ ja. Und Artikel 33 der Vierten Genfer Konvention ist ebenfalls Recht. Kollektive Bestrafung ist verboten. Kein Recht der Welt erlaubt, eine Zivilbevölkerung auszuhungern. Wer das „plausibel“ findet, hat ein Problem mit Grundlagen des Humanitären Völkerrechts nicht mit der Gegenseite.
Zu Punkt 2:
„Wer Genozid will, geht nicht in den Häuserkampf.“ Doch. Er tut auch das. Und er bombardiert parallel Krankenhäuser, blockiert Mehl und Medikamente, und nennt es danach „militärische Notwendigkeit.“ Die Geschichte kennt dieses Muster. Wer es nicht erkennt, will es nicht erkennen.
Zu Punkt 3:
70 % zivile Opfer laut UN. Wer bei dieser Zahl noch schreibt „die Angriffe galten der Hamas“ der wiederholt israelische Pressemitteilungen. Das ist keine Analyse. Das ist Sprachrohr.
Zu Punkt 4:
Flugzettel. Auf Menschen ohne Auto. Ohne Treibstoff. Ohne Straßen. In einem Gebiet halb so groß wie Hamburg. Und danach wurden die „sicheren Zonen“ ebenfalls bombardiert.
Wer das als Entlastungsbeweis präsentiert, verhöhnt die Opfer ein zweites Mal.
„Stille im Forum danach“ ja. Manchmal ist Stille keine Zustimmung.
Manchmal ist sie Fassungslosigkeit
MfG Ibo
Genau das ist das Argument. Wortwörtlich.
„Wir haben sie nur umgesiedelt.“
Das ist nicht meine Erfindung das ist die offizielle türkische Staatsposition seit über 100 Jahren. Und es ist exakt dasselbe Argumentationsmuster, das Sie gerade vermutlich unbeabsichtigt für Israel übernommen haben.
Die Deutschen haben die Juden auch nicht „direkt getötet.“ Sie haben sie erst registriert. Dann markiert. Dann umgesiedelt. In Lager. Ohne Rückkehrmöglichkeit. Ohne Versorgung. Mit dem bekannten Ergebnis.
Der Genozid liegt nicht immer im letzten Schritt. Er liegt in der Gesamtkonstruktion: Wer Menschen in unwirtliche Gebiete treibt, ihnen Wasser, Nahrung und Schutz entzieht und das Ergebnis dann als „nicht beabsichtigt“ deklariert
der beschreibt einen Genozid. Er nennt ihn nur anders.
Das gilt für die Aramäer. Das gilt für die Armenier. Das gilt für Rafah.
Wer bei der Türkei „Umsiedlung“ als Entlastung nicht akzeptiert und das zu Recht der darf dieselbe Logik nicht für Israel gelten lassen.
Oder er muss erklären, warum das eine Verbrechen war und das andere nicht.
Ich warte.
MfG Ibo
@ibo
Dass Sie hier den systematischen Völkermord an den Aramäern mit etwa 750000, an den Armeniern mit etwa 1,5 Millionen und Auschwitz (… 6 Millionen ermordete Juden) mit dem Gaza-Krieg in Verbindung bringen, ist an Perversion nicht zu überbieten.
Sie sollten sich schämen.
Damit Sie nicht sagen, ich hätte das erfunden, kopiere ich Ihnen auszugweise einen Bericht der Tagesschau 24 hinein.
Die Vereinten Nationen sprachen von „Hunderttausenden“ Palästinensern, die seinerzeit in den Norden des Gazastreifens zurückgekehrt waren.
Dann zeigen Sie mir bitte, wo die zuvor gekennzeichnet, umgebracht und in Massengräbern verscharrt wurden.
Auszug:
(tagesschau 24
Stand: 27.01.2025 • 21:59 Uhr)
„Waffenruhe im Gazastreifen.
Zehntausende Palästinenser kehren nach Nord-Gaza zurück.
Es sind Szenen der Freude: Zehntausende Palästinenser haben sich auf den Weg in ihre Heimatorte im Norden des Gazastreifens gemacht. In die Erleichterung mischt sich aber auch Angst, denn die Zukunft des Gazastreifens bleibt ungewiss.
Zehntausende Palästinenser haben sich auf dem Weg zurück in den Norden des Gazastreifens gemacht. Unzählige Familien schleppten so viele Habseligkeiten wie möglich zu Fuß über eine Küstenstraße, um in ihre Heimatorte zurückzukehren.
Zuvor hatte das israelische Militär am Morgen den sogenannten Netzarim-Korridor geöffnet. Er trennt den Süden des Gazastreifens vom Norden und war monatelang geschlossen. Den in den Süden geflüchteten Palästinensern war es nicht möglich, in ihre Häuser und Wohnungen – oder was davon übriggeblieben ist – zurückzukehren.“
@ibo
(Fortsetzung zum Bericht von tagesschau 24 27.01.25)
„Reporter der Nachrichtenagentur AP berichteten, dass kurz nach 7 Uhr Ortszeit die ersten Palästinenser den vom israelischen Militär angelegten Netzarim-Korridor passierten. Die Menschen, die zu Fuß unterwegs waren, wurden vom israelischen Militär nicht durchsucht. Ein Kontrollposten für Fahrzeuge wurde später ebenfalls geöffnet. Dort bildete sich ein mehrere Kilometer langer Stau.
Ein Vertreter der Terrororganisation Hamas sagte der Nachrichtenagentur AFP, in den ersten zwei Stunden seien „mehr als 200.000 Vertriebene“ in die Regionen Gaza und Nord-Gaza zurückgekehrt. Am Abend meldete die Hamas, dass rund 300.000 Menschen in dem Gebiet eingetroffen sein sollen. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Die Vereinten Nationen sprachen auf der Plattform X von „Hunderttausenden“, die in den Norden des Gazastreifens zurückkehrten. …“.
Bei diesen Ihren unerträglichen Vergleichen (Völkermord an Aramäern, Völkermord an Armeniern, Massenmord an Juden in Nazi-Deutschland) mit dem Gaza-Krieg scheint mir eine weiterführende Diskussion mit Ihnen sinnlos und abstoßend.