LOS ANGELES (inn) – Mehrere Hollywood-Schauspieler haben sich der Forderung nach einer Freilassung des palästinensischen Terroristen Marwan Barghuti angeschlossen. Das gab die Kampagne „Free Marwan“ am Freitag auf Instagram bekannt. Die 20 Neu-Unterzeichner wirkten in den Superhelden-Filmen des Marvel-Universums mit. Zu ihnen gehört auch der deutsche Schauspieler Daniel Brühl.
In ihrer Erklärung wirft die Gruppe Israel vor, Barghuti zu misshandeln und ihm seine Rechte als Insasse zu verwehren. Die Aktivisten rufen die Vereinten Nationen und Regierungen dazu auf, die Freilassung des 67-Jährigen aktiv anzustreben.
Vorwurf der Misshandlung
Neben Brühl gehören zu den Unterzeichnern Cate Blanchett, Benedikt Cumberbatch, Mark Ruffalo und Tilda Swinton. Sie schließen sich damit der Forderung von dutzenden Prominenten an, die Ende November gestartete Kampagne zu unterstützten. Zu den ersten Unterzeichnern gehörte unter anderem die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller.
Die Aktivisten beklagen, die Gefängnisstrafe Barghutis sei nicht rechtmäßig. Der Prozess gegen ihn habe vor einem Gericht stattgefunden, das dieser nicht anerkannt habe. Trotz seiner Haft sei er bei den Palästinensern eine beliebte Führungsfigur. Barghuti sei „ein kraftvolles Symbol der Einheit und langjähriger Anwalt für Freiheit und Würde des palästinensischen Volkes“.
Palästinensischer Terrorfürst
Barghuti war einer der Anführer der „Zweiten Intifada“. In diesem Terrorkrieg gegen Israel töteten Palästinenser mehr als 1.000 Israelis. Barghuti war Kommandeur der „Tanzim“. Dabei handelt es sich um den militärischen Flügel der Fatah-Partei des aktuellen Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas.
In seiner Rolle koordinierte Barghuti zahlreiche Terrorangriffe. Zudem verschaffte er Terroristen Geld als Belohnung für ihre Taten, so etwa den Lynchmördern, die am 12. Oktober 2000 die beiden israelischen Reservisten Vadim Norevitsch und Josef Avrahami ermordet hatten.
Im Jahr 2002 nahm die Armee Barghuti fest. Das Bezirksgericht Tel Aviv verurteilte ihn zwei Jahre später zu fünfmal lebenslänglicher Haft und zusätzlichen 40 Jahren. Barghuti erkannte das Gericht nicht an und nannte es ein „Gericht der Besatzung“.
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Barghuti als Favorit
Bei den Palästinensern wäre Barghuti der Favorit auf den Vorsitz der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Laut einer Umfrage des Palästinensischen Zentrums für Politikforschung (PSR) wollen ihn 34 Prozent der Befragten in diesem Amt sehen, gefolgt von einer Persönlichkeit aus dem Führungskreis der Terror-Organisation Hamas (17 Prozent) und Abbas (9 Prozent).
Für den 28. November sind Wahlen für das palästinensische Parlament angedacht. Das Datum für eine Wahl des PA-Vorsitzenden ist noch nicht festgelegt, soll aber laut einem Dekret von Abbas im ersten Quartal 2027 stattfinden. (df)
2 Kommentare
Wie jetzt? Hamas verliert die Unterstützung der Palästinenser und dafür wollen sie jetzt Barghouthi, der wegen 5fachen Mordes 5x lebenslänglich angeklagt ist, als Anführer? Also die Wähler und die Prominenten, die für ihn einstehen, unterstützen einen Mörder! Wie krass und krank ist das denn? Damit lässt sich bestimmt super Frieden erreichen! 😉 Somit ist seine Haft ein politisches Mythos geworden. Auch Abbas unterstützt die Mörder mit seinen Zahlungen an deren Familien. Diese Wahlen im November, so sie denn stattfinden, sind eine Farce. Man will die Waffen nicht abgeben und würde gerne einen Terroristen oder anders gesagt einen Widerstandshelden als Präsidenten wählen. Dann kann man gleich Abbas und die Hamas behalten. Unfassbar.🙈
Hollywood for terrorism !