KI-gestützte Cyberabwehr in Israel entwickelt

Die Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz führen zu immer effizienteren Hackerangriffen. Microsoft hat einen neuen Schutz gegen Cyberangriffe vorgestellt. Er wurde maßgeblich in Israel mitentwickelt.
Von Jörn Schumacher

Künstliche Intelligenz (KI) und deren immer einfachere Bedienung bringen eine neue Generation von Cyberbedrohungen mit sich. Angreifer werden dank KI immer leistungsfähiger, weshalb auch die Cyberabwehr immer leistungsfähiger werden muss. Die Experten für die Abwehr greifen dabei selbst ihrerseits verstärkt auf KI-Systeme zurück. Der Softwareriese Microsoft hat am Montag eine Plattform für Cybersicherheit vorgestellt, die maßgeblich von dessen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Israel mit entwickelt wurde.

Die israelischen Softwareingenieure entwickelten unter anderem MDASH (Multi-Model Agentic Scanning Harness), ein KI-gestütztes System für die Sicherheitsforschung, das Microsoft im Mai vorstellte. Die neue Plattform habe eigenen Sicherheitsteams bereits dabei geholfen, 16 neue Schwachstellen im Windows-Netzwerk- und Authentifizierungs-Stack zu identifizieren. Authentifizierungs-Stack ist eine Kombination aus Software, Protokollen und Überprüfungssystemen.

MDASH setzt nicht auf ein einzelnes Modell, sondern koordiniert mehr als 100 spezialisierte KI-Agenten. Diese analysieren Codes, prüfen Verdachtsfälle, gleichen Ergebnisse ab und versuchen, Schwachstellen zu identifizieren.

Am Montag stellte Microsoft „MAI-Cyber-1-Flash“ vor, das erste eigens für die Cybersicherheit entwickelte KI-Modell des Unternehmens vor. Es ist in MDASH integriert, gemeinsam brächten die beiden Systeme eine hohe Leistung, seien aber um die Hälfte günstiger. Die gebündelte Expertise biete einen großen Sicherheitsschutz und übertreffe bisherige KI-Systeme wie die von Anthropic, OpenAI und Google in der Bewertung von Sicherheitslücken, teilte der Konzern mit.

Hohe Erfolgsquote

Im Cybersicherheits-Testframework „CyberGym“ erzielte die Kombination aus MAI-Cyber-1-Flash, MDASH und GPT-5.4 laut Microsoft eine Erfolgsquote von rund 96 Prozent bei der Schwachstellenerkennung. Trainiert wurde Microsofts KI-Modell auch mit Daten von Cyberangriffen auf Nutzer von Windows, Outlook oder Azure, berichtet die „New York Times“.

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von Microsoft in Israel spielte bei dem Prozess eine zentrale Rolle. Nach Angaben des Konzerns wurde ein wesentlicher Teil der Funktionen, auf denen die neue Plattform basiert, in Israel entwickelt. Das Zentrum hat Büros in Herzlia, Haifa, Tel Aviv, Nazareth, Be’er Scheva und Jerusalem.

Israel beherbergt seit Jahren eines der weltweit größten Security-Ökosysteme. Microsoft betreibt dort etwa 40 spezialisierte Produktentwicklungsteams, wodurch ein Großteil der globalen Cyber-Abwehr-Tools des Konzerns aus israelischer Forschung stammt.

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2 Kommentare

  1. Es ist nur EINER, der den Sieg und die Feinde Israels besiegen wird, der allmächtige Gott.

    Wie herrlich zu wissen, dass der Eine Gott auch größer als KI ist!

    Lieber Gruß Martin

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