Fünf Tote bei Konfrontation zwischen Siedlern und Palästinensern

Bei einer Konfrontation zwischen Israelis und Palästinensern bei Nablus fallen tödliche Schüsse. Die Armee verhängt in der Folge eine Ausgangssperre für das Westjordanland.
Von Israelnetz
Rettungskräfte bringen einen Verletzten zum Abflug in ein Krankenhaus

NABLUS (inn) – Bei einem Streit zwischen Siedlern und Palästinensern in dem Dorf Tell bei Nablus ist es am Freitagmorgen zu tödlichen Schüssen gekommen. Dabei wurden ein Israeli und vier Palästinenser getötet sowie mehrere Beteiligte verwundet.

Die Armee sieht die Hauptverantwortung für den Vorfall bei einer Gruppe von Siedlern. Diese habe sich bei einer Wanderung ohne vorherige Abstimmung in die Zone A und B des Westjordanlandes begeben. Palästinenser hätten sie nahe einer Moschee konfrontiert.

Konfrontation eskaliert

Die Israelis gaben nach Erkenntnissen der Armee zunächst Schüsse in die Luft ab. Daraufhin sei die Bürgerwehr der nahe gelegenen Siedlung Chavat Gilad herbeigeeilt. Auch Armeekräfte kamen zum Ort des Geschehens, um die Menge zu zerstreuen.

In dem Chaos habe dann ein Palästinenser einem bewaffneten Zivilisten die Waffe entwendet und Schüsse abgegeben. Im Schusswechsel kam es zu den tödlichen Verletzungen, der israelische Befehlshaber tötete dabei den Angreifer.

Die Behörden gaben nach dem Vorfall die Identität des getöteten Israelis bekannt: Demnach handelt es sich um den 32-jährigen Benajahu Mellet. Er hinterlässt seine Frau Esther und zwei Töchter im Alter von 12 und 13 Jahren.

Armee kündigt Einsätze an

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu (Likud) hielt am Freitag eine Lageberatung ab, bei der unter anderen Verteidigungsminister Israel Katz (Likud) und Armeechef Ejal Samir zugegen waren. Die Sitzung war bereits am Donnerstag nach zwei Terroranschlägen angekündigt worden.

Die Armee verstärkte am Freitag ihre Präsenz in der Gegend und sagte den Wochenendurlaub für die Soldaten ab. Sie rechnet mit weiteren Gewaltausbrüchen. Zudem kündigte sie „ausgeweitete Einsätze gegen Terror“ an und verhängte für das Wochenende eine Ausgangsperre im Westjordanland.

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Bereits am Donnerstag war es zu zwei palästinensischen Terrorangriffen gekommen. Zwei Palästinenser fügten dem 51-jährigen Itamar Cohen bei einem Messerangriff nahe der Siedlung Elon More schwere Verletzungen zu. Cohen war gerade dabei, ein von Palästinensern gelegtes Feuer zu bekämpfen. Die Angreifer wurden getötet.

Wenig später verletzte im Großraum Dschenin ein Terrorist einen Armeeangehörigen mit einem Messer am Bein. Armeekräfte erschossen ihn daraufhin. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen Polizisten der Palästinensischen Autonomiebehörde handelte. (df)

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5 Kommentare

  1. Unsere Soldaten- Wochenendsperre wegen diesen Auseinandersetzungen. 5 Tote! Ich kann das Wort Siedler nicht mehr hören, obwohl es nur eine kleine Gruppe Radikale sind. Es reicht. Zäunt sie ein! Sie schaden ILs Ansehen.

  2. Aha, und die Namen der anderen Toten erfahren wir nicht. Wieder einmal eine sehr selektive Berichterstattung. Man fragt sich, was ein „bewaffneter Zivilist“ bei einer Wanderung in die Zone A oder B überhaupt zu suchen hat.

  3. „In dem Chaos habe dann ein Palästinenser einem bewaffneten Zivilisten die Waffe entwendet und Schüsse abgegeben.“

    Ein Siedler mit einer Waffe ist ein Zivilist?
    Da war es auch schon vorbei, mit dem restlichen Text.

    1. Ludopvico, Sie sind auch kein Zivilist. Auf meine Fragen haben Sie immer noch nicht geantwortet, Sobald ich eine unangenehme Frage stelle, ist es dann auch schon vorbei mit dem Text.

  4. Ich wünsche allen Beteiligten eine bessere Zeit. Der Einsatz der IDF ist die einzige Möglichkeit, Frieden wieder herzustellen. Die anderen IDF-Einsätze bleiben ja bestehen, es wird weiter viel Terror geben, und D.Trump ist ja auch kein Freund mehr, aber Adonai wird das alles neu richten für Sein Volk.

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