Israel beginnt mit Vorbereitungen für Taufjubiläum

Israels Außenminister Sa'ar rechnet zum Jubiläum von Jesu Taufe mit besonders vielen christlichen Pilgern. Deshalb beginnt er mit den Vorbereitungen für das Jahr 2030.
Von Israelnetz

JERUSALEM (inn) – Für 2030 erwartet Israel Millionen christliche Pilger, die das Heilige Land 2.000 Jahre nach Jesu Taufe besuchen wollen. Nun haben die Vorbereitungen für das Jubiläum begonnen.

Auf Anweisung von Außenminister Gideon Sa’ar (Neue Hoffnung) werde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, gab das Ministerium am Mittwoch bekannt. Den Vorsitz soll der Diplomat George Deek übernehmen. Der israelisch-arabische Christ ist seit April Sondergesandter für die christliche Welt.

Zu den Plänen gehört ein Dialog mit Kirchen, christlichen Gemeinden und religiösen Leitern weltweit. Zudem sollen mehrere Ministerien bei den nationalen Vorbereitungen zusammenarbeiten.

„Das Jahr 2030 wird ein einzigartiger Meilenstein in der christlichen Welt sein“, erklärte Sa’ar. „Unsere Beziehung mit der christlichen Welt zu stärken und sicherzustellen, dass das Heilige Land für Millionen Gläubige zugänglich bleibt, gehört zu Israels höchsten Prioritäten.“ Das Jahr 2030 werde „eine Gelegenheit für Christen aus aller Welt sein, ins Heilige Land zu kommen, mit den Wurzeln ihres Glaubens in Verbindung zu treten und den Ort zu erleben, wo die Geschichte des Christentums begann“.

Jordanien baut Taufstätte aus

Bereits Ende 2022 hatte Jordanien angekündigt, die Taufstätte am Ostufer des Jordan für das Jubiläum auszubauen. Dort solle ein biblisches Dorf entstehen, dessen Atmosphäre an die Jerusalemer Altstadt erinnere, hieß es. Ziel ist es, eine Million christliche Pilger anzuziehen.

Die Taufe markiert den Beginn des öffentliche Wirkens von Jesus, der wichtigsten Figur des Christentums. In diesem Zusammenhang findet sich die genaueste Zeitangabe der Evangelien: Lukas datiert das Auftreten von Johannes dem Täufer und damit auch von Jesus in das 15. Herrschaftsjahr des Kaisers Tiberius. Tiberius trat seine Alleinherrschaft im September des Jahres 14 an. Unter Berücksichtigung historischer Fragestellungen gehen Forscher davon aus, dass die Taufe spätestens im April 30 erfolgte. (eh)

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6 Kommentare

  1. Meilenstein in der christlichen Welt, liebe Leser, Gott sandte seinen Sohn zuerst für die Juden, bitte unterschlagt doch diese Wahrheit nicht.
    Lieber Gruß Martin

    1. @Untertan
      „Gott sandte seinen Sohn zuerst für die Juden“, aber dann auch für die Italiener, meint unser Bischof. Ohne das alte Rom hätten wir heute kein Christentum. Deshalb spielt Petrus, der Papst, Vertreter Christi auf Erden, eine große Rolle.

      1. Die kath. Kirche ist schon bei ihrer Gründung vom Weg abgekommen, hat sich heidnische Elemente einverleibt, spielt nur eine “ Pseudorolle“, völlig ohne Kraft!
        Lieber Gruß Martin

  2. Jeshua war Jude. Er lebte den Shabbat und predigte aus der Tora. Er war kein Christ. Die gab es noch nicht. Herodes regierte mit Götzen.
    Das NEUE Testament wurde ca. 50 bis 100 n.Jeshua geschrieben. Von Jeshua gibt es keine schriftlichen Nachweise. Und da fängt das Problem an. Bin gespannt, wie Rom sich verhält. Taufstelle Jordanien pro Araber und Pilgereinnahmen oder im Heiligen Land.
    Auf jeden Fall muss Isrsel für Sicherheit garantieren. Leo traue ich zu, dass er anreist.
    Ich achte Jeshua und Christen – als Jude. Was ich umgekehrt nicht immer behaupten kann.
    Isrselnetz und ICEJ sind eine Ausnahme. Dafür meinen Dank. Shalom

  3. Das „biblische Dorf“ , das die Jordanier errichten wollen, sieht für mich ziemlich nach Disneyland aus. Und nach ganz viel Heuchelei, wenn man so den Status christlicher Minderheiten in islamischen Ländern betrachtet.

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