USA greifen Ziele des iranischen Regimes an

Nach dem Beschuss dreier Handelsschiffe durch den Iran beschießen die USA Ziele des Regimes. Die Verhandlungen mit Teheran bezeichnet US-Präsident Trump als „Zeitverschwendung“.
Von Israelnetz
Ein amerikanischer Kampfjet auf dem Flugzeugträger Abraham Lincoln am 6. Juli im Arabischen Meer

ANKARA (inn) – Die USA haben in der Nacht zum Mittwoch in mehreren Wellen iranische Ziele angegriffen. Als Grund nannte das Militär den Beschuss von drei Handelsschiffen in der Straße von Hormus durch den Iran. „Die gezeigte Aggression des Iran war unberechtigt, gefährlich und eine klare Verletzung der Feuerpause“, erklärte das für die Region zuständige Zentralkommando.

Nach Angaben des US-Militärs nahmen die Streitkräfte bis zum frühen Mittwochmorgen mehr als 80 Ziele unter Beschuss, darunter Radaranlagen, Anlagen für Angriffe auf Schiffe sowie mehr als 60 Kleinboote der Revolutionsgarde. Das Militär sei zu weiteren Angriffen bereit, falls sich der Iran nicht an die Mitte Juni vereinbarte Absichtserklärung zu einer Feuerpause halte.

Die iranische Revolutionsgarde griff nach eigenen Angaben 85 „US-Ziele“ in der Region an, etwa in Bahrain und Kuwait. Das Außenministerium in Teheran teilte mit, durch die US-Angriffe seien „wesentliche Teile“ der Absichtserklärung ungültig. Teheran rief die Länder der Region auf, den USA die Nutzung von Stützpunkten zu untersagen.

Trump: Verhandlungen sind Zweitverschwendung

Am Rande des NATO-Gipfels in der türkischen Hauptstadt Ankara ging US-Präsident Donald Trump (Republikaner) das iranische Regime hart an. Dessen Vertreter seien „Abschaum“, sagte er am Mittwoch vor Journalisten im Beisein des NATO-Generalsekretärs Mark Rutte. „Es sind bösartige, gewalttätige Leute. Wenn sie eine Atombombe haben würden, würde sie diese einsetzen.“

Bei den iranischen Politikern handele es sich um „Lügner und Betrüger“, sagte Trump weiter. Als Beispiel führte er an, es habe eine Einigung gegeben, dass der Iran keine Atomwaffe erlangen werde. Doch vor Journalisten hätten die Iraner behauptet, darüber gar nicht gesprochen zu haben.

Den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran räumt Trump wenig Chancen ein. Aus seiner Sicht seien sie „vorbei“, auch wenn die Gespräche vorerst weitergingen. „Was mich anbelangt, ist es Zeitverschwendung.“

Rutte erklärte, die nuklearen Fähigkeiten und das ballistische Raketenprogramm des Iran abzubauen sei „entscheidend für Israel und die Region und für die ganze Welt“. Die jüngsten Angriffe bezeichnete der Niederländer als „absolut notwendig“.

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Sanktionen erneut verhängt

Der Iran hatte am Montag und Dienstag drei Tanker in der Straße von Hormus angegriffen. Die Schiffe wurden beschädigt, laut Berichten gab es keine Verletzten.

In einer Reaktion setzten die USA den iranischen Ölhandel erneut auf die Sanktionsliste. Ein amerikanischer Regierungsvertreter sagte dem Sender CNBC: „Der Iran wird nur dann Vorteile erlangen, wenn er gutes Verhalten an den Tag legt.“ Die Handlungen in der Straße von Hormus seien „vollkommen inakzeptabel“, ergänzte er.

Die USA hatten die Sanktionen infolge der am 18. Juni vereinbarten Absichtserklärung aufgehoben. In der Absichtserklärung hatten sich die USA und der Iran auf eine Feuerpause geeinigt. Das Dokument sah außerdem zweimonatige Verhandlungen vor mit dem Ziel, ein dauerhaftes Abkommen zu erreichen. (df)

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Ein Kommentar

  1. Trump: Verhandlungen (mit Terroristen) sind Zweitverschwendung. Das haben wir immer gesagt, das sagen wir jetzt und das werden wir immer sagen.

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