Trump: Bislang 17 Milliarden Dollar für Gaza-Wiederaufbau zugesagt

In der Gründungssitzung des Gaza-Friedensrates geht es um Finanzhilfen und die Entwaffnung der Hamas. Eine Ausschreibung für palästinensische Polizeikräfte stößt auf großes Interesse.
Von Israelnetz

WASHINGTON (inn) – Die USA stellen 10 Milliarden US-Dollar für Nothilfe und Wiederaufbau im Gazastreifen bereit. Das verkündete Präsident Donald Trump (Republikaner) am Donnerstag in der Gründungsversammlung des Friedensrates für Gaza in Washington D.C.

Weitere 7 Milliarden Dollar seien bereits zugesagt, ergänzte Trump laut der Nachrichtenseite „Times of Israel“. So seien Aserbaidschan, Bahrain, Kasachstan, Katar, Kuwait, Marokko, Saudi-Arabien, Usbekistan und die Vereinigten Arabischen Emirate bereit, einen Beitrag zu leisten. Das UN-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) wolle 2 Milliarden Dollar aufbringen. Der Weltfußballverband (FIFA) habe 75 Millionen Dollar für Fußballfelder, Akademien und Stadien zugesichert.

Die Weltbank, die Europäische Union und die Vereinten Nationen haben in dieser Woche einen gemeinsamen Bericht zum Gazastreifen veröffentlicht. Demnach sind 53 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau nötig.

Trump teilte zudem mit, dass sich bislang fünf Länder bereit erklärt hätten, Soldaten für die Internationale Stabilisierungstruppe zu entsenden: Albanien, Indonesien, Kasachstan, der Kosovo und Marokko. Das israelische Militär indes will den Gazastreifen nicht verlassen, bevor die Hamas entwaffnet ist. Der US-Präsident drohte erneut, die Terrorgruppe werde „hart getroffen“, wenn sie nicht einwillige.

„Die Welt wartet auf die Hamas“

Dass die Hamas ihre Waffen niederlegt, gehört zu Trumps Friedensplan, der am 13. Oktober im ägyptischen Scharm el-Scheich unterzeichnet wurde. Doch die Terrorgruppe weigert sich, dem nachzukommen. Trump beteuerte, die Hamas werde ihre Waffen abgeben. „Die Welt wartet jetzt auf die Hamas.“ Sie sei derzeit das einzige Hindernis.

Der Friedensrat soll das Nationale Komitee für die Verwaltung von Gaza (NCAG) kontrollieren und „die Stabilisierung und den langfristigen Erfolg“ sicherstellen. Ihm zur Seite steht ein international besetztes Exekutivkomitee (Gaza Executive Board).

Vorsitzender ist der frühere UN-Sondergesandte für Nahost Nickolay Mladenov. Der Bulgare erklärte in Washington, die Vermittler USA, Ägypten, Katar und Türkei hätten sich auf einen Rahmen für die Entwaffnung geeinigt. 

Er sprach auch von der geplanten palästinensischen Polizeitruppe. Vor der Sitzung hatte das NCAG eine Ausschreibung veröffentlicht. Darin sucht sie nach „qualifizierten Kandidaten für eine professionelle, rechenschaftspflichtige, transparente und leistungsabhängige Übergangspolizeitruppe in Gaza“. Laut Mladenov gingen binnen weniger Stunden Tausende Bewerbungen ein. Der Entwaffnungsprozess werde durch die palästinensische Polizeitruppe erleichtert.

Israel überprüft Kandidaten

Der NCAG-Vorsitzende Ali Scha’ath formulierte das Ziel, 5.000 Polizisten innerhalb von 60 Tagen zu etablieren. Training sollen sie nach einer Überprüfung durch Israel in Ägypten und Jordanien erhalten. Möglicherweise werde die Truppe später auf 12.000 Polizisten anwachsen.

Scha’ath betonte: „Unser Mandat ist einfach: Schritt für Schritt das Fundament für dauerhaften Frieden, Würde und Wohlstand für die Menschen von Gaza bauen. Dort zählen wir auf Ihre fortgesetzte Führung und Unterstützung.“ An Trump gewandt fügte der Palästinenser an: „Gesegnet ist der Friedensstifter.“

Indes änderte das Nationale Komitee erneut sein Logo: Dieses ähnelt nun dem Emblem des Friedensrates. Es weist aber auch Ähnlichkeit mit dem Emblem der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) auf, zeigt etwa den Adler und die palästinensische Flagge. Anfang Februar hatte Israel das Gremium kritisiert, weil es das Logo dem der PA anpasste.

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Dem Friedensrat gehören bislang 28 Länder an, darunter Israel. Die Mehrheit der europäischen Staaten hält sich zurück. Sie befürchten, dass Trump die Vereinten Nationen ersetzen will. Ungarn bildet hier eine Ausnahme, Präsident Viktor Orbán (Fidesz) nahm an der Sitzung teil. Der US-Präsident indes kündigte an, bald mit UN-Generalsekretär António Guterres zu sprechen.

Botschafter Waltz: 4.200 Hilfslastwagen pro Woche

Der amerikanische UN-Botschafter Mike Waltz ging auf das Zivil-Militärische Kommandozentrum in Südisrael ein, das von den USA geleitet wird. Mehr als 70 Länder beteiligten sich daran. In den vergangenen 13 Wochen seien jeweils 4.200 Lastwagen mit Hilfsgütern in den Gazastreifen gelangt. Hilfsorganisationen kritisieren derweil, dass israelische Beschränkungen für Gegenstände, die auch militärisch genutzt werden können, den Transport dringend benötigter Güter verhindere.

Der israelische Außenminister Gideon Sa’ar (Neue Hoffnung) würdigte in Washington den Einsatz der Soldaten, von denen seit dem Massaker vom 7. Oktober 925 im Kampf für Israel getötet worden seien. Mit Bezug auf den aktuellen Friedensplan sagte er: „Alle früheren Pläne für Gaza sind gescheitert, weil sie nie die Kernthemen ansprachen: Terror, Hass, Hetze und Indoktrination.“ Doch Trumps Plan sei anders. (eh)

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54 Kommentare

  1. Die USA stellen 10 Milliarden US-Dollar für Nothilfe und Wiederaufbau im Gazastreifen bereit. Warum?

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    1. Weil,sollte Hamas als Machtfaktor und Hindernis ausgeschaltet sein, der Gazastreifen zum Nutzen der Bevölkerung endlich aufblühen kann, langsam, aber stetig, da Frieden und ein gesichertes Überleben wohlschmeckender ist als Blut und Tod und eine ewige Schlacht, die nicht zu gewinnen ist.
      Wenn das eintreten sollte, würde das erste Mal in der Jahrtausende langen und blutigen Geschichte der Auseinandersetzungen zwischen Israeliten und Philistern ein echter, ein wirklicher Friede herrschen.
      SHALOM

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      1. @Klaus
        Frieden mit einer Bevölkerung, das am 7. Oktober 2023 gejubelt e gefeiert hat?

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        1. Ja, Albert, Frieden, einfach nur Frieden!
          Irgendwann muss diese Scheisse einmal enden. Ist das so schwer zu verstehen, gerade weil ein Jude das sagt?
          SHABBAT SHALOM

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          1. Nein, Klaus, die Juden wollen Frieden, die Palästinenser nicht. Siehe den Entwurf der palästinensischen Verfassung von Präsident Mahmud Abbas: Jerusalem als die Hauptstadt des Staates Palästina, die jüdische Verbindungen zu Jerusalem vollständig ausgeschlossen, der Islam als offizielle Religion des Staates und die Scharia als Hauptquelle der Gesetzgebung.

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          2. Lieber Albert, bin erfreut, über Ihren konstruktiven Kommentar, hier stimme ich mit Ihnen überein.
            Lieber Gruß Martin

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      2. Von diesem Knallkopf , so muss ich es leider schreiben, darf niemand Gekd annehmen, da er weder im Sinne der palästinensischen noch der israelischen Bevölkerung handelt, sondern nur seine Eigeninteressen durchsetzen will.

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    2. Man muss schon sehr blauäugig sein, um zu glauben, dass dieser Friedensrat, in der Lage sein wird, Frieden und quasi ein Stück Paradies im Gazastreifen zu errichten. Ja das wünschen sich die Menschen, ich finde es töricht zu glauben, dass das möglich sein wird.
      Auch das der Gott allen Friedens, und der Friedfürst Jesus mit keinem Wort Beachtung findet, sollte Jünger Jesu, mehr als nachdenklich stimmen.
      Lieber Gruß Martin

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  2. Ich wünsche mir, dass in Gaza Menschen leben werden, die dieses schöne Fleckchen Erde zu schätzen wissen und es nicht erneut für den Versuch der Auslöschung eines Nachbarn opfern.

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    1. Ein schöner Traum. Leider nicht realisierbar. Auch nicht mit einem dementen und gefährlichen Trump.

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      1. Ich sehe das nicht ganz so pessimistisch. Am liebsten wäre es mir, wenn (ein Teil der) Grundstücke in Gaza von den gegenwärtigen Besitzern an „vernünftige“ Leute, meinetwegen auch aus dem Umfeld des US-Präsidenten verkauft werden. Hauptsache es sind Menschen/Firmen/Institutionen, die dort etwas aufbauen, das Aufgebaute schätzen und auch erhalten wollen. Meiner Meinung nach wird sich nichts in Gaza ändern, wenn die Besitzverhältnisse so bleiben wie sie sind. Dann werden von den Hilfsgeldern erneut Tunnelsysteme gebaut, Raketen und Waffen gekauft.

        Fast alles, was in Gaza steht, fast jede/r der dort lebt, wird durch internationale Hilfsgelder finanziert … kein Wunder, dass viele das nicht zu schätzen wissen.

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        1. @Emma
          Und vielleicht könnte man etwas Industrie ansiedeln (aber keine Waffenindustrie). Vernünftige „Palästinenser“ wären froh, eine feste Arbeit zu haben und damit ihre Familien ernähren zu können.
          Viele Grüße Lothar.

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  3. 75 millionen Dollar für Fussballfelder in Gaza. Soll man darüber lachen oder weinen ? Übrigens : es werden Polizisten für Gaza gesucht, wer will sich melden ? Klaus, wie wär’s ?

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    1. Nee,danke, Antonia,für diesen Job bin ich nicht blöd genug. Ich hänge nämlich an meinem Leben, ich bin über 65, und ich gedenke noch 30 Jahre dranzuhängen. Megaböller und blaue Bohnen sind dahingehend sehr ungesund und nicht gerade Garanten für ein hohes Alter. Ich hab auch keinen Bock, der erste Gefallene unserer Mishpoke zu sein.
      SHALOM

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  4. Israel möchte nun nach dem 7. Oktober 23 verständlicher weise, keinen zweiten Staat innerhalb seines Landes. Die Araber können im Gazastreifen bleiben, Israel behält jedoch die Oberhoheit. Meine Hoffnung ist, dass Israel bei der Neuordnung nicht übergangen wird, denn Gazastreifen, Judäa und Samaria ist ihr Land, bzw. es ist lt. Jeremia 2,7 Gottes Land für Israel.
    Für alle die den Schabbat halten: Schabbat Schalom.

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  5. Lässt sich die Hamas nicht entwaffnen, dann fliesst das (Friedens-)Geld grösstenteils zur Hamas.

    שבט שלום

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    1. Sehe ich genauso. Offenbar sehen aber Trump und seine Freunde den Elefanten mitten in der Stube nicht.

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  6. „Hilfsorganisationen kritisieren derweil, dass israelische Beschränkungen für Gegenstände, die auch militärisch genutzt werden können, den Transport dringend benötigter Güter verhindere.“

    Dass diese Hilfsorganisationen dabei die ausbleibende Entwaffnung der Hamas nicht kritisieren, ist befremdlich.
    Wären die Waffen wie vorgesehen abgegeben worden und die Hamas würde künftig definitiv keine Rolle mehr spielen (was nicht sicher erkennbar ist), hätte Israel sicher nichts gegen die Einfuhr der dringend benötigten Güter eingewendet.

    Aber auch hier: Wenn Deutschland sich nicht in den Friedensrat begeben will, kann es auch nicht im Sinne Israels mitgestalten. Das passt mit unserer Freundschaft nicht zusammen.

    Die Zurückhaltung der meisten europäischen Staaten zum Beitritt in den Friedensrat wird mit der Befürchtung begründet, Trump wolle die Vereinten Nationen ersetzen.
    Ich halte das weiterhin für eine faule Ausrede.

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    1. Da die Türkei und Katar, die nach dem Iran größten Unterstützer der Hamas, im Friedensrat vertreten sind, hat dieses Gremium aus israelischer Sicht jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Zudem ist auch Putin, der in der Ukraine Massenmord begeht, eingeladen. Umso mehr Verständnis habe ich dafür, dass Deutschland und andere europäische Staaten sich weigern, am Friedensrat teilzunehmen.

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      1. @Gideon Lahav
        Bin voll auf deiner Linie. Irgendwo muss man auch mal eine klare Linie ziehen. Das ändert nichts an der Freundschaft zu Israel. Man muss nicht immer zu allem „ja“ sagen. Ich halte diesen „Friedensrat“ sowieso für Blödsinn. Das wird nichts ändern. Ob mit,oder ohne Deutschland und anderen europäischen Ländern. Europa muss sich selbst erstmal neu sortieren. Damit haben sie genug zu tun.
        Schönes Wochenende
        Manu

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        1. Hallo Manu.
          Das ist leider inkonsequent. Deutschland hatte den Trumpplan ausdrücklich gelobt und ihm zugestimmt. Google mal. Gibt dazu Berichte und Aufzeichnungen.
          Der 20-Punkte-Plan wurde auch von mir kritisiert. Jetzt gilt er aber, auch von der UN akzeptiert. Man wird sich an Israel „abarbeiten“.

          Wenn ich eure Aussagen richtig einordne, müsste Netanjahu augenblicklich den Plan mit allen Konsequenzen zurückweisen.

          Was wäre dann wohl los. Würdet ihr (Gideon und Du) das akzeptieren, wenn Israel „hinschmeißen“ würde?
          LG Lothar.

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          1. @Lothar
            Ja,eigentlich müsste Bibi alles zurückweisen. Für mich war das mit dem Friedensplan Erpressung im Hinblick auf Israel. Da hat man das Schaf zu seinem Metzger geführt. Und wer auf dieser Welt traut sich schon sich gegen Trump zu stellen? Bibi ist dankbar wegen der Geiseln. Das verstehe ich sehr gut. Aber das mit dem Friedensrat,ne das ist Erpressung. Und warum? Damit Trump als Friedenstifter ernannt wird? Ist er nicht. Auch bei diesem komischen Rat sind ihm doch die Menschen egal. Ich sehe das so. Das ist meine Meinung dazu. Wirklich leid tut mir Israel. Sitzt zwischen den Stühlen. Und Frieden? Nein,den wird es nicht geben. Egal,wer da mitmacht,oder nicht.
            Viele Grüße Manu

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          2. Na klar Manu, richtig. Sicher war das Erpressung, aber von der Hamas. Israel war international isoliert wegen angeblichem Genozid usw..
            Die Geiseln standen zurecht an erster Stelle und waren zugleich das Erpressungspotenzial.
            Ja, Trump hat reagiert. Und der Friedensrat war von vornherein ein Punkt im Plan. Deutschland und die UN haben zugestimmt. Ich würde nicht behaupten wollen, dass Trump die Menschen egal sind.
            Das würde ich eher auf die EU ummünzen, die sich die jahrelangen Raketenbeschüsse auf Israel geduldig angeschaut hat.
            Aber wie auch immer, wir müssen bestmöglich mitgestalten, auch wenn es ungemütlich wird.
            Liebe Grüße und Schönes Wochenende Dir.

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        2. Danke Manu, Netanjahu muss auch mal souverän agieren, indem er nicht immer Trumps Spielregeln blind verfolgt.
          DT will die alte Weltordnung kaputt machen, indem er versucht die Spielregeln der internationalen Beziehungen zu seinen Gunsten zu verändern, das wird für Israel auf Dauer nicht gut gehen.

          Schönes Wochenende😉

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      2. @Gideon Lahav
        Alles soweit 👍🏻, aber dass DE nicht am Friedensrat teilnehmen möchte, finde ich unter aller Sau. Gerade auch weil es sich dauernd als Freund Israels aufbläst und die Schurkenstaaten mit dabei sind, braucht Israel jemand ehrliches an seiner Seite. Aber man kann ja nicht sein, was man nicht ist.
        DE beharrt lieber auf die unfähige UN da es Trump nicht traut. Aber wenn Trump den Iran angreift, kommt sowieso alles ganz anders.

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        1. Ja Ella, unter aller Sau ist noch höflich ausgedrückt. Konsequenterweise müsste Israel jetzt eigentlich „hinschmeißen“.
          LG Lothar.

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  7. Weiss jemand welche anderen Staaten in diesem Rat sind, oder wo man das nachlesen kann?

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    1. Es gab in der Jüdischen Allgemeinen einen gut dokumentierten Zwischenstand:
      „Davos Trumps Friedensplan: Wer dabei ist – und wer nicht“ vom 22.01.26.

      Aktuell habe ich mitgekriegt, dass China, Russland und der Vatikan nicht dabei sind. Viele Grüße Lothar.

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    2. @ Jakob
      Katar, Saudi-Arabien, Ägypten, Türkei, Vereinigten Arabischen Emirate, Israel, Albanien, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Bahrain, Belarus, Bulgarien, Marokko, Indonesien, Jordanien, Kasachstan, Kosovo, Kuwait, Marokko, Mongolei, Pakistan, Paraguay, Ungarn, Usbekistan, Vietnam.
      Jüdische Allgemeine 22.01.26

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    3. Angeblich sind aktuell Folgende im Friedensrat:
      Israel, Vietnam, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate, Türkei, Saudi-Arabien, Katar, Paraguay, Pakistan, Marokko, Mongolei, Kuwait, Kosovo, Kasachstan, Jordanien, Indonesien, Ägypten, El Salvador, Kambodscha, Belarus, Bahrain, Albanien, Aserbaidschan, Armenien, Argentinien.

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  8. Nein, Gideon, es ist einfach inkonsequent. Gerade Deutschland hätte nicht kneifen dürfen, sondern müsste ganz und gar an der Seite Israels stehen. Gerade weil Katar und die Türkei mit drin sind, hätte es hier stärkerer Gegengewichte bedurft. Israel ist bekanntlich im Friedensrat drin und steht jetzt somit relativ „nackt“ da.
    Russland bleibt dem Rat übrigens fern.

    Es ist also heuchlerisch und feige, Israel zunächst in den 20-Punkte-Plan hinein zuzwingen (zwecks Beendigung des Krieges bei Gazastadt und Freigabe der letzten Geiseln) und es jetzt im weiteren Verlauf des Plans hängen zu lassen. Deutschland hatte den Plan ausdrücklich befürwortet.
    Katar ware übrigens bereits im Okt. 25 (Kushner / Witkoff) eingebunden, um die Vereinbarungen mit der Hamas zu treffen.

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    1. @Lothar, es spielt überhaupt keine Rolle, wer in diesem Rat ist – oder auch nicht.

      Noch denken wir viel zu menschlich, vielleicht auch, weil wir uns nicht vorstellen können, dass der lebendige Gott übernatürlich eingreift. Mose sagt es sehr klar: „Deinen Fels, der dich gezeugt hat, hast du außer acht gelassen und hast vergessen den Gott, der dich gemacht hat. Und als es der Herr sah, ward er zornig über seine Söhne und Töchter, und er sprach: Ich will mein Antliz vor ihnen verbergen, …“ Das steht im Lied des Mose 5.Mose 32 – gilt auch für Heute.
      Lieber Gruß Martin

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      1. Untertan, Dann spielt es ja auch keine Rolle, wie wir wählen.
        Auch der gläubige Christ oder Jude steht in einem Spannungsfeld.
        Ich weiß nicht, was für ein Gebet Bibi da an der Klagemauer hinterlassen hatte.
        Machen Sie sich das nicht etwas einfach?
        Die Welt wird sich nicht auf Ihren Marschbefehl hin bekehren und Israel durchläuft seinen angedachten Plan. Es befindet sich in einer Art Warteschleife bis die Zahl der gläubigen Heiden voll ist.

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        1. Lothar, ich nehme an, du meinst das Gebet, das Netanjahu vor dem 12. Tage Krieg in die Klagemauer steckte. Es war die Bibelstelle, das das Leitmotiv des Krieges war. Israel vergibt ja immer Namen.

          4. Mose 24,vers 9: Er duckt sich, er legt sich nieder wie ein Löwe und wie eine Löwin, wer will ihn aufstöbern? Den zweiten Teil des Verses kennen wir wohl alle: die dich segnen sind gesegnet und die sich verfluchen sind verflucht.

          Und Gott hat sein Gebet erhört. Der Krieg dauerte nur 12 Tage. Der Schaden in Israel, einschl. Toter hielt sich in Grenzen. Gott war bei seinem Volk.

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    2. Trump verlangte für eine unbefristete Mitgliedschaft eine Zahlung von einer Milliarde Dollar, was in Deutschland rechtlich und politisch kaum durchsetzbar ist.

      Darüber hinaus gehören dem Friedensrat bereits Vertreter aus 7 Ländern wie Katar, Kuwait, Saudi-Arabien, Pakistan, Indonesien, Usbekistan und die Türkei an, die keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhalten. Wenn wir also einen Friedensrat einrichten wollen, sollten wir bitte nur Länder einbeziehen, die Israels Existenzrecht anerkennen; das wäre ein guter Anfang.

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        1. Liebe Manu, hier sind wohl einige Kommentare nachträglich entfernt worden.
          Die Lehre von Armstrong finde ich sehr problematisch. Er vertritt eine Sonderlehre, mit eigenen Prophezeiungen, lehnt die Trinität ab und die Gläubigen erwarten Jesus in Ihrem Leben. Das ist aus meiner Sicht eine falsche, nicht ungefährlich Lehre – passen Sie gut auf sich auf. Liebe Manu wir brauchen keine neuen Lehren – Gottes Wort die Bibel ist völlig ausreichend. Der Heilige Geist öffnet uns die Augen, überführt von Sünde und erklärt uns Gottes Wort – ohne IHN, können wir die Zeichen dieser Zeit nicht erkennen.
          Lieber Gruß Martin

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          1. Hallo Untertan,ups,da waren wirklich einige Kommentare untergegangen. Ich laufe Armstrongs Lehren nicht hinterher. Würde z. B. niemals eine Krankheit behandeln,ohne Arzt(außer Schnupfen oder so). Aber man braucht auch Erklärungen. Vieles versteht man nicht nur aus der Bibel. Nur Bibel lesen allein bringt es nicht immer. Und es ist ja auch vieles schon passiert und hat sich bewahrheitet. Was ist schlimm,wenn ich den Sabbat halte? Keine kirchlichen Feste feiere? Und die Juden auch nicht ständig für schuldig erklärt werden? Ich halte im Übrigen Katz für sehr gefährlich. Aber das wissen Sie ja. Nein,das ist schon alles sinnig erklärt. Und im Moment sieht es ja auch so aus,als ob sich wieder etwas erfüllt. Die Welt ordnet sich neu. Wie beschrieben. Also,ich laufe nicht dem Mann hinterher,sondern versuche Erklärungen zu finden. Die logisch sind. Und ansonsten kann ich immer in der Bibel nachschlagen. So machen Sie das mit Katz doch auch,oder? Nur bei den Erklärungen bei Armstrong steht immer ein „es könnte“. Nie ein „es wird“. Da ist Katz etwas anders. Habe auch E.G. White gelesen.“ Der Große Kampf zwischen Licht und Finsternis. Auch da bin ich nicht mit allem einverstanden. Trotzdem hatte ich viel von ihr mitgenommen.
            Liebe Grüße Manu

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          2. @Untertan
            Eine kleine Frage habe ich noch an Sie. Beim putzen bekommt man immer so tolle Eingebungen. Sie schreiben: wir brauchen keine neuen Lehren, Gottes Wort -die Bibel reicht vollkommen aus. Der Heilige Geist öffnet uns die Augen. Wozu dann Katz anhängen? Aber es gibt eben so viele Fragen,die man gerne beantwortet haben möchte. Wenn Christus wieder kommt und alle Welt wird es sehen,wie geht das,wenn ich hier in Berlin bin? Die zwei Propheten,die noch kommen sollen. Woher weiß ich,das sie da sind? Weil Sie es mir sagen? Nein,inzwischen haben wir uns weiter entwickelt. Und eine Erklärung könnte sein: Via Internet/Fernsehen erfahren wir das. Sie nutzen doch auch diese Medien! Und Armstrong konnte das alles nicht wissen. Er ist 1986 gestorben,wenn ich das richtig weiß. Da gab es noch keinen Live-Stream. Es ist auch keine Lehre im eigentlichen Sinne für mich,sondern es sind Erklärungen. Und die leuchten ein. Damit hatte ich heute wieder mit dem Besen in der Hand die Sicherheit mit Gott gesprochen zu haben. Und Christus ist für mich der einzige Weg. Das ist richtig. Wie für alle Menschen. Und die Juden werden das noch erkennen. Wie Lothar schon schrieb.
            Trotzdem,vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie merken,ich denke drüber nach. Nur jetzt noch nicht.
            Liebe Grüße Manu
            Liebe Grüße Manu

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          3. Untertan / Manu:
            Ich denke, alles prüfen und das Beste behalten. Bei Zweifeln lieber ein Jahr zurück legen. Wir werden nie alles ganz verstehen, die Erlösung ist nicht abhängig davon. Trotzdem Vorsicht bei den Auslegungen von „Armstrong“, auch wenn man sich dort nach seinem Tod neu orientiert hat.

            Die „Zugänge“ von Ihnen lieber Martin würde ich auch mit ganz besonderer Vorsicht beäugeln und mich dem entziehen.
            Also: „Alles“ prüfen, aber sich nicht verrückt machen lassen.
            Daher würde ich mal auch auf die Seiten von Rodger Liebi gehen, der über ein unglaubliches Hintergrundwissen verfügt, aber auch da verstehe ich nicht alles. Ist aber gläubig und geht auch auf das AT sehr gut ein, z. Bsp. Hiob.
            Er betont, dass all die zukünftigen Ereignisse auch im Hinblick auf die Entrückung der an Jesus Gläubigen (einschl. der in Ihm Verstorben) unbedingt mit einzubeziehen ist, da sonst ein großes Durcheinander entsteht.
            Denn es gibt auch hier unter Bibelauslegern unterschiedliche Einordnungen, was die zeitliche Abfolge angeht.

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      1. Gideon, dann muss Israel „hinwerfen“, sich also von dem 20-Punkte-Plan distanzieren, aufkündigen. So einfach ist das.
        Wären Sie damit einverstanden?
        Ja oder Nein.

        Die Milliarde Dollar dürfte nicht das Thema sein angesichts 500 Milliarden Euro (Sondervermögen) für Rüstung DE. Sehen Sie bitte auch meine Antwort an Manu. Es ist feige, heuchlerisch und inkonsequent.
        Sehen Sie sich die Aussagen der deutschen Regierung an im Okt. 25. Steht hier unten.

        Außerdem wären die 1 Milliarde Dollar erst nach 3 Jahren für den Fall einer Dauermitgliedschaft fällig.
        Also auch deshalb kein Argument.
        Erst mal rein, damit die feindlichen Kräfte bestmöglich unter Kontrolle gehalten werden.
        Dann kann man immer noch weitersehen.

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        1. So einfach ist das ganze nicht, eine Abkehr Israels vom 20-Punkte-Plan hätte weitreichende Folgen für die diplomatische Stabilität und die Sicherheitslage in der Region.

          Erstens würde eine solche Abkehr Sanktionen oder verstärkten Druck vonseiten internationaler Institutionen nach sich ziehen.

          Zweitens würde sie das derzeitige diplomatische Zeitfenster für einen Frieden schließen, die Freilassung der Geiseln gefährden und das Land in einen langwierigen Konflikt ohne klare politische Ausstiegsstrategie zurückwerfen.

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          1. Gideon, genau so ist es. Und genau deshalb hätte Deutschland in den Rat mit reingemusst, anstatt feige den Schwanz einzuziehen und Israel allein zu lassen.
            Von Macron habe ich nichts Anderes erwartet, aber von Deutschland sehr wohl, nach den zuvor gemachten Aussagen sogar zwingend.

            Biblisch ausgedrückt:
            „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Bösen.“
            Matthäus 5,37 (Seligpreisungen)

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    3. Hier noch ein Hinweis auf Deutschlands Befürwortung für den Friedensplan:

      „Nach wie vor gilt: Es gibt keinen besseren Plan als den von Präsident Trump“, hob Wadephul hervor. Dieser berge „die realistische Chance, dass die Geiseln recht bald freikommen können, dass wir zu einem Waffenstillstand kommen und dass es eine gute humanitäre Versorgung für die notleidende Bevölkerung im Gazastreifen gibt“.
      (Quelle: tagesschau24 live, 06.10.25)

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      1. Ich persönlich glaube, diese ganze Geschichte mit dem ,,Friedensrat“ wird eh platzen wie eine Seifenblase, wenn eintritt, was viele erhoffen oder befürchten, je nach Standpunkt.
        Denn wenn iranische Raketen wieder gegen Israel fliegen, wird Bibi anders als Trump nicht lange herumzaudern .
        Was ich oben schrieb als Antwort auf Albert beinhaltet Hoffnung, keine Blauäugigkeit oder gar Wissen.
        Vielleicht hängt die ganze Sache wirklich am Ausgang dieser möglichen unmittelbar bevorstehenden Auseinandersetzung.
        Möge der Ewige entscheiden……
        SHABBAT SHALOM

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      2. Ohne an den übernatürlichen Gott zu glauben, der alles fest in seiner Hand hat, führt alle menschliche Bemühung und Weisheit in die Irre!
        Die Welt wird in der Jakobstrübsal die Strenge und das Gericht schmerzhaft erdulden müssen! Danach die rettende Gnade und das übernatürlichen Eingreifen Gottes.
        Spannende Zeiten zur Ehre Gottes!
        Lieber Gruß Martin

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        1. Upps, der Kommentar ist gestern wohl hängengeblieben.
          Hallo Untertan.
          Zur Klarstellung: Ich hatte nie behauptet, dass der Friedensplan sicher zum Frieden führen wird, sondern ihn bereits im Vorfeld kritisiert, zumal die UN und die EU ihr ganz eigenes Süppchen kochen und sich verschärfend an den Plan und bei der weiteren Umsetzung dranhängen könnten.
          Dadurch würde es für Israel doppelt schwierig.

          Ich hatte nur gesagt, dass wir uns bestmöglich einbringen sollten, also rein in den Rat und „Farbe bekennen“. Das Ja muss ein Ja bleiben.
          Trotzdem ist klar, dass Israel in große Bedrängnis geraten wird, da der Feind noch am Wirken ist. Und da wird dann nur Gott Frieden bringen können durch das zweite Kommen Jesu entsprechend Matthäus 24.

          Alles hat seine Zeit. Ohne Umkehr und Vergebung wird kein Mensch Gott sehen. Gott zieht jetzt schon dahin. Der Mensch muss das nur noch bewußt annehmen. Da das aber in weiten Teilen der Erde nicht geschieht und geschehen ist, sieht die Welt so aus wie sie jetzt ist, leider. Wir müssen durch diese Zeit hindurch. Gott ruft noch. Nehmen wir das Angebot von Liebe und Vergebung an. Es gibt viele, auch im privaten Umfeld, die davon nicht wissen.

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