JERUSALEM (inn) – Eine neue Synagoge ist am Montag im israelischen Außenministerium in Jerusalem eingeweiht worden. Gemeinsam mit dem Rabbiner der Klagemauer, Schmuel Rabinowitz, brachte Außenminister Gideon Sa’ar (Neue Hoffnung) die Mesusa an der Tür an.
Diese Kapsel enthält Verse der Heiligen Schrift. Inspiriert ist die Tradition durch 5. Mose 6 (Verse 6 und 9): „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen […] und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore.“ Wer eine Mesusa anbringt, spricht diesen Segensspruch: „Gepriesen seist Du, Ewiger, unser Gott, König des Universums, der uns durch Seine Gebote geheiligt hat und geboten hat, eine Mesusa anzubringen.“
In die Synagoge wurden Tora-Rollen aus drei Erdteilen gebracht. Eine stammt aus dem Irak, sie ist über 220 Jahre alt. Eine weitere Schriftrolle aus Rumänien trug ein Holocaust-Überlebender zum Tora-Schrein. Die dritte Tora-Rolle wurde in Kolumbien während der Gründungsjahre des Staates Israel geschrieben, also Ende der 1940er Jahre.
Sa’ar erklärte auf der Plattform X: „Gemeinsam erzählen sie eine einzige Geschichte: jüdische Kontinuität über Generationen, Kontinente und Geschichte hinweg – nun vereint im Herzen von Israels Diplomatie.“
Symbolisches Datum
Hunderte Ministeriumsangestellte nahmen an der Feier teil. Sa’ar und Rabinowitz wiesen auf das symbolische Datum der Einweihung hin: Am Montag feierten Juden das Neujahrsfest der Bäume, TU BiSchvat. Der Halbfeiertag ist eine Art Frühlingsfeier aus Freude über die ersten Baumknospen. Traditionell werden Bäume gepflanzt.
Der Minister ergänze: „Jede Synagoge repräsentiert unsere Verbindung zur Tradition, zum Erbe und zu unseren Wurzeln. Ohne sie existieren wir nicht. Selbst in politischen und diplomatischen Unternehmungen werden wir nur Erfolg haben, wenn wir im Namen unserer Wurzeln bewahren und sprechen können.“ (eh)
Eine Antwort
Hunderte Ministeriumsangestellte nahmen an der Feier teil. Meine Ehefrau und ich selbst wäre gern dabei gewesen.