JERUSALEM (inn) – Israel hat mit dem Abriss von Gebäuden des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) begonnen. Am Dienstagmorgen zerstörten Baufahrzeuge Häuser und Container auf dem Gelände des Hauptquartiers im Ostjerusalemer Stadtteil Scheich Dscharrah.
Der Schritt erfolgt im Rahmen gesetzlicher Maßgaben. Die Knesset hatte Ende Oktober 2024 für ein Betätigungsverbot der UNRWA gestimmt. Die Regierung beendete daraufhin die Zusammenarbeit. Grund dafür sind Vorwürfe gegen das Werk, mit Terror-Organisationen wie der Hamas zusammenzuarbeiten und in der Schulbildung Hetze gegen Israel zu verbreiten.
Vereinte Nationen: Beispielloser Angriff
Die UNRWA wies diese Vorwürfe stets als Hetze zurück. Den Abriss bezeichnete sie als beispiellosen Angriff auf die Vereinten Nationen und ihre Liegenschaften. Er verletze deren Privilegien und Immunität. Das Werk verwies auf ein Urteil des Internationalen Gerichtshofs, demzufolge Israel den Betrieb zu gewährleisten habe.
UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Abriss der Gebäude scharf. Die anhaltenden „eskalatorischen Aktionen“ widersprächen den völkerrechtlichen Verpflichtungen Israels, erklärte der Portugiese am Dienstag.
Israel: Abriss geschieht rechtens
Das Außenministerium verteidigte den Abriss und sagte, die UN-Mitarbeiter hätten das Gelände längst geräumt. Es genieße keine Immunität mehr. Der Abriss erfolge im Einklang mit israelischem und internationalem Recht.
Zudem bekräftigte das Ministerium die Vorwürfe gegen das Werk. Auf der Plattform X teilte es das Video einer Straßenkamera. Dieses zeigt, wie ein UNRWA-Mitarbeiter beim Terrormassaker vom 7. Oktober 2023 die Leiche des Israelis Jonathan Samerano entführte.
An Guterres gewandt schrieb das Ministerium dazu: „Nachdem Sie die UNRWA verurteilt haben, weil sie Terroristen beschäftigt und Raketenstarts von ihren Einrichtungen aus zulässt, können Sie sich bei der Familie von Jonathan Samerano entschuldigen.“
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Belegte Verbindungen
Die Verbindungen zwischen UNRWA und Hamas sind auch andernorts belegt. Musa Abu Marsuk vom Politbüro der Hamas erklärte wenige Tage nach dem Terrormassaker gegenüber dem Sender „Russia Today“, 75 Prozent der Bewohner seien „Flüchtlinge“, und deren Schutz obliege den Vereinten Nationen. Indes seien die Tunnel für Hamas-Mitglieder gedacht, um dort Schutz zu finden. „Wir kämpfen von den Tunneln aus.“
Die israelische Armee fand im Zuge des Gazakrieges heraus, dass die Terroristen von den Tunneln aus Strom vom dortigen UNRWA-Hauptsitz abzapften. Dort will man davon nichts mitbekommen haben.
Bereits im Februar 2017 beschwor der damalige UNRWA-Chef Pierre Krähenbühl die Verbundenheit mit Terroristen. Bei einem Treffen mit Vertretern der Hamas und des Islamischen Dschihad sagte er: „Wir sind vereint und niemand kann uns trennen.“
Anders als bei der eigentlichen Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen (UNHCR) ist der Flüchtlingsstatus bei der UNRWA vererbbar. Israel sieht darin einen Mechanismus, das Flüchtlingsproblem künstlich aufrechtzuerhalten. Nach eigenen Angaben kümmert sich die UNRWA inzwischen um 5,9 Millionen „Flüchtlinge“. (df)
8 Antworten
Die UNRWA ist nachweislich eine antisemitische Organisation, die den Hamas-Terror gegen Israel unterstützt. In ihren Schulen hetzt sie bereits die Kleinsten gegen Israel und den Westen auf. Also auch gegen uns. Sie hat den Hamas-Terroristen die Hilfsgüter zugeschanzt, die für die Zivilbevölkerung vorgesehen war. Sie gehört zu den Hauptverantwortlichen für Hunger in Gaza.
Die UNRWA muss im Westen als terroristische Organisation eingestuft werden. Kein Geld westlicher Steuerzahler für Terroristen und Antisemiten.
Ich freue mich für die Kinder und wünsche ihnen durch die Schliessung ein besseres Zuhause.
Mitarbeiter haben mir erzählt, die Kinder seien knapp an Nahrung gehalten worden und hätten bei weitem nicht die ausreichende Betreuung. Integration und Kontakt zu Aussenstehenden oder auferbauenden Kinderprogrammen sei Ihnen verwehrt geblieben.
Ich denke jetzt sind wir alle gefragt, gegen den Geist des Hasses und der Ausgrenzung aufzustehen.
Segen und Grüsse
David
Dass man der UNRWA jegliches Recht auf israelischen Boden entzieht, haben diese selbst zu verantworten. Solange sich UNRWA nicht von paläst. Terroristen lossagt, haben sie jedes Recht auf fragwürdige Arbeit in Israels Hauptstadt Jerusalem verwirkt. Der damalige Leiter der UNRWA sagte es doch selbst, „die UNRWA und Verteter der Hamas und des Dschihad sind vereint und niemand kann uns trennen.“ Na dann, Israel muss unter keinem Völkerrecht Terroristen und deren Unterstützer in seinem Land dulden.
Abreißen und etwas auf dem Gelände bauen, was der Allgemeinheit dienlich ist, auch wenn das jetzt die Israelhasser wieder auf die Palme bringt. AM ISRAEL CHAI!
Seit wir wissen, dass UNRWA in Gaza mit Hamas zusammenarbeiteten und so vieles mehr, gehört dieser ausschliesslich für Pals gegründete Verein innerhalb der UNO, auch wegen antisemitischen Schulbüchern, abgeschafft. Es gibt ein internationaler Flüchtlingsverein der UNO: UNHCR. Mit ca. 16.000 Mitarbeitern. Dazu Milliarden an Abbas. Wo sind die Gelder? Pals/ WJL müssten im Geld schwimmen. Gaza wurde von Katar, EU, Hilfsgeldern, Spenden, der UNO finanziert. Für Waffen? Shalom
Richtig so, die UNRWA haben Terroristen beschäftigt und unterstützt.
Ich würde die Verbrecher und Terroristen auch nicht mehr im Land und an der Grenze haben wollen.
Israel hat ein Existenzrecht und ein Verteidigungsrecht. Kann das Land und das Volk Israel sehr gut verstehen, nachdem sie am 7.10.2023 von den Palistinänsern bestialisch und grausam überfallen worden sind. Israel hat jetzt auch das Recht Nägel mit Köpfen zu machen.
Open letter
Guten Tag, Frau Reem Alabali Radovan.
Mit Unverständnis und Erschrecken nehme ich Ihr statement zur Kenntnis.
Weder Herr Merz noch Herr Wadephul haben sich zu dieser sensiblen Sache offiziell öffentlich geäussert, wahrscheinlich aus naheliegenden Gründen.
Sie setzen sich faktenfrei und verzerrend für die UNRWA ein und verurteilen israelisches Handeln.
Die UNRWA ist in keiner Weise für die Versorgung oder ungehinderter lebenswichtiger Arbeit der palästinensischen Flüchtlinge notwendig oder diese darauf angewiesen. Das haben bereits seit längeren andere UN-Organisationen umfassend übernommen, wie auch die UN verlautbarte, nämlich zu 100% befriedigend.
Die UNRWA war und ist keineswegs Teil einer Lösung der Palästinafrage, sondern hat stets zu den Problemen in Israel, Libanon, Syrien und Libanon massiv beigetragen, steht also einer vernünftigen Lösung absolut im Weg.
Solche statements helfen m.E. nicht beim Kampf gegen Antisemitismus, Israel- und Judenhass, sie können eher als unterstützend aufgefasst werden.
Ich hoffe, man kann die Steine für etwas Gutes verwenden.
Israel weiss was zu tun ist. Ich unterstütze das Vorgehen Israels gegen die UNWRA. Wann entschließt sich die deutsche Regierung endlich Zahlungen an die Palästinenser im Rahmen der UNO einzustellen?