Drei pro-palästinensische Filme auf Shortlist

Drei Filme, die sich mit dem Nahost-Konflikt befassen, stehen auf der Shortlist für die Oscars. Darunter ist auch der Film „Im Schatten des Orangenbaums“.
Von Israelnetz

LOS ANGELES (inn) – Drei Filme, die sich mit dem Nahost-Konflikt befassen, haben es auf die Shortlist für die Oscars 2026 geschafft. Sie sind in der Kategorie „Internationaler Film“ nominiert, gab die Academy in Los Angeles am Dienstag bekannt. Insgesamt 15 Filme konkurrieren um den begehrten Preis.

Der palästinensische Beitrag „Palestine 36“ handelt von dem arabischen Aufstand, der 1936 seinen Ausgang nahm. Er richtete sich gegen die britische Kolonialmacht und die jüdische Bevölkerung im damaligen Mandatsgebiet. Das Fachblatt „The Hollywood Reporter“ beschreibt den Film als „eine Geschichte über nationale Identität und Widerstand mit Gegenwartsbezug“.

Die palästinensisch-amerikanische Regisseurin Annemarie Jacir wollte „Palestine 36“ ursprünglich im Westjordanland drehen. Nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 musste sie den Drehort jedoch nach Jordanien verlegen.

Tunesischer Film zu getötetem palästinensischen Mädchen nominiert

Tunesien schickt den Film „Die Stimme von Hind Rajab“ ins Rennen um die Oscars. Er handelt von dem gleichnamigen fünfjährigen Mädchen aus Gaza, das im Januar 2024 mit Familienangehörigen getötet wurde. Vor ihrem Tod telefonierte das Kind dreieinhalb Stunden mit dem Roten Halbmond in Ramallah. Für den Film wurde der Mitschnitt ihrer Stimme verwendet. Nach Hind Rajab ist eine belgische Stiftung benannt, die sich bemüht, israelische Soldaten im Ausland vor Gericht zu bringen.

Als jordanischer Beitrag konkurriert auch der Film „Im Schatten des Orangenbaums“ von Cherien Dabis um die Auszeichnung. Er erzählt die Geschichte einer palästinensischen Familie über drei Generationen hinweg. (mw)

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4 Antworten

  1. Kufiya tragende nützliche Idioten der Palinazis erneut bei der Oscar Verleihung zu erwarten…

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  2. Es wäre interessant zu erfahren, ob „Palestine 36“ auch von dem ehemaligen Straßenräuber, Halsabschneider und Mörder Hassan Salameh erzählt, der im Rahmen des vom Großmufti inszenierten „Aufstands“ 1936-1939 britische Soldaten, Angehörige des Jischuw und kooperationsbereite Araber umbrachte. [Der Wikipedia-Eintrag zu ihm muss dringend angepasst werden.]

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  3. So viel zur vielgepriesenen Objektivität. Bei diesem Thema gibt es noch nicht einmal „ zwei Seiten“ die gehört werden müssen.
    Schande über die Antisemiten!

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