Fans wollen „Stranger Things“ nicht boykottieren

Anti-israelische Aktivsten rufen zum Boykott der beliebten Serie „Stranger Things“ auf. Doch die Serie hat eine große Fan-Gemeinde und bricht jetzt schon Rekorde.
Von Israelnetz
Stranger Things

LOS GATOS (inn) – Die erfolgreiche Netflix-Serie „Stranger Things“ geht Mittwochabend in die fünfte und finale Staffel. Begleitet wird der Serienstart von Boykottaufrufen anti-israelischer Aktivisten.

Der TikTok-Aktivist Guy Christensen, der in den vergangenen zwei Jahren mit israelfeindlichen Inhalten große Verbreitung fand, schrieb am 16. November auf X: „Die ‚Stranger Things‘-Besetzung hat sich im Grunde genommen in einen zionistischen Fanclub verwandelt.“ In einem Video fordert er seine Follower dazu auf, die Serie zu boykottieren, denn Zionisten, fügt Christensen hinzu, solle man kein Geld und keine Unterstützung gewähren.

Mit rund drei Millionen Followern auf TikTok hat der Aktivist eine große Reichweite. In der Vergangenheit befürwortete er die Ermordung zweier israelischer Botschaftsmitarbeiter in Washington.

Schauspieler äußern Sympathien für Israel

Hintergrund der Forderungen sind pro-israelische Äußerungen von zwei Schauspielern, die in der Serie mitwirken. Von dem 21-jährigen Noah Schnapp, der in der Serie „Will“ spielt, kursierte im November 2023 ein Video, in dem er Sticker mit der Aufschrift „Zionism is sexy” (Zionismus ist sexy) und „Hamas is ISIS” (Hamas ist der Islamische Staat) hochhielt.

Das brachte zahlreiche anti-israelische Aktivisten gegen ihn auf. Im Januar 2024 sagte Schnapp in einer Stellungnahme, seine Gedanken und Überzeugungen seien falsch interpretiert worden. „Jeder mit auch nur ein bisschen Menschlichkeit in sich hofft auf ein Ende der Feindseligkeiten auf beiden Seiten.“ Der Schauspieler mit jüdisch-marokkanischen Wurzeln hatte zudem seine Bar Mizwa in Israel gefeiert und im Sommer 2023 Bilder veröffentlicht, die ihn beim Beten an der Klagemauer in Jerusalem zeigen.

Neben Schnapp weckte auch Brett Gelman, der in „Stranger Things“ den Reporter „Murray“ verkörpert, den Unmut anti-israelischer Aktivisten. Gelman äußerte mehrfach seine Unterstützung für Israel und besuchte das Land im Dezember 2023. Während des Aufenthalts spielte er in der israelischen Comedy-Show „Eretz Nehederet“ (Wunderbares Land) mit.

Erfolg trotz Boykottforderungen

Die Reaktionen auf Boykottaufrufe seien gemischt, schreibt die israelische Zeitung „Jerusalem Post“ am Montag. Immerhin habe die Serie eine riesige Fangemeinde. „Der Boykottaufruf könnte ein Lackmustest dafür sein, wie stark der Einfluss dieser lautstarken anti-israelischen Aktivisten tatsächlich ist.“

Allein die vierte Staffel, die 2022 erschienen ist, kommt nach Angaben von Netflix auf 1,8 Milliarden Streaming-Stunden. In den Wochen vor der Ausstrahlung der neuen Folgen ist „Stranger Things“ ein weiteres Kunststück gelungen: Die vier bisherigen Staffeln sind wieder in den Top 10 der Netflix-Wochencharts vertreten. Das sei bisher noch keiner Serie gelungen, schreibt das Online-Magazin „Filmstarts“. In Deutschland veröffentlicht Netflix die ersten vier Folgen der fünften Staffel am Donnerstag. (mw)

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7 Antworten

  1. Die Schweiz unterstützt Gaza mit weiteren 23 Millionen Franken! Ich als Eidgenoss/in kann das einfach nicht verstehen, dass man Geld so leichtfertig nach Gaza spendet. Gaza eine Hochburg des Terrorismus erhält 23 Millionen Franken, während es Schweizer/Innen gibt, deren Rente nicht ausreichen…

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    1. Genau, Evi! Besonders, da das Geld ja sowieso an die Hamas geht.

      Und: Stranger Things ist einfach nur cool! Und die Schauspieler zeigen Kante, gut so! Wo geht es zum Gegen-Boycott?

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    2. Nun, da sind Sie nicht einzige/r Eidgenosse, kopfschüttelnd, hier. Meines Wissens gibt es auch in CH Kinderarmut. Aber es ist die Ausnahme und der Kanton oder die Gemeinde steht Gewehr bei Fuss, zu helfen.

      Tröstend mag aber ein Blick auf den „grossen Kanton im Norden“ sein:

      Da verkündete die Ministerin für Entwicklungshilfe, den kurdisch-arabischen Namen konnte ich mir nicht merken stolz, 200 Mio T-Euro stünden bereit, nach Gaza überwiesen zu werden.

      Werden sich die Terroristen freuen, gepampert zu werden. Und als Zeichen ihrer Begeisterung ein paar Schnellurteile, sofort vollstreckbar, verkünden.

      Aber selbst der mächtigste Mann der Welt tat ja kund, dass er für Stand-Executionen der Hamas ein gewisses Verständnis aufbrächte.
      ____
      Und, Martin S.: Ich sehe es noch eine Spur schärfer als Sie. Früher gabs (für mich) zwei, drei lesenswerte Tageszeitungen, div. Fachkrams, eine Handvoll Fersehsender. Heute schmeiss ich im Hotel zu allererst die Fernbedienung weg… .

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  2. Es ist wichtig, dass alle Vernünftigen Farbe bekennen und sich gegen diese anti-Israelischen Boykottaufrufe stellen. Die Social Media-Zeit ist allgemein schlechter als die Zeit ohne Internet.
    Die Schauspieler haben ein wichtiges Zeichen gesetzt und die Demokratie gestärkt ! Wir müssen auch medial gegen die Hamas und deren Fans kämpfen !

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  3. Die antiisraelischen Aktivisten und ihr Unmut können mir gestohlen bleiben.
    Zionism is sexy, und dabei bleibe ich auch.
    SHALOM

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  4. An Noah Schnapp und Brett Gelman: Lasst euch von dem antisemitischen Mob nicht einschüchtern, ihr habt nichts wofür ihr euch schämen müsstet, weder eure jüdische Identität noch eure pro-israelische Haltung.

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  5. Als linksdenkender Demokrat sehe ich die sich global schneller drehende Gewaltspirale mit großer Sorge. Sicher hat auch Israel Fehler gemacht, aber die Grundabsicht von Terroristen wie der Hamas oder Hisbollah, Israel vernichten zu wollen, zwingt Israel zu harten Gegenmaßnahmen.
    Leider kann man den Beteuerungen und Versprechen vieler Araber nicht trauen, wie auch wir hier in Europa täglich leidvoll erfahren können.
    Gott schützen Israel. Lasst euch nicht unterkriegen und bleibt stark!

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