Antisemitismus in pakistanischen Schulbüchern weit verbreitet

Laut einer aktuellen Studie enthalten zahlreiche Lehrbücher an pakistanischen Schulen judenfeindliche Inhalte. Lob für Hitler gibt es auch.
Von Israelnetz

ISLAMABAD (inn) – Eine vor Kurzem veröffentlichte Studie erhebt Vorwürfe des Antisemitismus gegen das pakistanische Bildungssystem. Viele Schulbücher verbreiteten negative Stereotype über das jüdische Volk, schreibt das Institut zur Überwachung des Friedens und der kulturellen Toleranz in der Schulerziehung (IMPACT-SE). Dabei werde allgemein von „den Juden“ gesprochen. Eine Differenzierung finde nicht statt. Auch stellen die Bücher historische Ereignisse in Bezug auf Israel oftmals falsch dar.

Die Organisation untersuchte mehr als 80 von der Regierung genehmigte Lehrbücher. Verwendung finden die Bücher derzeit in drei Bildungsräten Pakistans: Punjab, Sindh und die Bundesdirektion. Es handelt sich um Regionen, die sowohl demografisch als auch politisch bedeutend sind. Dabei untersuchte IMPACT-SE unter anderem Schulbücher aus den Lernfeldern Geschichte, islamische Religion, Wirtschaft und Sozialkunde.

Oftmals stammt die Stigmatisierung demnach von Überlieferungen aus der Zeit des Propheten Mohammed. Dabei werden der jüdischen Bevölkerung negative Charaktereigenschaften zugeschrieben, schreibt IMPACT-SE. Folgende Textpassage eines Schulbuches aus dem Fach islamische Religion verdeutliche das Problem: Die jüdische Bevölkerung von Medina habe sich „wie gewöhnlich“ gegen Mohammed verschworen.

Lob für Hitler ohne Hinweis auf Holocaust

An anderer Stelle verbreiten manche Bücher historische Unwahrheiten. Ein Schulbuch für Neunt- und Zehntklässler lehrt: „Vor der Gründung des Staates Israel hatten die Juden keinen eigenen Staat“. Dabei verschwiegen sie jüdische Königreiche im Altertum.

Auch entscheidende Informationen unterschlage das pakistanische Bildungssystem. Ein Schulbuch lobt Adolf Hitler für „die Wiederherstellung des deutschen Stolzes“, ohne die Gräueltaten des Holocausts zu erwähnen. Positiv hebt IMPACT-SE hervor, dass es in einigen Fächern auch Versuche gebe, den Gedanken der Toleranz zu vermitteln.

IMPACT-SE geht es bei ihren Untersuchungen nicht nur um Antisemitismus, sondern generell um die Aspekte Ausgrenzung und Toleranz, etwa gegen Minderheiten oder Ausländer. Dabei prüft sie sowohl Schulbücher als auch Lehrpläne. Die Organisation setzt sich auch für diplomatische Verhandlungen im Rahmen von Konflikten ein. Gewalt und Hass wird dabei abgelehnt. (csb)

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12 Antworten

  1. Ist das wirklich überraschend ? Pakistan ist die Hölle für Minderheiten und …für Frauen. Der Satz „die Juden hatten nie einen eigenen Staat“ wird richtig, wenn man „Juden“ durch „Palästinenser“ ersetzt…

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  2. Der Lehrbuchinhalt der pakistanischen Schulbücher ist extrem negativ, da dort die Kinder dadurch schon früh Unwahrheiten und Hetzereien indoktriniert bekommen. Das wird noch mehr zum Problem, weil viele junge Leute Pakistan aufgrund von Konflikten verlassen und versuchen westliche Länder einzuwandern und dort dann, wenn sie schaffen dort ein Aufenthaltsrecht zu bekommen, mit ihren aus Pakistan mitgebrachten Wertvorstellungen weiterleben- importierter Antisemitismus

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  3. „Wiederherstellung des deutschen Stolzes“. Auf was können wir stolz sein? Auf die Vergasung von Juden? Das ist nichts, worauf man stolz sein kann. Und wie es aussieht, habt die Menschheit nichts aus dieser schlimmen Vergangenheit gelernt. Der antisemitische Hass in den Schulbüchern islamistischer Länder wird von Generation zu Generation weitergegeben, und nicht nur in den Büchern. Heute wird er auf den Straßen unseres Landes weitergegeben.

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    1. So ist es, Ella, nicht nur in Büchern und Social Media, sondern auch über User selbst hier im Forum, User, die ich für skrupellose Provokateure halte, User, die alles Antisemitische vorbehaltlos übernehmen.
      Ich würde gerne wissen, wie diese User, die doch Israel so gerne einen Genozid unterstellen, Hitler und seinen in Europa beinahe vollendeten Genozid an den Juden bewerten.
      SHALOM

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  4. Der Islam ist nur auf eins aus, erst die Juden, dann die Christen, dann alle anderen ungläubigen.Die Menschheit hat aus der Vergangenheit nichts gelernt.

    Alles schreit gegen Israel? Warum schreit man hier nicht gegen den Islam, der ein ganzes Volk vernichten will. Hass in Schulbüchern lehrt.

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  5. Lob für Hitler ist krass. Es gibt diesen amerikanischen Musicalfilm von Mel Brooks, aus dem Jahr 1967. Springtime for Hitler and Germany. Ein „Brüller“ für Nichtbetroffene. Natürlich Satire. Ob der Film in Pakistan verstanden wird? Wohl kaum. Wie doof kann man eigentlich sein?

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  6. Das erklärt die Einstellung der Menschen in diesen Ländern. Sie lernen von klein auf historische Unwahrheiten und Hass. Warum sollen sie als Erwachsene später Ausländern glauben, die ihnen erzählen, daß ihr Land ihnen falsche Werte beigebracht hat. So war es bei uns auch einmal und nicht einmal der verlorene Krieg hat aus allen Köpfen die Unwahrheiten und die Vorurteile tilgen können. Es ist Zeit für neue Schulbücher!

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  7. Man füttert die Jugend mit Lügen. In Europa suchen die Islamisten ebenfalls durch die Schulen an die Jugend heranzukommen. Es ist der einfachste Weg die Erfindungen und Unwahrheiten des Islams zu verbreiten!

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