Zweiter Toter nach Trauerprozession

PETACH TIKVA (inn) – Das Gedränge bei einem ultra-orthodoxen Trauermarsch hat ein zweites Todesopfer gefordert. Am Mittwoch erlag ein 18-jähriger Israeli in Petach Tikva seinen Verletzungen.
Im Beilinson-Krankenhaus in Petach Tikva ist der 18-Jährige infolge seiner Verletzungen gestorben.

Foto: Ynhockey / Wikipedia

Im Beilinson-Krankenhaus in Petach Tikva ist der 18-Jährige infolge seiner Verletzungen gestorben.

Ein weiterer ultra-orthodoxer Jude ist am Mittwoch an Verletzungen gestorben, die er im Gedränge bei einer Trauerprozession in der Nacht zu Samstag in Bnei Brak erlitten hatte. Die Ärzte im Beilinson-Krankenhaus in Petach Tikva stellten am Mittwoch den Tod des 18-jährigen Jitzhak Samet fest. Er gehörte der chassidischen Sekte „Toldos Aharon“ an und war verlobt, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet.
Bereits kurze Zeit nach der Trauerprozession war der 27-jährige Mordechai Gerber in einem Krankenhaus gestorben. Er hinterlässt seine Ehefrau und ein dreijähriges Kind. Zwei weitere Schwerverletzte werden noch stationär behandelt.
An dem Marsch durch die ultra-orthodox geprägte Stadt Bnei Brak bei Tel Aviv hatten sich Freitagnacht Zehntausende strenggläubige Juden beteiligt. Viele versuchten, zum Sarg von Rabbi Schmuel Halevi Wosner vorzudringen. Dabei wurden viele Menschen niedergetrampelt. Der Verstorbene galt als Autorität. Er hatte sich unter anderem gegen unzüchtige Kleidung bei Frauen sowie gegen die Verwendung von Smartphone und Internet ausgesprochen. (eh)

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