Zwei palästinensische Angreifer getötet

RAMALLAH (inn) – Bei einer Razzia im Westjordanland haben Soldaten am Mittwoch zwei palästinensische Angreifer erschossen. Beide hatten mit ihren Fahrzeugen versucht, Israelis zu rammen.
Bei der Razzia im Flüchtlingslager Kalandija griffen zwei Palästinenser Sicherheitskräfte mit ihren Fahrzeugen an.
Bei der Razzia im Flüchtlingslager Kalandija griffen zwei Palästinenser Sicherheitskräfte mit ihren Fahrzeugen an.
Der Terror in diesem Jahr unterscheide sich stark von dem während der sogenannten zweiten „Intifada“, die im Jahr 2000 begonnen hatte. Palästinenser agierten vermehrt allein, ohne die Hilfe von Terror-Organisationen. Die Waffen seien häufig improvisiert, die Täter keine gesuchten Terroristen. Die Bemühungen, Anschläge zu verüben, seien gestiegen. Das gab der Schabak am Montag laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ bekannt. Demnach haben israelische Sicherheitskräfte allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 17 geplante Selbstmordanschläge und acht Entführungen verhindert. Darin eingeschlossen seien nicht die Anschlags- und Entführungspläne, die von der palästinensischen Polizei aufgedeckt wurden. Fünf der verhinderten Selbstmordanschläge seien von Mitgliedern der radikal-islamischen Hamas geplant worden, fünf weitere von anderen Palästinensergruppen. Die restlichen sieben Attentate seien von Palästinensern geplant gewesen, die keiner Terrorgruppe angehörten. Insgesamt haben israelische Sicherheitskräfte seit Jahresbeginn 111 Terroranschläge verhindert. Fast alle sollten im Westjordanland verübt werden. Mehr als die Hälfte der geplanten Angriffe (62) geht auf das Konto der Hamas. Doch die Organisation agiere nicht mehr ausschließlich so wie noch in den Jahren 2000 bis 2006 im Westjordanland. Die Mitglieder handelten heute oft in kleinerem Rahmen, auf lokaler Basis, gelegentlich auch ohne Hilfe von außen. Waffen oder Gelder würden seltener aus dem Gazastreifen oder dem Ausland beschafft, sondern direkt vor Ort. Es sei nicht länger „in“, ein „gesuchter Terrorist“ zu sein, heißt es laut der „Times of Israel“. Die heutigen Terroristen hätten oftmals nicht das Verlangen nach einem Leben auf der Flucht. Nach einem Anschlag wollten sie vielmehr in ihr normales Alltagsleben zurückkehren. Dennoch gebe es weiterhin Terrorzellen im Westjordanland, die vom Gazastreifen oder dem Ausland aus befehligt werden. (dn)

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