Zwei Palästinenser im Gazastreifen getötet – Armee stürmt PLO-Büro

GAZA (inn) – Bei einem Einsatz der israelischen Armee in der palästinensischen Ortschaft Rafah im Gazastreifen an der Grenze zu Ägypten sind am Donnerstagabend zwei jugendliche Palästinenser ums Leben gekommen, elf weitere wurden verletzt.

Über den Vorfall gibt es unterschiedliche Aussagen: Militärangaben zufolge haben israelische Truppen einen Tunnel in einem Wohnhaus entdeckt, der offenbar zum Schmuggeln von Waffen aus Ägypten genutzt wurde. Soldaten sprengten das Wohnhaus. Während der Aktion hätten Palästinenser das Feuer auf die Israelis eröffnet und mehrere Handgranaten geworfen. Die Soldaten hätten den Beschuß erwidert, dabei seien die Jugendlichen ums Leben gekommen.

Wie palästinensische Augenzeugen berichteten, hat die Armee das Feuer auf eine Gruppe Jugendlicher und Kinder eröffnet, von denen sie zuvor mit Steinen und Flaschen beworfen worden sei.

Auch in Samaria kam es zu Schußwechseln zwischen bewaffneten Palästinensern und israelischen Soldaten: In der Autonomiestadt Jenin eröffnete eine Gruppe Palästinenser am Freitagmorgen das Feuer auf Einheiten der Armee, die in der Stadt nach Terroristen suchten. Dabei wurden drei Armeeangehörige verletzt.

Palästinensischen Angaben zufolge haben israelische Truppen zudem am Donnerstagabend in der Autonomiestadt Shechem (Nablus) in Samaria das Büro der PLO gestürmt. Die Soldaten hätten die Räume erst durchsucht und anschließend Teile davon gesprengt. Seitens der Armee liegt noch keine Stellungnahme zu den Angaben vor.

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