Zwei Männer aus Ostjerusalem planten Anschläge in Israel

JERUSALEM (inn) - Zwei Bewohner aus Ostjerusalem sollen an der Planung von Terroranschlägen beteiligt gewesen sein. Die Männer wurden bereits vergangene Woche verhaftet. Auf Grund einer Nachrichtensperre wurde der der Vorfall allerdings erst am Wochenende bekannt.

Wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet planten die Araber einen Selbstmordanschlag in Jerusalem und einen Schussangriff auf die Sicherheitskräfte des „Mughrabi“-Tors. Das „Mughrabi“-Tor liegt in der Altstadt von Jerusalem und verschließt eine Zugangsrampe zum Tempelberg.

Laut der Anklageschrift des Bezirksstaatsanwalts von Jerusalem hatten der 19-jährige Mamun Abu Tir und sein zwei Jahre älterer Freund Atallah Abu Tir gegen Ende des Jahres 2006 beschlossen, eine Terrorzelle zu gründen. Beide kommen aus dem Viertel Umm Tuba in Ostjerusalem. Später knüpfte Mamun Kontakt zu einem Mann, der sich ihm als Kämpfer des „Islamischen Dschihad“ in Algerien vorstellte.

Laut der Anklage schickte dieser Mann Mamun eine Anleitung zum Bau von Sprengkörpern. Darüber hinaus machte der Algerier den jungen Mann im September 2007 mit einem Kämpfer des „Islamischen Dschihad“ im Gazastreifen bekannt.

Ursprünglich wollten die beiden einen Selbstmordattentäter von Hebron nach Be´er Scheva schleusen. Schließlich entschieden sich die beiden Männer aber für einen Anschlag in Jerusalem. Des Weiteren geht aus der Anklage hervor, dass Mamun mit dem besagten Terroristen aus Gaza auch über Anschläge auf verschiedene Personen geredet hat. Im Gespräch soll unter anderen der Bürgermeister von Jerusalem gewesen sein.

Der Terrorist aus dem Gazastreifen bot an, einen Selbstmordattentäter an den Sicherheitszaun in Jerusalem zu bringen. Mamun sollte diesen dann abholen. Der junge Mann ging auf den Vorschlag ein und fragte seinen Freund Atallah Abu Tir, ob er sein Fahrer sein könne. Die beiden Araber beschlossen, einen günstigen Ort für ihren geplanten Anschlag in der Stadt zu suchen und sich Waffen für den Schussangriff auf die Sicherheitskräfte des „Mughrabi“-Tor zu besorgen.

Ungefähr eine Woche später soll der Mittelsmann im Gazastreifen zu Mamun gesagt haben, dass er sich bereit halten solle ein „Geschenk“ in Dschenin im Westjordanland abzuholen. Der Jerusalemer verstand die Andeutung so, dass er einen Selbstmordattentäter und einen Sprengstoffgürtel in Empfang nehmen solle.

Einige Stunden später wurde Mamun von Sicherheitskräften festgenommen. Er und Atallah wurden wegen Verschwörung mit dem Feind in Kriegszeiten angeklagt. Mamoun soll zudem wegen Kontakt zu einem ausländischen Agenten belangt werden.

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