Zwei amerikanische Ideen für Nahost

JERUSALEM (inn) – Kinder gleichen Freiheitsgeistes: Premierminister Benjamin Netanjahu hat den USA per Videobotschaft zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli gratuliert. Er zeigte sich begeistert von den Ideen der amerikanischen Revolution und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass diese auch im Nahen Osten Verbreitung finden.
Mit einer Videobotschaft gratuliert Netanjahu den USA zum Unabhängigkeitstag.

„Als israelischer Premierminister schätze ich sehr, was Amerika für Israel getan hat. Als Führer einer der dynamischsten Demokratien der Welt schätze ich die Opfer, die Amerika auf sich genommen hat, um weltweit Frieden und Demokratie voranzubringen.“ In dem knapp 5-minütigen Video betonte Netanjahu, wie angetan er von den beiden Grundideen der amerikanischen Revolution sei: dass sich ein Volk seine Führer selbst wählt und deren Macht kontrolliert wird.
„Der 4. Juli ist ein Tag, an dem man die Freiheit als etwas nicht Selbstverständliches ansehen sollte.“ Vielmehr gebe er Anlass zum Dank dafür, dass es die Geschichte Amerika ermöglicht habe, die Ideen der Freiheit mit Taten zu verknüpfen. „Der 4. Juli ist für alle freien Menschen ein Grund zum Dank, dass Amerika so viel dafür getan hat, dass die Welt ein sichererer, freierer und friedlicherer Ort ist.“
Mit Blick auf die „historischen Umwälzungen“, die gegenwärtig im Nahen Osten stattfinden, verband Netanjahu die Hoffnung, dass diese beiden Ideen auch in der Region um Israel Wurzeln schlagen. Zwar gebe es auch Anlass, daran zu zweifeln. Längerfristig bestehe jedoch Grund zur Hoffnung. Die Verbreitung der Informationstechnologie sorge dafür, dass junge Menschen nicht mehr so leicht einzuvernehmen seien. „Letztlich wird sich die Macht der Freiheit durchsetzen.“
Am 4. Juli feiern die USA die Verabschiedung der Unabhängigkeitserklärung. Den damaligen 13 englischen Kolonien war die Einmischung Englands in ihre Angelegenheiten ein Dorn im Auge. Außerdem stellten sie die Erhebung von Steuern und die Autoritätsansprüche des englischen Königs Georg III. infrage. Die Unabhängigkeitserklärung von 1776, verfasst vom späteren Präsidenten Thomas Jefferson, war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum eigenen Staat.
Von den Erfahrungen der Revolution rührt die politische Kultur Amerikas her: die Betonung der regionalen Selbstverwaltung sowie die wechselseitige Machteinschränkung und -kontrolle der zentralen Regierungsorgane. Zielpunkt dieser Maßnahmen ist die Gewährleistung der Freiheitsrechte des Einzelnen.

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