„Zwangsurlaub“ im Flamingo-Hotel – Terroristen noch immer auf Zypern

LARNAKA (inn) – Während die Europäische Union noch immer darüber berät, welches Land zu welchen Bedingungen die 13 palästinensischen Terroristen aufnehmen soll, entspannen die Männer gezwungenermaßen im Flamingo-Hotel in Zyperns Hauptstadt Larnaka.

Eigentlich sollten die vorerst auf die Mittelmeerinsel abgeschobenen Terroristen Zypern bereits am Mittwoch verlassen. Allerdings konnten sich die 15 ständigen EU-Botschafter in Brüssel am Mittwochabend nicht einigen, wann und wo die Palästinenser in Europa aufgenommen werden sollen.

Bislang haben sich Belgien, Spanien, Italien, Irland, Griechenland und Portugal zu einer Aufnahme der Männer bereit erklärt. Unklar ist unter anderem, welchen Rechtsstatus die Terroristen erhalten sollen. Bis spätestens Sonntag wollen die EU-Botschafter eine Entscheidung treffen.

Bis dahin dürfen die Palästinenser noch den Service des Flamingo-Hotels genießen. Abgesehen davon, daß sie das Hotel nicht verlassen dürfen, unterscheiden sie sich nicht von den anderen Gästen: „Sie tun all das, was jeder tut der ein paar Tage in unserem Hotel verbringt – außer auszugehen und Schweinefleisch zu essen“, sagte Sergios Kotanidis, Assistent der Hotelgeschäftsleitung.

Die 13 von Israel gesuchten Terroristen hatten sich mit rund 200 anderen Palästinensern fünf Wochen in der Geburtskirche in Bethlehem verschanzt. Nach dem Ende der Besetzung der Kirche wurden sie vorerst nach Zypern abgeschoben.

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