Zusammenstöße am Josefsgrab

NABLUS (inn) – Am Josefsgrab bei Nablus ist es am Dienstag zu einem Schusswechsel zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften gekommen. Ein Palästinenser wurde dabei verletzt.
Am Josefsgrab bei Nablus kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Palästinensern.

Foto: Johannes Gerloff

Am Josefsgrab bei Nablus kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Palästinensern.

Die Sicherheitskräfte begleiteten die etwa 1.400 frommen Juden, die am Dienstagmorgen das Grab des jüdischen Patriarchen Josef besuchten. Palästinenser warfen Steine auf die Juden und ihre Begleiter. Einer von ihnen feuerte mit einer Schusswaffe auf die Sicherheitskräfte, woraufhin diese zurückschossen. Das berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“.
Der getroffene Palästinenser floh zunächst. Die Sicherheitskräfte ergriffen ihn jedoch nach einer kurzen Verfolgungsjagd und brachten ihn in ein Krankenhaus in Petah Tikwa. Er wird zu dem Geschehen befragt werden.
Die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma‘an“ berichtet von weiteren Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern im Flüchtlingslager Balata nahe des Josefsgrabs. Demnach wurden sieben Palästinenser durch Tränengas und Gummigeschosse verletzt. Die Sicherheitskräfte nahmen sieben Palästinenser in Gewahrsam und ließen sechs von ihnen wieder frei.

Sicherheit für Gläubige

Peter Lerner, ein Sprecher der israelischen Armee, wies auf die Aufgabe der Armee in der Region hin: „Die israelische Armee sichert die Religionsfreiheit in der ganzen Region. Der Vorfall zeigt die Herausforderungen, die wir haben und das Potenzial, das religiöse Ansichten gefährdet.“ Die israelische Armee werde weiterhin den verschiedenen Bewohnern der Region bei ihren religiösen Bedürfnissen zur Seite stehen.
Die von Israelis „Kever Josef“ genannte Grabstätte wurde mehrmals von Palästinensern zerstört und schlussendlich zu einer Moschee umgebaut. Die palästinensische Polizei hatte nichts zum Schutz des Heiligtums unternommen. Rechtlich gesehen befindet sich die Grabstätte nach den Osloer Verträgen unter israelischer Hoheit. Um weitere Gewalt zu verhindern, hatte die israelische Regierung das Grab jedoch unter palästinensische Aufsicht gestellt. Die israelische Armee bietet Begleitschutz für jüdische Gläubige an, die es besuchen wollen. Die Stätte, an welcher Joseph, ein Sohn des Erzvaters Jakob, begraben liegt, befindet sich bei Nablus, dem biblischen Sichem.

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