Zerschlagenes Porzellan

TOKIO (inn) - Der israelische Botschafter in Tokio hat vergebens seit Monaten versucht, vom Jerusalemer Außenministerium neues Tafelgeschirr für offizielle Dinner in der Residenz zu erhalten. Jeder israelische Botschafter verfügt über zwei sündhafte teure Service aus Porzellan, Teller und Tassen mitsamt Staatswappen. Wegen der Koscher-Gesetze wird ein Set für "fleischige" Speisen benötigt und ein weiteres für "Milchiges", da bei Juden Fleisch und Milch nicht vom gleichen Geschirr gegessen werden darf.

Botschafter Nissim Ben Schitrit telegrafierte nach Jerusalem, dass sein Service abgenutzt, alt und angeschlagen sei. Doch das Außenministerium bestimmte aus Kostengründen, dass die alten Teller weiter zu benutzen seien. Wie die Zeitung "Jediot Aharonot" berichtet, habe das große Erdbeben in Japan das Problem gelöst. Als die Erde bebte, hätten sich die Schranktüren geöffnet. Das kostbare Porzellan sei aus den Regalen gesprungen und auf dem Boden zerschellt. Nun bleibe dem Außenministerium in Jerusalem keine Alternative – es müsse das zerschlage Porzellan ersetzen.

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