Zentralrat der Juden ehrt Merkel

BERLIN (inn) - Bundeskanzlerin Angela Merkel erhält den diesjährigen Leo-Baeck-Preis. Der Zentralrat der Juden in Deutschland würdigt damit ihr "kontinuierliches und glaubwürdiges Engagement" für die Verständigung zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland wie auch in Israel.

Für die Bundeskanzlerin sei es eine „Herzensangelegenheit“, die „aus der deutschen Geschichte resultierende Verantwortung“ zu übernehmen. Merkel überzeuge „durch eine unzweideutige und unnachgiebige Haltung denjenigen gegenüber, die ein harmonisches Miteinander von Juden und Nichtjuden unmöglich machen wollen“, teilte der Zentralrat laut dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit. Selbst in politisch schwierigen Zeiten finde Israel immer einen verlässlichen Partner in der CDU-Politikerin

Der Preis ist nach dem Rabbiner Leo Baeck benannt, der sich während der Weimarer Republik für die interreligiöse und kulturelle Verständigung zwischen Juden und Christen in Deutschland einsetzte. In der Zeit des Nationalsozialismus half er vielen Juden, Deutschland zu verlassen. Baeck überlebte den Holocaust und starb 1956 in London.

Seit seinem Todesjahr zeichnet der Zentralrat der Juden in Deutschland Persönlichkeiten aus, die sich in besonderer Weise für die jüdische Gemeinschaft einsetzen. Unter den früheren Preisträgern befinden sich auch die ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau, Roman Herzog und Richard von Weizsäcker. Der Preis soll am 6. November in Berlin verliehen werden.

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