Zehntausende bei Trauerfeier für Ovadia Josef

JERUSALEM (inn) – Zehntausende Menschen haben sich am Sonntag in Jerusalem anlässlich des Todes von Rabbi Ovadia Josef zu einer Trauerfeier versammelt. Mit der Zeremonie endete die siebentägige Trauerzeit, genannt Schiwa. Anwesende Rabbiner gingen in ihren Predigten auch auf die Zukunft der Schass-Partei ein.
Hunderttausende Menschen waren am Montag zu Josefs Beisetzung nach Jerusalem gekommen.

Foto: YouTube, Screenshot Israelnetz

Hunderttausende Menschen waren am Montag zu Josefs Beisetzung nach Jerusalem gekommen.

Die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet von rund 100.000 Menschen, die zur Trauerzeremonie gekommen waren. Verschiedene Rabbiner predigten auf einer großen Bühne vor den Massen. Unter anderem sprach Rabbi Schalom Cohen vom Schass-Rat der Torah-Weisen, dessen Präsident Rabbi Ovadia Josef war. Er äußerte sich zur Zukunft der orientalischen, strengreligiösen Schass-Partei, die mit dem Tod Josefs ihren Gründer und ihr geistiges Oberhaupt verloren hat. In den Medien war die Frage aufgekommen, ob die Partei nun vor ihrem Ende steht.
„Der Rabbi hat einen starken Mann zurückgelassen: Unseren Freund Rabbi Arje Deri. Er hat ihm vertraut und an ihn geglaubt und ihm die Vollmacht gegeben, alles zu tun, was getan werden muss“, sagte Cohen laut der „Jerusalem Post“. Deri, der Vorsitzender der Schass ist, soll die Partei nun führen.
Josefs Sohn, David Josef, kündigte ebenfalls ein Fortbestehen der Partei an. Er und seine Brüder würden in die Fußstapfen ihres Vaters treten. „Jeder muss sich hinter dem Rat der Torah-Weisen vereinen, um diesen Weg weiterzugehen.“ David Josef lobte den Schass-Vorsitzenden Deri und sprach sich ebenfalls dafür aus, dass dieser die Partei in Zukunft führen sollte. Er betonte: „Mein Vater hat ihn mehr als einen Sohn geliebt und ihm vollkommen vertraut. Er sollte den Weg meines Vaters fortführen.“
Rabbi Ovadia Josef war am vergangenen Montag im Alter von 93 Jahren im Jerusalemer Hadassah-Krankenhaus gestorben. Einen ausführlichen Hintergrund über den Mann, der die Geschicke Israels wie kein zweiter in den vergangenen Jahrzehnten geprägt hat, lesen Sie hier: http://tinyurl.com/l9msxlv

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen