Yad Vashem zeigt Sonderausstellung zum Frauentag

Die Gedenkstätte Yad Vashem hat zwei neue Ausstellungen erstellt, die sie auf ihrer Internetseite zeigt. Anlässlich des weltweiten Frauentages werden dort Lebensgeschichten von Jüdinnen während des Holocaust vorgestellt.
Die Ausstellung „Lichtpunkte: Frauen im Holocaust“ erzählt Lebensgeschichten von Jüdinnen zu Themen wie Kunst und Glauben

Foto: www.yadvashem.org; Screenshot Israelnetz

Die Ausstellung „Lichtpunkte: Frauen im Holocaust“ erzählt Lebensgeschichten von Jüdinnen zu Themen wie Kunst und Glauben

JERUSALEM (inn) – Anlässlich des am 8. März begangenen internationalen Frauentages zeigt die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zwei neue Online-Ausstellungen. Sie beschäftigen sich mit Erlebnissen jüdischer Frauen während der Scho’ah.

Die Ausstellung „Lichtpunkte: Frauen im Holocaust“ präsentiert Geschichten von Jüdinnen vor, während und nach dem Holocaust. Dies geschieht anhand von Zeugnissen Überlebender. Gezeigt werden zudem Fotos und persönliche Gegenstände der Frauen. In den Geschichten geht es unter anderem um Themen wie Mutterschaft, Liebe, Freundschaft, Freiheitskampf und Glaube.

Die zweite Ausstellung zeigt Fotografien von Gegenständen, die jüdischen Frauen gehörten. Ein Klick auf ein Foto – und die Geschichte zum Bild erscheint.

Neue Erkenntnisse für Geschlechterstudien

Na’ama Schick, Direktorin der Abteilung für Online-Unterricht an der Internationalen Schule für Holocaust-Studien in Yad Vashem, sagte über die Ausstellungen, die Geschichten der einzelnen Traumata und die kraftvollen Reaktionen der Frauen vermittelten neue Erkenntnisse für Geschlechterstudien.

So sei interessant, wie unterschiedlich Frauen und Männer in ihren Zeugnissen reagierten, als ihnen in den Konzentrationslagern die Köpfe rasiert wurden. „Männer sagten, sie fühlten sich nicht mehr wie Menschen. Es war eine traumatische Erfahrung für sie, aber sie hörten auf, auf diese besondere Erfahrung sowohl während der Zeit im Lager als auch im Nachhinein zu verweisen“, erklärte Schick.

Frauen hätten hingegen erklärt, „wir fühlten, dass wir keine Frauen mehr waren“. Auch in späteren Zeugnissen seien sie immer wieder auf den gefühlten Verlust ihrer Weiblichkeit durch die Kopfrasur eingegangen.

Von: dn

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