Yad Vashem will Namen von Holocaust-Opfern im Internet veröffentlichen

JERUSALEM (inn) – Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem plant für Anfang nächsten Jahres einen neuen Internetauftritt. Dort sollen die bisher bekannten Namen der während des dritten Reiches von den Nationalsozialisten ermordeten Juden veröffentlicht werden.

Bislang sind in Yad Vashem 3,2 Millionen Opfer namentlich erfaßt. Durch deren Veröffentlichung im Internet erhoffen sich die Initiatoren eine schnelle Erweiterung der Datenbank. Wie Avner Shalev, der Vorsitzende des Direktorats der Gedenkstätte, mitteilte, könnten dadurch insgesamt bis zu fünf Millionen Namen bekannt werden.

Die Veröffentlichung der Namen ist Teil eines besonderen Programmes, das anläßlich des 50jährigen Bestehens der Gedenkstätte geplant ist.

Von September 2003 an werden in Yad Vashem ein Jahr lang spezielle Veranstaltungen und Gedenkfeiern stattfinden. Höhepunkt ist dabei der 15. Juni 2004. An diesem Tag lädt der Staat Israel Holocaust-Überlebende und deren Familien aus der ganzen Welt ein, um diese zu würdigen.

Yad Vashem wurde 1953 nach einem Beschluß der Knesset gegründet. Die Stätte hat die Aufgabe, die Erinnerung an den Holocaust und seine Lehren für zukünftige Generationen wachzuhalten und zu wahren.

Die Homepage der Gedenkstätte mit der weltweit größten und umfangreichsten Sammlung zum Holocaust finden Sie im Internet unter www.yadvashem.org..

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