Yad Vashem organisiert Seminar für jordanische Lehrer

JERUSALEM (inn) – Die Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem hat zusammen mit dem Außenministerium ein Seminar für jordanische Lehrer organisiert. Einen Monat lang lernte die moslemische Delegation etwas über den Holocaust, sie bereiste zudem das Land und traf sich mit ranghohen israelischen Vertretern.

Ja´akov Janiv von Yad Vashem hatte das Projekt konzipiert, als er mit jordanischen Vertretern sprach. Diese zeigten Interesse daran, eine Delegation nach Israel zu entsenden, damit diese etwas über den Holocaust erfährt. Das berichtet die Tageszeitung “Jediot Aharonot” am Donnerstag.

“Sie hatten keinerlei Kenntnis über den Holocaust. Sie waren nicht mit den Auswirkungen auf die israelische Gesellschaft vertraut”, sagte Janiv. Bei dem Seminar wurden die Teilnehmer über die Gräuel informiert, die die Nazis an den Juden und an anderen Gruppen verübten, heißt es in der Zeitung weiter. Zudem lernten sie etwas über die Geschichte des Antisemitismus in Europa und über den Zweiten Weltkrieg. Gelehrt wurde in englischer und arabischer Sprache.

Die Delegation unternahm auch eine Reise nach Jerusalem. Dort besuchten die Pädagogen die Klagemauer, die Grabeskirche und die Al-Aksa-Moschee, in der sie beteten.

Nach Angaben von Vertretern der Holocaust-Gedenkstätte habe das Seminar und der Aufenthalt in Israel dazu beigetragen, dass die jordanischen Lehrer ihre Vorstellungen über Israel und das jüdische Volk geändert hätten.

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