WASHINGTON / GAZA (inn) – Die USA gehen zur zweiten Phase des Gaza-Friedensplanes von Präsident Donald Trump (Republikaner) über. Das gab der amerikanische Sondergesandte für Nahost, Steve Witkoff, am Mittwoch bekannt.
„Phase 2 errichtet eine technokratische palästinensische Übergangsverwaltung in Gaza – das Nationale Komitee für die Verwaltung von Gaza (NCAG)“, schrieb Witkoff auf der Plattform X. „Sie beginnt die völlige Entmilitarisierung und den Wiederaufbau von Gaza, zuerst die Entwaffnung alles nicht autorisierten Personals.“ Die USA erwarteten von der Hamas, dass sie ihre Verpflichtungen völlig erfülle, darunter auch die unverzügliche Rückführung der letzten verstorbenen Geisel. „Ein Scheitern wird ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen.“
Der Sonderbeauftragte ergänzte: „Phase 1 hat historische humanitäre Hilfe geliefert, die Feuerpause aufrecht erhalten, alle lebenden Geiseln sowie die sterblichen Überreste von 27 der 28 toten Geiseln zurückgebracht.“ Er dankte den Ländern Ägypten, Türkei und Katar „für ihre unentbehrlichen Vermittlungsbemühungen, die allen bisherigen Fortschritt möglich machten“.
Today, on behalf of President Trump, we are announcing the launch of Phase Two of the President’s 20-Point Plan to End the Gaza Conflict, moving from ceasefire to demilitarization, technocratic governance, and reconstruction.
— Special Envoy Steve Witkoff (@SEPeaceMissions) January 14, 2026
Phase Two establishes a transitional technocratic…
Israelische Vorbehalte
Aus israelischer Sicht indes kann die Phase 2 erst beginnen, wenn die Hamas ihre Waffen niedergelegt und den Leichnam der Geisel Ran Gvili zurückgegeben hat. Doch Ende Dezember hätten ranghohe US-Vertreter gegenüber Regierungschef Benjamin Netanjahu (Likud) in Mar-a-Lago beteuert, die amerikanische Führung sei diesen beiden Zielen verpflichtet, schreibt die Nachrichtenseite „Times of Israel“ unter Berufung auf informierte Kreise. Sie wolle sie aber nicht zur Bedingung für den Beginn von Phase 2 machen.
Aus Netanjahus Büro hieß es, er habe nach Witkoffs Ankündigung mit Gvilis Eltern gesprochen und betont, dass die Rückkehr der Geisel für Israel höchste Priorität habe. Der geplante Verwaltungsrat für Gaza werde sich nicht auf die Bemühungen auswirken. „Die Hamas muss sich an die Bedingungen des Abkommens halten und sich 100 Prozent bemühen, alle gefallenen Geiseln zurückzubringen, bis zur allerletzten – Ran Gvili, einen Helden Israels.“
Die Mutter Talik Gvili erklärte in einer Stellungnahme, die Ankündigung werde ihren Widerstand gegen einen Übergang zur Phase 2 nicht beeinflussen: „Bis Ran zurückgekehrt ist, wird der Staat Israel nicht in der Lage sein, seine blutigste Wunde zu schließen. Damit kann er auch die Rehabilitierung und Heilung nicht beginnen, die er so dringend benötigt. Phase 2 darf nicht umgesetzt werden, solange Ran nicht nach Hause zurückgekehrt ist.“
Die drei Länder, die außer den USA an der Vermittlung des Abkommens zwischen Israel und der Hamas beteiligt waren, begrüßten das geplante technokratische Komitee. In einer gemeinsamen Erklärung von Ägypten, der Türkei und Katar heißt es, den Vorsitz solle der frühere stellvertretende PA-Verkehrsminister Ali Schaath (Fatah) übernehmen. Dieser Schritt werde zur Stabilität beitragen und die humanitäre Situation im Gazastreifen verbessern.
Fatah und Hamas begrüßen geplantes Komitee
Auch der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas (Fatah), bekundete am Mittwoch seine Unterstützung. Sein Stellvertreter Hussein al-Scheich (Fatah) betonte, es sei wichtig, keine Vereinbarungen zu treffen, die eine weitere innerpalästinensische Spaltung verursachen könnten. Die örtlichen Figuren müssten mit den USA und mit den relevanten Partnern zusammenarbeiten, „um entscheidende Schritte im Westjordanland parallel zum Übergangsprozess in Gaza zu unternehmen“.
Mehrere palästinensische Gruppen veröffentlichten eine gemeinsame Stellungnahme zu den Plänen. Zu ihnen gehören die Terrorgruppen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad. Sie kündigten an, Bildung und Arbeitsbeginn des Komitees zu unterstützen und sich für palästinensische Einheit einzusetzen. Auch das Streben nach einem unabhängigen palästinensischen Staat wurde genannt.
Die Gruppen forderten die Vermittler dazu auf, Druck auf Israel wegen eines Rückzuges aus Gaza auszuüben. Die Waffen der Hamas wurden nicht erwähnt. Am Nachmittag hatte sich ägyptischen Medienberichten zufolge eine Hamas-Delegation mit Vertretern anderer Gruppen in Kairo getroffen. Die PA und die in ihr dominierende Fatah waren demnach nicht vertreten, schreibt „Times of Israel“.
Mitglieder des Friedensrates noch nicht benannt
Wer dem ebenfalls geplanten 15-köpfigen Friedensrat angehören soll, gab Witkoff nicht bekannt. Dies soll auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos geschehen, das am Montag beginnt.
In den vergangenen Wochen kursierten in Medien mehrere Namen. Zu ihnen gehört der ehemalige UN-Nahostgesandte Nickolay Mladenov aus Bulgarien. Auch der frühere britische Premierminister Tony Blair war im Gespräch. Der derzeitige Amtsträger Keir Starmer wird genannt. (eh)
18 Antworten
Die Hamas-Delegation verhandelt. Nach 1945 gab es keine Nazi-Delegation, sondern die Nürnberger Prozesse. Die Hamas-Führer sind echte Nazi , aber verhandeln. Was gibt es da zu verhandeln?
Ganz genau. Ich fürchte, daß Trump die Geduld mit dem Gaza- Problem verliert und lieber mit den Eisbären spielen will…
…“Die Gruppen forderten die Vermittler dazu auf, Druck auf Israel wegen eines Rückzuges aus Gaza auszuüben. Die Waffen der Hamas wurden nicht erwähnt.“
Das sagt schon alles: Druck auf Israel. Ich gehe davon aus, die Terroristen werden ihre Waffen nicht abgeben. Fatah und Hamas, bisher scheiterte jeder Versuch, die verhassten „Blutsbrüder“ zu vereinen. Auf einmal soll das jetzt funktionieren und beide Konfliktparteien wollen zusammen arbeiten. Ich lach mir einen Ast. Hamas-Terroristen und Fatah, die stark in terroristische Aktivitäten verwickelt waren, vereinen sich in dem Wunsch der kompletten Befreiung Palästinas. Und sie werden (Gott bewahre) Unterstützung bekommen von Keir Starmer, der einen palästinensischen Staat anerkannt hat. Schwer vorstellbar. Ich bin gespannt, ob die Amerikaner Israel so hängen lassen, wie sie es im Iran tun.
„Ich bin gespannt, ob die Amerikaner Israel so hängen lassen, wie sie es im Iran tun.“
Vielleicht geht es den USA bezüglich Iran vorerst darum, noch etwas Zeit zu gewinnen, damit sich die Verbündeten auf Gegenschläge des Iran einstellen und sich vorbereiten können. Ich gehe nicht davon aus, dass die USA mit der jetzigen Regierung Israel hängenlassen werden und hoffe darauf, dass auch die Regierung/en nach Präsident Trump unverbrüchlich und loyal an Israels Seite stehen.
Ein Punkt, der mir Sorge macht, ist, dass die „Mitarbeiter“ des jetzigen Regimes im Iran nach einem Machtwechsel ins Ausland gehen und um Asyl bitten werden. Und dies vermutlich (von den obersten Chefs vielleicht abgesehen) nicht in befreundeten Ländern wie Russland, China oder in den Ländern ihrer Glaubensbrüder und -schwestern. Beispielsweise im Irak, in Aserbaidschan oder Bahrain. Auch im Libanon, Kuwait, Pakistan, Afghanistan, Syrien, Saudi-Arabien werden die Täter nicht wohnen wollen. Dabei wären sie dort größtenteils von Schiiten umgeben und würden für ihre Glaubensstärke vielleicht bewundert und anerkannt werden.
Ich befürchte, diese Leute werden sich bei uns etablieren wollen und nehme an, dass unser Asylrecht dem nichts entgegensetzen kann. Wir müssen ja auch Folterknechte Assads, Taliban-Kämpfer usw. bei uns aufnehmen.
@Emma
Hoffentlich haben Sie Recht und USA bleibt treu an der Seite Israels. Ich traue Trump nicht. Wir haben derzeit wieder einen Misston zw.Bibi und Trump, da Bibi nicht mit dem Gaza-Gremium einverstanden ist. Ich auch nicht! Wie kann Trump Erdogan zum Friedensrat einladen, der Israel vernichtet sehen will? Und dann die Aussage: „Das ist unsere Show, Nethanjahu hat kein Mitspracherecht.“ Ich bin da leider nicht optimistisch.
Die Mitarbeiter des iran. Regimes sehe ich eher nach Russland ins Exil gehen, wenn es zu einem Umsturz käme. Gott bewahre uns, sie in DE aufzunehmen, das glaub ich eher nicht. Es mag sein, dass Trump Iran doch noch angreift, ich weiß es nicht. Seine Worte sind einfach undurchschaubar. Warten wir ab und beten für das iranischeVolk.🙏🙏
Die „ernsthaften Konsequenzen“ sind schnell gesagt….!
Verhandeln mit Judenmördern und Israelzerstörern! Hat die Hamas ihr Ziel geändert, Israel nicht mehr vernichten und alle Juden töten zu wollen? Der Judenhasser Erdogan hilft beim Aufbau… was kann da schon nicht klappen?
Und – wie immer – Druck auf Israel. Ich erwarte heftigsten Druck auf die Hamas. Keine Gespräche, nichts. Sinnlos mit diesen hasserfüllten Fanatikern!
@מיכה
Genau, erst schießen und dann, wenn diese Judenmörder tot sind, verhandeln…
Meine Ehefrau und ich selbst sagen das seit Jahrzehnten. Unser Hauspersonal und unser Bischof stimmen zu.
Es wäre gut für Israel und die Regierungsverantwortlichen, sich an Psalm 1 zu erinnern, seinen Weg im Vertrauen auf den Allerhöchsten zu gehen und sich einem solchen „Friedensrat“ zu verweigern.
Was auch verhandelt und beschlossen wird – allein Gott bestimmt, wie es nach Seinem Plan und willen weitergeht.
@Maria
Absolut, so ist es. 👍🏻🙏🇮🇱
Diesem „Frieden“ traue ich absolut nicht. Wenn Israel den Gazastreifen nicht wieder übernimmt oder dort mindestens die Hauptkontrolle ausübt, gibt es in ein paar Jahren den nächsten 7. Oktober.
Wieder einmal mehr zeigt Fatah ganz klar, dass sie mit Hamas auf einer Linie stehen und im sogenannten „Westjordanland“ das gleiche anstreben, was Hamas von Gaza aus vorbereitet und durchgefuehrt hat und in Zukunft weiterhin anstrebt: Judenvernichtung lokal und global. Gott hat schon vor langer Zeit versprochen, dass alle, die dies anstreben ODER IN IRGENDEINER FORM UNTERSTUETZEN, auf ihre eigene Verurteilung und Strafe hinarbeiten.
@Andy
dummes Zeug. Die Bibel ist alt, ich beschränke erste Funde jetzt mal einfach auf ca. 1.300 Jahre vor Christus, sie ist dick und jetzt nennen Sie doch mal die Stellen, in denen Gott angeblich das alles ankündigte.
Tipp: die Steintafeln. Sind keine „Gottessprache“, denn Gott besaß weder Werkzeuge dafür noch hat er dran gedacht, zu „vernichten“. Alles nur menschliche Interpretationen!
„Die Liebe aber ist langmütig“ – und sie lässt sich nicht spotten. Fertig.
@Brigitte
Bei Ihrem letzten Satz fällt mir ein … Zitat aus der Bibel: „Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten.“
—
Wenn ich Ihre Aussagen zur Bibel ansehe, vermute ich zweierlei:
1. Sie kennen die Bibel inhaltlich nicht, sogar wohl kaum ansatzweise.
2. Sie haben sich mit der „Herstellung“ der Bibel nicht wirklich befasst.
Steintafeln: Sie argumentieren mit diesem Thema und argumentieren falsch. „.. die Steintafeln. Sind keine „Gottessprache“, denn Gott besaß weder Werkzeuge dafür…“
1. Würden Sie die Bibel inhaltlich kennen, wüssten Sie, dass von den ersten Steintafeln erwähnt ist, dass Gott sie „mit Seinem Finger“ beschrieben hat. (Er braucht dazu kein Werkzeug!) Mose hat diese Tafeln allerdings zerschlagen. Die Steintafeln, die in die Bundeslage gelegt wurden, wurden durch Mose mit Werkzeugen beschrieben.
2. Was meinen Sie mit „vernichten“? Andy hat diesen Begriff nicht benutzt.
—
Ich empfehle Ihnen dringend, ehe Sie über den christlichen Glauben „spotten“, zuerst mal unvoreingenommen die Bibel durchzuarbeiten und sich auch über die Entstehungsgeschichte zu informieren. Übrigens erwarte ich dasselbe von Islamkritikern.
—
Nur zwei Sätze, die sinngemäß so in der Bibel stehen:
Wer Dich (Israel/Jerusalem) segnet, wird gesegnet sein.
Wer Dich (Israel) angreift, greift meinen Augapfel an.
—
Alles nur menschliche Interpretationen? Es ist schon erstaunlich, dass dieses Buch Situationen beschreibt, die von damals aus weit in der Zukunft lagen, und von denen man heute weiß, dass die Prophezeiungen nahezu wörtlich eingetroffen sind. -> siehe erster Satz meines Posts
@Brigitte
Bevor Sie über die Bibel sprechen und Andy dummes Zeug vorwerfen, sollten Sie sie vielleicht lesen. Über das ganze AT zieht sich Gottes Wille zur Vernichtung. Gott ist nicht nur ein Gott der Liebe.
Im Buch Joel sagt Gott, dass er alle Völker vernichtet, die sich gegen sein Volk verbünden. Lesen Sie Hesekiel, Sacharja, die Prophetien. Im NT, in der Offenbarung geht es um die Endgerichte Gottes, wo die Feinde Gottes durch das Schwert aus dem Mund Christi vernichtet werden.
Gottes „Werkzeug“ ist übrigens sein Wort selbst, das Schwert seines Geistes. Und er gebraucht Menschen als Werkzeug. Und er gebrauchte Dinge, wie z.B. den Stab Moses, als er das Volk durch die Wüste führte.
Kennen Sie wirklich das Hohe Lied der Liebe, das Sie zitieren? Das hat nicht Gott geschrieben, sondern ein Mensch: Paulus an die Korinther. Die Liebe ist langmütig…
1. Kor.13 Das sind Früchte des Geistes Gottes. Diese Liebe Brigitte muss man auch annehmen. Und damit ist noch lange nicht alles fertig.
Lg Ella
komisch, gerade in den letzten 80 Jahren gingen unzählige Prophezeiungen in Erfüllung. Wenn Sie es nicht verstehen ´können, ist es Ihr Problem.
Bei all den Artikeln über den Iran haben Sie geschwiegen. Warum? Sind die Iraner keine Menschen, Brigitte. Die Liebe lässt sich nicht spotten? Ihre Interpretation!. Gott lässt sich nicht spotten. Fertig!
Die HAMAS ist weiter lebendig, und hat im Gegenzug zu den 20 freigelassen Israelis eine Menge Terroristen dazubekommen. ISRAEL DARF nicht zustimmen. Trump ist ein falscher Freund für Israel, er wird immer schlechter und glaubt nicht an Gott, sondern nur an sich selbst. Nikkey Harley wäre besser !