„Wir wollen den Zionisten die Augen auskratzen“

Im jordanischen Fernsehen kommentiert eine Moderatorin die Rückgabe israelische verwalteter Ländereien an Jordanien. Dabei äußert sie den Wunsch, nun auch auf dem Friedensvertrag „herumzutrampeln“.
Würde gerne „den Zionisten die Augen auskratzen“: Moderatorin Rana Hmus

Foto: MEMRI; Screenshot Israelnetz

Würde gerne „den Zionisten die Augen auskratzen“: Moderatorin Rana Hmus

AMMAN (inn) – Eine jordanische Fernsehmoderatorin hat öffentlich eine Aufhebung des Friedensabkommens mit Israel gefordert. Am Dienstag kommentierte Rana Hmus im Sender „Jordan Today TV“ die Rückgabe zweier Enklaven südlich des Sees Genezareth, die Israel 25 Jahre lang verwaltet hatte. Der Pachtvertrag stammte aus dem Friedensabkommen von 1994, Jordanien hat ihn nicht mehr verlängert.

„Bakura und Ghamr sind (wieder) jordanisches Gebiet“, frohlockte die Moderatorin. Die Rückgabe erfülle die Herzen der Jordanier mit Freude, doch diese Freude sei nicht vollkommen. Die Jordanier wünschten sich weitere ähnliche Entscheidungen, damit sie „auf dem israelisch-jordanischen Friedensabkommen herumtrampeln“ könnten, sagte Hmus. Dasselbe gelte für die Abkommen über Gas und Wasser – und für „das gesamte zionistische Gebilde“.

Die Moderatorin beendete ihren Beitrag mit den Worten: „Wir wollen den Zionisten und ihren (arabischen) Unterstützern die Augen auskratzen und das Friedensabkommen aufheben, um das Blut unserer Märtyrer und die arabische Identität von Palästina zu unterstützen.“ Das Medienbeobachtungsinstitut MEMRI hat den arabischen Kommentar mit englischen Untertiteln versehen.

Mai: Vorübergehende Festnahme wegen Verleumdungsklage

Der Sender „Jordan Today TV“, der zum Netzwerk „Arab Broadcast Services“ (ABS) gehört, ist kein unbeschriebenes Blatt: Im Mai wurden Hmus und der Besitzer Mohammad Adschluni für eine Woche inhaftiert. Der Generaldirektor der jordanischen Gendarmerie, Hussein Hawatmeh, hatte gegen die beiden eine Verleumdungsklage erhoben. Zuvor hatte Hmus Ausschnitte aus einem Interview mit ihm gezeigt und kritisiert, dass er sich gegen einen Protest von Offizieren im Ruhestand wandte.

Von: eh

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