Laut einem Bericht der Tageszeitung „Jerusalem Post“ hatten die Palästinenser Warnungen der Soldaten ignoriert. Daraufhin feuerten die Armeeangehörigen Artilleriegranaten auf die Gruppe ab. Dabei kamen zwei Palästinenser ums Leben, mindestens drei weitere wurden verletzt. Bei den Getöteten handelt es sich um Abed Hafis al-Silawi von der Hamas sowie um Mahmud Ahmed Nasir, ein Mitglied der „Volksfront für die Befreiung Palästinas“ (PFLP). Die Armee macht die Männer auch für mehrere Raketenangriffe auf Israel vom 24. August verantwortlich. Damals war ein Soldat verletzt worden.
In der Nacht zum Sonntag, während des jüdischen Neujahrsfestes, hatten Palästinenser außerdem zwei Kassam-Raketen auf Südisrael abgefeuert. Diese schlugen auf freiem Feld ein, verletzt wurde niemand. Israel reagierte auf den Angriff und bombardierte in der Nacht zum Montag drei Schmuggeltunnel im Gazastreifen an der Grenze zu Ägypten. Auch hier gab es keine Meldungen über Verletzte.
Schätzungen der Armee zufolge schlugen seit Beginn dieses Jahres etwa 715 Kassam-Raketen und Granaten in Südisrael ein. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hatte nach der israelischen Operation „Gegossenes Blei“ gegen die Hamas im Gazastreifen angekündigt, die Armee werde in Zukunft auf jeden palästinensischen Raketenangriff reagieren.