Weniger finanzielle Unterstützung für Terror-Organisationen

JERUSALEM / RAMALLAH (inn) – In den vergangenen Monaten ist die finanzielle Unterstützung von palästinensischen Terrorgruppen durch islamische Wohltätigkeitsorganisationen im Ausland stark zurückgegangen. Gleichzeitig stellte die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) mehr Geld für Bedürftige zur Verfügung.

Vertreter des israelischen Sicherheitsapparates sehen einen Grund für diese Entwicklung darin, daß verschiedene Länder islamistische Organisationen verboten haben. Ein Beispiel hierfür sei das Verbot des Vereines “Al-Aksa” in Deutschland, schreibt der Informationsdienst “Walla”. Weitere Staaten sind die USA, Großbritannien und Frankreich.

Seit dem Beginn der sogenannten “Intifada” vor mehr als zweieinhalb Jahren ist viel Geld in militante palästinensische Organisationen geflossen. Israel hatte mehrfach vergeblich versucht, die USA und europäische Staaten zu überreden, daß sie die dafür verwendeten “Kanäle verstopfen”. Seit den Terroranschlägen auf mehrere amerikanische Ziele am 11. September 2001 sind die Reaktionen positiver, was sich auch am Verbot von radikalen islamischen Organisationen zeigt.

Dadurch ist eine bedeutende Verringerung dieser Geldströme feststellbar. Besonders auffällig war dies im vergangenen moslemischen Fastenmonat Ramadan. In dieser Zeit spenden Moslems sehr viel Geld für wohltätige Zwecke. Die finanzielle Unterstützung für die radikal-islamische Hamas ist im Vergleich zum Vorjahr sichtbar zurückgegangen.

Der PA geht es hingegen wirtschaftlich besser. Israel hatte Anfang des Jahres seine Sanktionen gegen die Palästinenser aufgehoben. Zudem sind mehrere arabische Staaten dazu übergegangen, den Palästinensern humanitäre Hilfe über die Autonomiebehörde zukommen zu lassen. So überläßt beispielsweise die saudische Unterstützungskommission nur noch einen Teil des Geldes direkt der Hamas. Die Autonomiebehörde wiederum unterstützt mehr Palästinenser, die wirklich bedürftig sind.

Einige Vertreter des israelischen Sicherheitsapparates deuten diese Entwicklungen als “erste Knospen” einer Bereitschaft der PA zur Zusammenarbeit. Diese führen sie auf Schritte des palästinensischen Finanzministers Salam Fayyad sowie auf den “neuen Geist” in der Regierung des designierten Premiers Mahmoud Abbas (Abu Mazen) zurück.

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