„Welt“: Iran gehen Öl-Abnehmer aus

Dass die USA seit der Präsidentschaft von Donald Trump entschieden gegen den Iran vorgehen, ist bekannt. Ihre wirtschaftlichen Sanktionen zeigen laut einem Zeitungsbericht nun erhebliche Wirkungen beim Öl-Export.
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Ein iranischer Tanker vor Rotterdam
Ein iranischer Tanker vor Rotterdam

TEHERAN (inn) – Der Iran verliert durch die US-Sanktionen seine wichtigsten Öl-Abnehmer. Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ am Dienstag. Eine Folge sei, dass das Mullah-Regime zu Verschleierungsmaßnahmen seiner Exporte greife, die sowohl Menschenleben als auch die Umwelt gefährden.

„Die Welt“ bezieht sich in ihrer Berichterstattung auf Statistiken der Londoner Schiffsdatei „Vessels Value“. Die wichtigsten Abnehmer wie China, Südkorea und Frankreich haben sich demnach aus dem Geschäft mit dem Iran „praktisch komplett zurückgezogen“. Der Grund dafür seien die „verschärften US-Sanktionen“. China nehme beispielsweise als größter Abnehmer im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2018 nur noch 10 Prozent der vorherigen Menge ab.

Der Iran fördert täglich 2,3 Millionen Barrel. Das Land deckte vor den US-Sanktionen 5 Prozent der weltweiten Rohöl-Versorgung ab. Die Amerikaner drohen aber neuerdings Unternehmen, die weiterhin Öl aus dem Iran importieren, Strafen an. Es gibt Ausnahmeregelungen von den Sanktionen.

Gefährliche Verschleierungstaktiken

Laut der Tageszeitung verschleiert der Iran aber auch Exporte. Als Beispiel nennt sie den Zusammenstoß des iranischen Öltankers „Sanchi“ mit einem chinesischen Frachter Ende des vergangenen Jahres. Bei dem Unglück starben im Ostchinesischen Meer 30 Menschen, 113.000 Tonnen Öl sorgten für eine Umweltkatastrophe. Als Grund spekuliert „Die Welt“ über ein ausgeschaltetes Identifikationssignal, das bei solchen Überfahrten üblich ist. Der Iran versende auch Daten in einer schlechten Qualität oder mit veralteter Technik, zitiert die Zeitung einen Experten. So riskiere das Land bewusst Unfälle.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu zeigte sich am Mittwoch alarmiert. Bei einer Vereidigung von Kadetten im Hafen von Haifa sagte er: „Der Iran will die Sanktionen mit Öl-Schmuggel über das Meer umgehen. Wenn die Versuche zunehmen, wird die Rolle der Marine wichtiger werden, dieses iranische Handeln zu blockieren.“ Der Premier forderte die internationale Gemeinschaft auf, diese Unterwanderungen der Sanktionen zu stoppen.

Von: mm

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