Weitere Tote bei palästinensischen Kämpfen

GAZA (inn) – Noch immer liefern sich Anhänger der rivalisierenden Fraktionen Hamas und Fatah erbitterte Kämpfe. Am Mittwoch sind mindestens 14 Palästinenser bei innerpalästinensischen Auseinandersetzungen ums Leben gekommen, darunter 13 Fatah-Mitglieder.

Zudem wurden zwei palästinensische Mitarbeiter der Vereinten Nationen erschossen.Das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) kündigte daraufhin an, den größten Teil seiner Arbeit im Gazastreifen vorübergehend einzustellen.

Laut Berichten Hamas-verbundener Radiostationen soll die Hamas Sicherheitsbeamten der Fatah ein zweitägiges Ultimatum gestellt haben. Bis Freitagabend sollen sie ihre Waffen übergeben. Wenn die Sicherheitsbeamten der Forderung nicht nachkämen, würden die Waffen gewaltsam konfisziert, heißt es in der Tageszeitung “Ha´aretz“.

Acht Fatah-Mitglieder wurden bei heftigen Kämpfen nahe eines Hause eines ranghohen Fatah-Vertreters getötet. Die Hamas übernahm zudem die Kontrolle über ein Flüchtlingslager im zentralen Gazastreifen. Zudem wurden mindestens 15 Palästinenser am Mittwoch verwundet, darunter fünf Zivilisten.

Nach Angaben der Hamas sollen Fatah-Anhänger eine Granate auf das Haus des stellvertretenden Informationsministers abgeschossen und es in Flammen gesetzt haben. Verletzt wurde dabei offenbar niemand. Aus Hamas-Kreisen hieß es weiterhin, dass die Gruppierung einen Außenposten der Fatah übernommen hat, der die wichtigste Nord-Süd-Verbindungsstraße im Gazastreifen kontrolliert.

Am Mittwoch protestierten etwa 1.000 Palästinenser in Gaza-Stadt gegen die innerpalästinensische Gewalt. Sie marschierten durch die Straßen und skandierten: “Stoppt das Töten!“.

Palästinenserchef Mahmud Abbas und der palästinensische Premierminister Ismail Hanije riefen die rivalisierenden Gruppen am Dienstag zur Zurückhaltung auf, doch sei dies größtenteils unbeachtet geblieben, schreibt “Ha´aretz“ weiter.

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