Weitere Tote am Samstag

GAZA (inn) – Am Samstagabend sind mindestens 18 Menschen durch israelische Angriffe auf den Gazastreifen getötet worden. Rund 50 Personen wurden verletzt. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier fordert ein sofortiges Ende der Gewalt.
Auch am Samstag kamen durch israelische Angriffe auf den Gazastreifen Palästinenser ums Leben.

Unter den Toten war nach Angaben von Sanitätern auch der Polizeikommandeur des Gazastreifens, Taisir al-Batsch. Das berichtet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“ unter Berufung auf den Sprecher des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen, Aschraf al-Kidra. Die meisten der Todesopfer seien Familienangehörige von Al-Batsch.
Nach palästinensischen Angaben liegt die Zahl der Todesopfer im Gazastreifen bei mehr als 150, mehr als 1.000 Menschen wurden seit Beginn der Operation „Starker Fels“ vor fünf Tagen verwundet.
Der Raketenbeschuss auf Israel ging am Samstagabend weiter. Die Terroristen nahmen insbesondere Tel Aviv unter Beschuss. Armeeangaben zufolge fing das Verteidigungssystem „Eisenkuppel“ drei Geschosse ab. Das System wird nur aktiv, wenn Raketen voraussichtlich in bewohntem Gebiet landen.

Steinmeier fordert Ende der Gewalt

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat nach Berichten der „Bild am Sonntag“ ein sofortiges Ende der Gewalt zwischen Israel und der Hamas gefordert. „Die Region braucht jetzt eine Koalition der Vernunft, um Wege aus der Eskalationsspirale zu finden, sagte er der Zeitung. Steinmeier fügte hinzu: „Die Gewalt fordert immer mehr unschuldige Opfer auf beiden Seiten. Die Angst vor Raketenangriffen ist furchtbar, die Zahl der Toten unerträglich hoch, das Leid der zivilen Verletzten, darunter so viele Frauen und Kinder, herzzerreißend.“ Der Bundesaußenminister will am Montag für zwei Tage in den Nahen Osten reisen und mit Vertretern Israels und der Palästinenser sprechen. Am Sonntag wollen die Außenminister der Länder Deutschland, USA, Großbritannien und Frankreich am Rande der Atomgespräche in Wien zusammen über eine mögliche Waffenruhe beraten.

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