JERUSALEM (inn) – Die Polizei hat die Bewegungsfreiheit der Juden in einem Teil der Jerusalemer Altstadt während des Fastenmonats Ramadan eingeschränkt. Wenn die Moslems abends traditionell das Fasten brechen, sollen die jüdischen Bewohner ihre Häuser nicht verlassen.
Das Ausgehverbot gilt für Juden in mehreren Straßen des moslemischen Viertels zwischen 20 und 22 Uhr. Wer sich trotzdem hinausbegeben will, muss dies vorher bei den Sicherheitskräften anmelden. Durch diese Straßen kommen die Moslems, wenn sie vom Tempelberg zurückkehren. Die Maßnahme soll dem Schutz der jüdischen Bevölkerung dienen. Betroffen sind etwa 30 Familien und außerdem Studenten einer Talmud-Schule (Jeschivah). Dies berichtet der Internetdienst „Arutz Scheva“.
Der islamische Fastenmonat Ramadan hat am Wochenende begonnen. Tagsüber verzichten Moslems auf Essen, Trinken, Genussmittel und Geschlechtsverkehr. Jeden Abend nach Sonnenuntergang können die Fastenden eine Mahlzeit einnehmen.