Wegen Nachlässigkeit: drei Soldaten werden entlassen

JERUSALEM (inn) – Die israelische Armee entläßt einen Kommandeur und zwei weitere Soldaten. Ihnen wird vorgeworfen, am vergangenen Dienstag bei dem Anschlag an der Tunnelstraße südlich von Jerusalem die Flucht des Attentäters durch Nachlässigkeit unterstützt zu haben.

In einem Armeebericht heißt es, nach den tödlichen Schüssen auf zwei Soldaten habe nur einer der sieben weiteren Armeeangehörigen das Feuer erwidert. Auch er habe allerdings keine Anstrengungen unternommen, den Angreifer zu verfolgen.

Der Kommandeur der Einheit schlief während des Angriffes in einem Jeep. Als er erwachte, gab er einen Schuß ab, allerdings nicht in Richtung des bewaffneten Palästinensers.

Zudem seien die Soldaten nicht ausreichend auf ihre Aufgabe an dem Checkpoint vorbereitet gewesen, so der Bericht weiter.

Am Dienstagmorgen hatte ein Palästinenser das Feuer auf die Soldaten an der Tunnelstraße eröffnet und zwei Israelis getötet. Die Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden von PLO-Chef Jasser Arafats Fatah-Partei übernahmen die Verantwortung für den Anschlag.

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