Wegen israelischer Teilnahme: Syrien kehrt Judoturnier den Rücken

IZMIR (inn) - Syrien hat die Teilnahme an einem internationalen Judoturnier in der Türkei verweigert, weil auch eine israelische Mannschaft mit dabei war. Als die Syrer nach ihrer Ankunft die Israelis erblickten, machten sie sich wieder auf den Heimweg, ohne sich an den Wettkämpfen zu beteiligen.

Zuvor hatte die syrische Delegation die Veranstalter des U-20-Juniorenturniers in Izmir aufgefordert, sich zwischen den beiden Teams zu entscheiden. Denn sie hätten nicht vor, am selben Ort wie eine israelische Mannschaft an einem Wettkampf teilzunehmen. Die Organisatoren teilten mit, das Turnier stehe allen offen. Es liege nicht in ihrer Absicht, Politik mit Sport zu vermischen. Daraufhin verließen die Syrer die Türkei und ließen nur ihre Flagge zurück, berichtete die israelische Tageszeitung „Jediot Aharonot“ am Sonntag.

Der Vorsitzende des israelischen Judoverbandes, Eddy Koas, war für den europäischen Verband als Beobachter bei den Wettkämpfen im Einsatz. Er begrüßte die Entscheidung der Veranstalter. Zudem bat er den europäischen Verband in einem Brief, über einen Ausschluss von Mannschaften nachzudenken, „die keinen Unterschied zwischen Sport und Politik machen“.

Beim Turnier selbst errangen die Israelis drei Medaillen. Die 17-jährige Schahar Levi gewann in der Klasse bis 52 Kilogramm ebenso Gold wie der 19-jährige Gregory Rudelson beim Gewicht bis 100 Kilogramm. Er brachte außerdem eine Silbermedaille vom „Open Weight“ mit nach Hause.

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