Was interessiert die Israelis am meisten?

Wonach haben die Israelis im vergangenen Jahr am häufigsten im Internet gesucht? Was war das Topthema bei Twitter? Eine neue Statistik gibt Antworten.
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Die israelische ESC-Gewinnerin Netta war 2018 besonders oft Thema bei Twitter oder der Google-Suche

Foto: Eurovision Song Contest/YouTube, Screenshot Israelnetz

Die israelische ESC-Gewinnerin Netta war 2018 besonders oft Thema bei Twitter oder der Google-Suche

JERUSALEM (inn) – Im Jahr 2018 haben die Israelis vor allem zur ESC-Gewinnerin Netta Barzilai getwittert und bei Google die Fußball-Weltmeisterschaft aufgerufen. Bei Wikipedia suchten sie vor allem sich selbst. Laut einer Statistik von Wikimedia Israel sei die Seite zu „Israel“ am häufigsten aufgerufen worden, insgesamt 642.736 Mal.

An zweiter Stelle folgte die populäre israelische TV-Serie „Fauda“ (560.000) und dann der Gesangswettbewerb „European Song Contest“ (ESC). Den 4. Platz erreichten die Kommunalwahlen, gefolgt von Premierminister Benjamin Netanjahu. Weitere häufig angeklickte Themen waren das umstrittene Nationalstaatsgesetz an 12. Stelle. Staatsgründer David Ben-Gurion erreichte Platz 24 und die Schauspielerin Gal Gadot (Wonder Woman) Platz 58.

Der Korrespondent der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), Jochen Stahnke, äußerte sich in einem im Dezember erschienenen Artikel erstaunt über den Erfolg von „Fauda“ in Israel: „Auf den ersten Blick erstaunlich, denn die Serie spielt auch in den palästinensischen Gebieten. Und von denen will normalerweise kaum ein Israeli etwas wissen.“

Der FAZ-Kollege verrät nicht, woher er seine Kenntnisse über die „normalen Israelis“ hat. Doch wenn sich jemand für das Geschehen in den sogenannten „palästinensischen Gebieten“ interessiert, dann sind es vor allem die Israelis. Denn vieles, was dort geschieht, Hinrichtungen, willkürliche Festnahmen, Unterdrückung der Presse und der Menschen speziell im Gazastreifen wird von den palästinensischen Medien zensiert und vom Ausland nicht wahrgenommen, solange Israel nicht dafür verantwortlich gemacht werden kann.

Von: Ulrich W. Sahm

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