Wanderin entdeckt 2.000 Jahre alte römische Goldmünze

JERUSALEM (inn) – Eine Wanderin hat im Nordosten Israels eine seltene römische Münze gefunden. Sie zeige die Präsenz der römischen Armee vor knapp 2.000 Jahren in Galiläa, machte die Israelische Altertumsbehörde bekannt.
Die Wanderin soll als aufrichtige Bürgerin ausgezeichnet werden
Die Wanderin soll als aufrichtige Bürgerin ausgezeichnet werden
Eine seltene römische Goldmünze ist von einer Wanderin im Nordosten Israels gefunden worden. Von dieser Prägung ist sie das zweite bekannte Exemplar. Das machte die Israelische Altertumsbehörde (IAA) am Montag öffentlich. Das Gegenstück der Münze liegt im Britischen Museum in London. Der leitende Münzenkenner der Institution, Danny Syon, sagte: „Die Münze, in Rom im Jahre 107 nach Christus geprägt, ist global gesehen selten.“ Auf der Rückseite der Münze finden sich Symbole der römischen Legionen neben dem Namen des Herrschers Trajan. Auf der Vorderseite ist anstatt eines Porträts des Herrschers Trajan ein Bildnis des knapp hundert Jahre zuvor verstorbenen Kaisers Augustus. Dieses Fundstück gehört laut Syon zu einer Nostalgie-Münzserie, die Trajan prägen ließ. „Die Münze veranschaulicht die Präsenz der römischen Armee vor knapp 2.000 Jahren in Galiläa“, sagte der Leiter der IAA-Münzabteilung Donald Ariel. Goldmünzen aus der Zeit Trajans seien jedoch sehr selten: Mit dem jüngsten Fund seien in Israel erst drei von ihnen entdeckt worden. Die Finderin hatte ihre archäologische Entdeckung der IAA überreicht und soll als aufrichtige Bürgerin ausgezeichnet werden. Zu der Übergabe sind Finder in Israel gesetzlich verpflichtet.

Handelsverbindungen zwischen Dänemark und Nahost

Ein paar tausend Kilometer entfernt haben Archäologen in einem dänischen Grab 3.400 Jahre alte Glasperlen aus der Bronzezeit gefunden. Die Glasperlen offenbaren Handelsbeziehungen zwischen Ägypten, Mesopotamien und dem alten Dänemark der Bronzezeit. Insgesamt 23 der Perlen waren blau – eine sehr seltene Farbe in früheren Zeiten. Jeanette Varberg, die in die Forschung involviert ist, sagte der Tageszeitung „Ha‘aretz“: „Lapislazuli war der kostbarste Edelstein der Spätbronzezeit.“ Insgesamt entdeckten Archäologen 271 Glasperlen an 51 Bestattungsstätten in Dänemark. Der Großteil stamme aus Nippur in Mesopotamien, was etwa 50 Kilometer südöstlich von der heutigen irakischen Hauptstadt Bagdad entfernt liegt. Die dänischen Forscher gehen davon aus, dass das Ablegen der blauen Glasperlen in den Gräbern eine religiöse Bedeutung hatte. (ms)

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