Vor Treffen in Brüssel: griechische Außenministerin in Israel

TEL AVIV (inn) – Israels Außenministerin Zipi Livni hat sich am Freitagmorgen in Tel Aviv mit ihrer griechischen Kollegin Theodora Bakojannis getroffen. Diese kündigte an, Griechenland werde Soldaten und Ausrüstung zur multinationalen Truppe im Libanon beitragen – dabei nannte sie jedoch keine genauen Zahlen.

Nach dem Treffen wies Livni bei einer gemeinsamen Pressekonferenz darauf hin, dass sich Israels Soldaten erst aus dem Südlibanon zurückziehen würden, wenn die multinationale Truppe dort stationiert werde. Sie müsse mit der libanesischen Armee zusammenarbeiten. Eine weitere Bedingung für den israelischen Abzug sei ein Waffenembargo gegen die radikal-islamische Hisbollah, wie es die UN-Resolution 1701 fordere.

Livni sagte, Syrien müsse die Souveränität des Libanon respektieren. Es müsse zulassen, dass die Regierung ihren Einfluss im ganzen Land geltend mache. “Ich erwarte – und ich denke, auch die internationale Gemeinschaft -, dass Syrien Resolutionen achtet, die der Sicherheitsrat angenommen hat.”

EU-Außenminister treffen sich mit Annan

Nach dem Gespräch begab sich Bakojannis nach Brüssel zu einem Treffen der EU-Außenminister, berichtet die Zeitung “Jediot Aharonot”. Daran nimmt auch UN-Generalsekretär Kofi Annan teil. Er hat für die kommenden Tage eine Nahostreise geplant, die ihn auch nach Jerusalem führen soll. Die Konferenz in Brüssel hatte er als “ersten positiven Schritt zur Schaffung einer multinationalen Truppe im Libanon” bezeichnet.

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