Peres überschüttete die Athleten mit Lob, welche „die größte Ausbeute an Gold in unser Land gebracht“ hätten. Vor vier Jahren in Athen hatte Israel die Paralympics auf dem 32. Platz des Medaillenspiegels abgeschlossen. Die behinderten Sportler gewannen viermal Gold, viermal Silber und fünfmal Bronze. Peres zweifelte nicht daran, dass die Athleten auch diesmal viele Medaillen mitbringen würden. „Ihr seid das olympische Gold Israels“, äußerte er laut der „Jerusalem Post“ seine Wertschätzung.
Die Mitglieder des „phantastischen“ Teams symbolisierten Israels Stärke, so Peres. Und sie seien ein Bild für die Entschlossenheit, auch in den widrigsten Umständen nicht aufzugeben und den Kampf fortzuführen, was auch immer geschehe. Er bezeichnete die Sportler als Flaggenträger des sportlichen Geistes. Die 41-köpfige Mannschaft besteht aus behinderten Veteranen, Terror-Opfern, Athleten, die bei einem Autounfall verletzt wurden und solchen mit angeborenen Behinderungen.
Bei dem Empfang wurden drei Sportler dafür geehrt, dass sie bei den jüngsten Weltmeisterschaften Goldmedaillen gewonnen hatten. Die Auszeichnung erhielten der Schütze Doron Schasiri sowie die Schwimmer Itzhak Mamistvalov und Inbal Pesaar.
Peres will am Freitag an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele teilnehmen.
Tennis-Doppel in guter Form
Unterdessen zeigten sich die israelischen Tennisspieler Andi Ram und Joni Erlich kurz vor der Eröffnung in guter Form. Beim Masters-Turnier in Cincinnati mussten sie sich erst im Finale dem derzeit besten Doppel Bob und Mike Bryan geschlagen geben. Sie unterlagen den US-Amerikanern mit 6:4, 6:7 und 7:10. Nun hoffen sie auf eine Revanche im Endspiel des olympischen Turniers, das in zwei Wochen ausgetragen wird. Für die 30-jährigen Zwillingsbrüder war es der vierte Titel in diesem Jahr und der 50. in ihrer Karriere. Vor einem Jahr hatten die Israelis die Amerikaner im Finale von Cincinnati geschlagen.
Israel nimmt mit 43 Athleten an den olympischen Spielen 2008 teil. Es ist das größte israelische Team, das je bei dem Sportereignis vertreten war.