HAIFA / TEHERAN (inn) – Bei einem iranischen Raketenangriff sind am Sonntag in Haifa vier Menschen zu Tode gekommen. Sie wurden unter den Trümmern eines einstürzenden Wohngebäudes verschüttet. Nach 18 Stunden entdeckten Rettungskräfte am Montagmorgen den letzten der vier Leichname, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet.
Die meisten Bewohner hatten sich in den Schutzraum begeben und blieben unverletzt. Die vier Getöteten hingegen befanden sich zum Zeitpunkt des Raketeneinschlages nicht im gegen Bomben gesicherten Raum. Nach Angaben der Rettungsdienste handelt es sich um einen Mann und eine Frau in den 80ern, einen Mann in de 40ern und eine 35-Jährige. Für die Suche grub das Heimatfrontkommando mehrere Tunnel unter den Trümmern.
Untersuchungen von Militär und Polizei ergaben, dass der Sprengkopf der ballistischen Rakete aus dem Iran nicht explodiert ist. Er habe Schätzungen zufolge mehrere Hundert Gramm Sprengstoff enthalten. Die kinetische Energie des Einschlages habe mehrere Stockwerke des Wohngebäudes zum Einsturz gebracht. Demnach hat die Luftwaffe das Geschoss nicht abgefangen, weil es in der Luft in mehrere Teile zerschellte und infolgedessen die Flugbahn änderte. Ein Raketenteil traf das Wohngebäude, offenbar der Sprengkopf.
Bei dem Angriff wurden auch vier Menschen verwundet und ins Krankenhaus eingeliefert. Ein 82-Jähriger erlitt sehr schwere Verletzungen, ein zehn Monate altes Baby wurde leicht am Kopf verletzt.
Am Montag setzte das iranische Militär seinen Beschuss fort. Es gab Verletzte in Haifa und auch in Zentralisrael.
Im Iran abgestürzter Offizier gerettet
Unterdessen kann die US-Armee aufatmen: Nach mehr als 24 Stunden rettete die Luftwaffe einen amerikanischen Offizier, dessen F-15E-Jet am Freitag über dem Südwesten des Iran abgeschossen worden war. Der Pilot und der für das Waffensystem zuständige Offizier betätigten den Schleudersitz. Kurz darauf wurde der Pilot gerettet, der Offizier galt als vermisst.
Der Offizier wandte das Training aus dem Pflichtkurs „Überleben, Ausweichen, Widerstehen und Entkommen“ (SERE) an, um der Gefangennahme im Gebirge zu entgehen. Zudem gab er ein Signal per Notfunkbake, schreibt das „Time“-Magazin. Hunderte Truppen sowie mehrere Hubschrauber und Flugzeuge beteiligten sich an der Suchaktion.
Täuschungsmanöver und israelische Hilfe
Der US-Geheimdienst CIA veranstaltete ein Täuschungsmanöver: Er verbreitete die Falschnachricht, beide Besatzungsmitglieder seien bereits gefunden worden. Die Iranische Revolutionsgarde durchkämmte derweil das Absturzgebiet. Die Behörden im Iran setzten eine Belohnung von 60.000 US-Dollar für denjenigen aus, der den Offizier fand. Israel lieferte Geheimdienstinformationen über die Lage vor Ort.
US-Präsident Donald Trump (Republikaner) lobte die Zusammenarbeit im Gespräch mit der Nachrichtenseite „Axios“: „Sie waren gute Partner. Sie waren großartige und mutige Leute. Wir sind wie ein großer und ein kleiner Bruder.“
Derweil stürzte ein anderes US-Kampfflugzeug vom Typ A-10 Warthog nahe der Straße von Hormus ab. Es sollte den Suchmannschaften aus der Luft Deckung gewähren. Das iranische Militär behauptete, es habe das Flugzeug abgeschossen, und veröffentlichte ein angebliches Video dazu. Die USA nannten die Ursache nicht. Während der Suchaktion wurden auch zwei Rettungshubschrauber getroffen. (eh)
Ein Kommentar
@ISRAEL NETZ, danke für diese Information.
Ihr seid sehr vertrauenswürdig, mehr als die meisten anderen Medien, denn ihr habt nur bestätigt, was mir meine Verwandtschaft bereits mitgeteilt hat. Toda raba nochmals.
SHALOM VE SAMEACH PESSACH VE ESTER