Vermittlungsversuch: Ägypten will sich für Frieden im Nahen Osten einsetzen

SHARM EL-SHEIK (inn) – Ägypten will sich verstärkt für einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern einsetzen und offenbar einen Vermittler in die Region entsenden.

Das sagte Ägyptens Präsident Hosni Mubarak am Mittwoch nach einem Treffen mit Israels Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer im ägyptischen Sharm el-Sheik auf der Sinai-Halbinsel. Mubarak wolle zudem PLO-Chef Yasser Arafat auffordern, härter gegen den Terrorismus vorzugehen.

Ben-Eliezer sicherte in den Gesprächen zu, daß Israel um einen Frieden mit den Palästinensern bemüht ist und bereit sei, „schmerzhafte und weitreichende Zugeständnisse zu machen“. Er betonte zudem, daß Israel „nicht gegen das palästinensische Volk, sondern gegen Terroristen kämpft“.

Allerdings gäbe es für Israel im Moment keinen Partner für Friedensverhandlungen, sagte Ben-Eliezer im Hinblick auf PLO-Chef Yasser Arafat.

Durch Mubarak habe der israelische Verteidigungsminister ferner an den syrischen Präsidenten Bashar Assad ausrichten lassen, daß Israel bereit sei, die Verhandlungen mit Syrien ohne Vorbedingungen wieder aufzunehmen, schreibt die „Ha´aretz“.

Ben-Eliezer habe Assad gebeten, ohne jegliche Bedingungen zurück an den Verhandlungstisch zu kehren. Syrien hatte sich bislang nur zur Wiederaufnahme der Gespräche bereit erklärt, wenn die Regierung in Jerusalem zunächst die Golanhöhen abgibt, die seit 1967 zu Israel gehören.

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